Mein Buch „Drei verrückte Weihnachtswünsche“

„… Irgendwie bedauerte er sie. „Hier in dieser Hüte habe ich den besten Sommer meines Lebens verbracht. Ich war damals so alt wie sie.“ Dabei zeigte sie auf Leonie und setzte fort „Ich dachte, ich finde hier das Glück wieder.“ Eine Träne rollte über ihre Wange und er musste sie über den Tisch hinweg tröstend in den Arm nehmen. Da war so eine Art von innerem Zwang und die Frau ließ es zu.

Nach Stunden war Leonie in der Ecke eingeschlafen und er brachte die Tochter auf seinen Armen in ihr Bett hinüber. Zurück in der Stube sah er in die Kiste mit den Spielen. „Wollen wir etwas spielen?“, fragte er und die Frau sah ihn ungläubig an. „Mensch ärgere dich nicht?“, entgegnete sie und er hob ein Kartenspiel aus der Kiste. „Vielleicht Poker?“, fragte er und sah, wie sie die Augenbrauen hochzog.

„Was ist denn dabei der Einsatz?“, fragte sie und setzte hinzu „Aber kein Strip-Poker!“ Michael kratzte sich am Kopf und sah sich um. Spielchips waren keine zu finden. Was konnte er nehmen? Ein altes Party-Spiel aus Studentenzeiten fiel ihm wieder ein. „Schnaps-Poker!“, sagte er und zog eine Flasche Pflaumenschnaps hervor, die Willy wohl hier oben vergessen hatte. „Schnaps-Poker?“, fragte Barbara zweifelnd und er erklärte „Wer verliert, der trinkt einen Schnaps“ „Du willst mich wohl betrunken machen?“, fragte sie und er lächelte ihren Einwand weg.

Flasche, Gläser und Karten fanden ihren Platz auf dem Tisch. Die Frau spielte gut und verlor kaum ein Spiel. Ihm kam das sehr entgegen. Den Schnaps hätte er auch so getrunken, aber so machte das viel mehr Spaß. Ein feucht-fröhlicher Abend begann und nach einer Stunde war das Spielglück in etwa ausgeglichen. Die erste Flasche war leer und Barbara holte die zweite aus dem Schrank. Der Likör war richtig lecker.

Eigentlich mochte er das süße Zeug ja nicht, aber dieser hier war sehr gut. Und es war der einzige Schnaps, der hier in der Hütte zu finden war. Die halbe Flasche Rum, die er mitgebracht hatte, wollte er für eventuell gemachten Grog aufheben. Auch die zweite Flasche Likör neigte sich bald ihrem Ende zu. Das Lachen der Frau war einfach nur herzerfrischend. … “

Weiter lesen in meinem Buch „Drei verrückte Weihnachtswünsche“ mit ISBN 978-3-7494-8575-8, 172 Seiten als Buch für 6,49 Euro und demnächst auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://romantik.goeritz-netz.de/14.html

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Winterzeit ist Lesezeit:

Mit einem meiner bisher erschienenen Bücher vergeht die Zeit wie im Fluge.

Alle Bücher sind auch als eBook bei Amazon, iTunes, AppStore und im GooglePlayStore erhältlich.

Alle Infos finden Sie immer unter www.Goeritz-Netz.de

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Meine neue romantische Geschichte „Weihnachten auf Schloss Wolfenfels“ erscheint demnächst …

Demnächst erscheint meine diesjährige Weihnachtsgeschichte …

„… Stundenlang saß Lissy jetzt schon an dem Tisch und grübelte nach. Sie stellte sich ihre ganze Verwandtschaft gerade bildlich vor. Das waren alles verstaubte und stocksteife Existenzen und sie schüttelte den Kopf in der Realisierung dessen, dass sie mal der Schwester nachgeeifert hatte.
Nie im Leben wollte sie gerade so sein, wie Franziska, aber nach Meinung der Familie hatte es die Schwester jetzt wohl geschafft und beim nächsten Besuch würde Lissy einen tiefen Knicks machen und »Königliche Hoheit« zu Franziska sagen müssen.
Wollte sie das wirklich?
Zumindest war jetzt schon mal klar, dass sie wohl unter keinerlei wie auch immer gearteten Umständen eine Einladung zur Vermählung und Krönung der Schwester erhalten würde.
Lissy setzte sich zurück und zog sich das Bild des Großvaters vom Tisch. Sie betrachtete das Foto und erschauerte dabei regelrecht. Seine Augen waren kalt!
Einzig und alleine vor ihm hatte sie Bammel!
Doch was konnte er ihr eigentlich tun? Die mehr als großzügigen Zuwendungen streichen! Ja, aber sonst?
Sie blickte sich in ihrem kleinen Reich um. Noch nie hatte sie Geldsorgen gehabt. Das Apartment hier kostete im Monat mehr, als ihre Freundin Britta im viertel Jahr verdiente!
Beim Gedanken an die Freundin fiel ihr ein, dass sie auch noch das Abendessen bei Giovanni bestellen musste.
Geschwind war die Nummer gewählt und der Auftrag abgegeben.
Auch das war etwas, was der pure Luxus war, wenn man es von Brittas Seite aus sehen würde.
Bisher hatte sie sich nie Gedanken ums Geld gemacht, diese verdammten Bilder und die Drohung des Vaters hatten da im Augenblick für ein Umdenken gesorgt.
Und wenn man es richtig nahm, so war auch gar nicht das Geld ihr größtes Problem, sondern diese verfluchten Fotos, denn die würden für immer irgendwo sein!
Das war unumkehrbar!
Erneut fiel ihr ihre Ahnherrin Giseldis ein, denn auch diese Frau hatte Schande über die Familie gebracht und es auf die einzige Art gelöst, die ihr damals möglich gewesen war.
Und sie?
Ein Sprung in die Tiefe und Ende?
Allerdings wäre das nicht die Lösung der Angelegenheit, denn die Fotografien würde es auch danach noch geben!
Und die würden auch mit sehr viel Geld nicht mehr aus der Welt geschafft werden können. Die Zeitung war ja bereits gedruckt!
Würde das mit der Zeit in Vergessenheit geraten? Das war wohl eine illusorische Vorstellung, denn das Internet vergaß nie etwas!
Lissy seufzte und zog das Handy zu sich.
Sie würde für Britta und sich noch das Hotel buchen müssen, denn auch die Freundin würde wohl kaum in diesem düsteren Kasten wohnen wollen. Sie selbst gruselte sich schon alleine beim bloßen Gedanken daran, dort zu schlafen.
Einen Anruf später war das beste Zimmer der ganzen Stadt für sie beide für den Rest des Jahres reserviert und auch schon im Voraus bezahlt. Man wusste ja nie!
Jetzt wartete sie nur noch auf Britta.
Immer wieder hob sie ihren Blick zum Fenster und irgendwann war dann der Moment erreicht, zu dem sie sich am Tage zuvor noch für die Party fertiggemacht hatte.
Fehlte ihr das jetzt schon? Ein bisschen Entzugserscheinungen hatte sie bereits, zumal die Fete sie eventuell von den unnützen Gedanken ablenken konnte.
Oder war sie die ganze Zeit schon einfach nur zu diesen Veranstaltungen gegangen, um nicht nachdenken zu müssen?
Das Schlafen, der schnelle Sex mit zufälligen Bekanntschaften und diese Feiern waren bisher ihre Lebensinhalte gewesen.
Und was kam jetzt?
Für ein paar Wochen würde sie da, nach diesen Bildern, höchstens maskiert hingehen können! Und Fasching war noch so lange hin!
Vor ihrem inneren Auge sah sie jetzt alle die flüchtigen Bekannten, die sie immerfort auf den Feiern ausgehalten hatte.
Keine und keiner davon würde sie in Schutz nehmen. Alle würden nur mit dem Finger auf sie zeigen, oder hämisch hinter ihrem Rücken über sie lachen und lästern.
Und dabei konnte es doch allen genauso passieren!
Wer wusste schon, wie vielen Frauen das täglich geschah? Tausenden? Die Dunkelziffer war sicherlich um ein Vielfaches höher, denn selbst sie hätte es ja ohne die Fotos nicht gewusst.
Erneut nahm Lissy das Telefon hoch und fragte, was es mit diesen Tropfen auf sich hatte.
Viele Frauen schilderten ähnliches und erneut lief ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Was hätte da alles geschehen können?
Falsch! Es war ihr passiert! Jemand hatte mit ihr ohne ihr Zutun und damit gegen ihren Willen Sex gehabt!
„Britta, wo bleibst du nur?“, sagte Lissy laut vor sich hin.
Jetzt konnte sie gerade die Einsamkeit ihrer Wohnung nicht mehr ertragen, aber nach draußen wollte sie auch nicht.
Und konnte nicht!
Genervt warf sie das Telefon von sich und wickelte sich in die Sofadecke. Es war wie ein kleiner Panzer um sie herum und gerade waren wieder die Anweisungen ihrer Therapeutin in ihrem Kopf.
Konnte das auch dieses Mal helfen? Zumindest würden die Übungen sie ablenken.
Atemübungen und Yoga hatte Margot ihr damals empfohlen. Und ihr auch die Telefonnummer dagelassen. Irgendwo war die Visitenkarte noch, aber konnte Lissy so einfach nach ein paar Jahren bei ihr anrufen?
Momentan warte sie, wie auf glühenden Kohlen darauf, dass doch Britta endlich wieder bei ihr wäre.
Und jetzt blickte Lissy abwechselnd zwischen dem Schränkchen mit der Karte und der Tür der Wohnung hin und her.
Draußen wurde es langsam dunkel!
Die Finsternis der Nacht senkte auch die Angst in ihr verletztes Herz.
„Britta! Ich brauche dich!“, stieß Lissy aus, als es an der Wohnungstür klingelte.
Mit einem Satz war sie vom Sofa gesprungen und rannte zur Tür. Sie warf einen Blick auf den Videomonitor und es war Britta!
Gott sei Dank! Endlich!
Gelassen öffnete sie die Wohnungstür und sagte: „Du hast dir ja ganz schön viel Zeit gelassen!“
Britta stand mit zwei riesigen Koffern vor dem Appartement.
„Wo willst du denn damit hin?“, fragte Lissy, als sie die Freundin in den Raum gelassen hatte.
Aller Zweifel war gerade fern, da sie ja momentan auch nicht mehr alleine war.
„Na zum Skilaufen! Da braucht man doch warme Sachen und auch mal was zum Wechseln!“, erklärte Britta und wickelte sich aus ihrem Anorak.
„Mir reicht da immer meine Kreditkarte. Ich habe nur einen Sportwagen! Da passt das alles doch gar nicht rein!“, versuchte sie möglichst cool zu antworten und dabei wäre sie Britta am liebsten gerade vor Erleichterung um den Hals gefallen!
Mit Brittas Ankunft waren die Zweifel fort und blieben hoffentlich auch dort, wo sie gerade waren!
„Die Zeitung habe ich weisungsgemäß verbrannt!“, erklärte Britta beim Weghängen der Jacke und gab ihr damit einen Stich ins Herz.
Die Erinnerung an diese unschönen Fotos hätte jetzt auch in der Versenkung bleiben können.
Eine Zeitung war verbrannt, aber tausende andere Exemplare gab es noch. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Weihnachten auf Schloss Wolfenfels“ mit ISBN 978-3-7568-3661-1, 260 Seiten, demnächst als Buch für 9,49 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://romantik.goeritz-netz.de/14.html

Mein Buch „Eine sächsische Revolution“

„… Stunden später waren dann alle in den Betten verschwunden. Alle bis auf Heinrich, sie und die Herrin von Maria. Heinrich hatte ja eigentlich hier kein Bett, denn als Vorarbeiter hatte er ein Zimmer in dem Haus, in dem die Ingenieure und Meister der Maschinenbaufirma Hartmann wohnten. Und hier waren alle Betten belegt. Das von Fritz sogar doppelt. Es störte sie nicht, dass sich die beiden unmittelbar hinter ihr liebten.

So saßen sie leise erzählend zu dritt im Schein von einem rußenden Licht an dem Kopfende des Tisches. Unmittelbar hinter ihr waren die beiden Mädchen eingeschlafen und sie stand auf, als der Löffel scheppernd zu Boden fiel, den Carola aus der Hand verloren hatte. Keine der beiden war davon wach geworden. Mit Heinrichs Hilfe legte sie ihre beiden Töchter in das Bett nach oben und auch dabei wachten sie nicht auf. Sie waren viel zu müde durch die Arbeit in der Tuchmanufaktur.

Als sie wieder am Tisch saß, zeigte die Herrin auf die beiden schlafenden Kinder und noch bevor sie etwas fragen konnte, erzählte Regina „Ja! Ich weiß! Sie sollten zur Schule gehen. Aber ich bin auf die Münzen angewiesen, die sie in der Tuchfabrik bekommen. Vier Groschen im Monat, aber es hilft nichts!“ „In welcher Fabrik?“, fragte die Frau nach und Regina nannte den Namen. Betreten schwieg die Frau, dann sagte sie „Die gehört meinem Vater.“ Nun sah Regina sie mit anderen, strengeren Augen an.

„Und sie bekommen wirklich nur vier Groschen?“, fragte die Frau, als ob sie es nicht besser wissen würde. „Ja! Aber zusammen. Nicht jede!“, erwiderte Regina fast trotzig. „Das ist doch aber viel zu wenig für diese schwere Arbeit“, sagte die fremde Frau und das konnte Regina nur nickend bestätigen. Dann begann sie von der Not zu erzählen, der sie hier alle ausgesetzt waren. Zum Schluss sagte sie nur noch verbittert „Und dann müssen wir uns auch noch prostituieren, damit noch eine Münze mehr rausspringt!“ „Deshalb Elfriede?“, fragte die Frau und Regina konnte nur noch zustimmen. „Deshalb ist sie das Leben und nicht der Tod. Ohne sie würden viele Frauen bei den Geburten sterben oder danach mit den vielen Kindern verhungern“, erklärte Regina verbittert.

„Gehst du auch zu ihr?“, wollte die Frau wissen und Regina konnte nur antworten, „Natürlich. Es reicht gerade mal so für die Beiden.“ Dabei zeigte sie nach oben auf das Bett. „Du bietest hier also nicht nur Bett, Unterkunft und Essen an?“, fragte nun die Frau, aber das hatte sie ihr doch schon gesagt. So konnte sie nur noch einmal nicken. „Ich muss mich auch selbst verkaufen. Es bleibt sonst nicht genug am Ende des Monats übrig.“ „Und das, was du damit verdienst, das trägst du dann zu Elfriede?“, fragte sie nach und Regina überschlug im Gedanken. Dann setzte sie hinzu „Etwa die Hälfte davon!“

„Das ist ungerecht!“, antwortet die fremde Frau. Maria stand aus dem Bett auf, zog sich ihr Unterhemd über und setzte sich zu ihnen an den Tisch. Mit nackten Beinen und einer dünnen Decke um die Schultern saß sie bei ihrer Herrin. „Kann ich einen Malzkaffee haben?“, fragte sie und sah über die Schulter zu ihrem schlafenden Freund. Regina füllte die Tassen und auch die Herrin griff nach einem der Becher. Nun herrschte betretenes Schweigen und erst sehr viel später sagte die Herrin von Maria „Ihr verkauft hier nicht nur eure Körper. Ihr verkauft auch eure Seelen!“

„Das ist das Los der Frauen!“, erklärte Maria, noch bevor Regina es sagen konnte. So blieb ihr nur übrig dem Gesagten zuzustimmen. Von draußen fiel der erste helle Schein durch die verschmierten Fenster zu ihnen herein. Im Raum wurde es langsam heller und die ersten Schläfer erwachten.

Maria legte die Decke zurück,  zog sich wieder an und Heinrich bot den beiden Frauen an, sie aus dem Viertel zu begleiten. Zur Verabschiedung gab die Herrin ihr die Hand und dann legte die Frau noch zwei silberne Taler in ihre Hand. Regina sah die großen Münzen staunend an. „Das kann ich nicht annehmen!“, sagte sie und wollte sie zurückgeben, doch die Frau zog ihre Hand zurück. „Doch, du musst es sogar!“, sagte sie und zum Dank umarmte Regina die Frau, auch wenn sie wegen der Zugehörigkeit der Frau zur Familie des Ausbeuters ihrer Kinder immer noch etwas voreingenommen ihr gegenüber war. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Eine sächsische Revolution“ mit ISBN 978-3-7528-8679-5, als Buch für 9,90 Euro und als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://buch.goeritz-netz.de/32.html

Meine Geschichte „Im Zeichen der Schlange“


Hier dazu der Klappentext:

„In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit durch Naturkatastrophen und Kriege fast vollständig ausgelöscht. Die wenigen Überlebenden sind auf ein Dasein wie zur Zeit des Mittelalters zurückgefallen und bewohnen den Kontinent Mirento, der früher einmal Europa war.
Dieser Kontinent ist in fünf Reiche aufgeteilt.
Das Gleichgewicht zwischen den Kräften hängt an einem seidenen Faden und wird immer wieder durch Überfälle der Tuck oder durch Reibereien zwischen den eigentlich befreundeten Königreichen empfindlich gestört.
Nur die Kraft der drei Schlangenhüterinnen, Königin Zondala, Barbara und der Schamanin Ursula, hält das brüchige Band aufrecht, aber wie lange noch?
In der Fortsetzung der Geschichte „Die Hüterin der Schlangen – Die Chroniken von Mirento Band 1“ liegt jetzt das Schicksal des Kontinentes und seiner Bewohner auf den Schultern von Königin Zondalas und Fürstin Sandras Töchtern. Die jungen Frauen übernehmen diese Rolle nur ungern, doch die Zukunft der ganzen Menschheit steht immer wieder auf dem Spiel.“

Leseprobe:

„… Nicht einen einzigen Moment hatte Lunara in dieser Nacht die Augen schließen können. Soeben konnte sie über sich, in der Öffnung des Rauchabzuges, den Lichtschein des neuen Tages erspähen. Die Sonne hatte die Schatten der Nacht vertrieben, aber die Dunkelheit in ihren Gedanken hatte sie damit nicht ausgelöscht.
Noch immer wusste Lunara nicht, was sie tun sollte.
Sich verweigern und sterben, oder es zulassen und leben.
Leben oder Tod, das war doch eigentlich ganz einfach.
Eigentlich!
Wenn sie wirklich mit ihrem Bruder das Lager teilte, dann konnte sie der Mutter nie wieder unter die Augen treten und wenn sie den Tod wählte, dann würde sie Sandra nicht mehr wiedersehen.
Was blieb ihr eigentlich für eine Zukunft?
Sie würde in beiden Fällen für den Rest ihres Lebens hier bleiben müssen. Und bei einer Verweigerung wäre das hier ihr letzter Tag.
„So ein Mist!“, stöhnte sie auf, erhob sich vom Bett und setzte sich zurück an das niedergebrannte Feuer.
Mit ein paar Holzscheiten entfachte sie die Flammen aus der Glut und dachte dabei an ihren Bruder.
Er war wirklich sehr schön und stattlich. Und seine Augen waren der Hammer, aber er war ihr Bruder! Wenn er das nicht gewesen wäre, dann hätte sie kein Problem damit gehabt, sich ihm freudig hinzugeben!
Konnte sie einfach die Augen schließen und nicht daran denken, dass sie schon einmal neun Monate lang nackt Haut an Haut mit ihm gelegen hatte?
Und bei diesen Überlegungen war dann auch dieses warme Gefühl in ihren Bauch als Entscheidungshilfe nicht sehr förderlich.
Wenn er hässlich gewesen wäre, oder sonst irgendwas, vielleicht gewalttätig ihr gegenüber, dann hätte sie sich selbst sagen können: Ich hatte keine Wahl!
Aber so?
Er hatte ihr ja diese Entscheidung gelassen. Warum nur?
Hätte er sie nicht einfach nur packen, auf das Lager werfen und zustoßen können?
Lunara blickte sich um und ihr Haar fiel ihr in die Stirn. Dodarus hatte es ihr am Abend gelöst und jetzt suchte sie einen Kamm, um diese lange Mähne wieder zu bändigen.
Die junge Frau vom Abend zuvor trat in das Zelt und brachte eine Schüssel.
„Kannst du mir bitte einen Kamm bringen?“, bat sie die Frau und nahm ihr das Frühmahl aus der Hand.
Die Frau griff in einen Beutel an ihrem Gürtel und zog einen geschnitzten Holzkamm hervor, der wirklich wunderschön aussah.
„Soll ich dir helfen?“, fragte sie mit einer melodischen Stimme.
Lunara hatte schon geglaubt, dass die andere Frau nicht sprechen konnte, doch jetzt antwortete sie ihr: „Das wäre nett von dir!“
In Gedanken versunken aß sie das Mahl, während die andere Frau ihr wortlos das Haar kämmte.
Gerade hätte sie etwas fragen oder erzählen können, doch Lunaras Gedanken hingen bei dieser einen Entscheidung fest. Und sie kam davon nicht los! Die Frau würde ihr da sicher auch nicht helfen können, denn sie war ja nicht in dieser verzwickten Lage!
„Du blöder Kopf! Lass los!“, stöhnte sie.
Die andere Frau fragte: „Was bedrückt dich? Dass du da auf den Berg musst?“
„Ja und nein! Es ist mein Gewissen, dass mich plagt!“, entgegnete Lunara seufzend.
„Wenn man jeden Tag ums Überleben kämpfen muss, dann kann man sich kein Gewissen leisten!“, antwortete die Frau leise und trat vor sie hin.
„Und ich habe momentan das Problem, dass ich, wenn ich meinem Gewissen folge, heute sterben werde“, erklärte Lunara.
„Willst du denn nicht leben? Warum wirfst du dein Leben fort? Wegen deines Gewissens?“, fragte die Frau und schüttelte missbilligend den Kopf.
Es war wohl irgendwie schwierig ihr diese Situation zu erklären und eine Antwort von ihr zu erhalten. Oder hatte ihr die Frau gerade schon diese gegeben?
„Wie ist dein Name?“
„Sejla“
„Ich danke dir, Sejla. Du hast mir gerade sehr geholfen!“, antwortete Lunara.
„Wenn du dich für das Leben entscheidest, so bin ich für die nächste Zeit deine Gehilfin“, setzte Sejla hinzu und zeigte auf den Rock, den sie am Vorabend auf das Bett gelegt hatte.
Diese stumme Geste bedeutete wohl so etwas wie: „Es ist an der Zeit!“
Lunara nickte und erhob sich.
„Dein Halsband, welche Bedeutung hat es?“, fragte sie über die Schulter.
Sejla antwortete: „Es kennzeichnet mich als Eigentum des Kahns. Du wirst ein ebensolches erhalten, wenn er dich holen kommt! Nur mit diesem Zeichen kannst du dich unbehelligt im Lager bewegen!“
Noch mehr sonderbare Sitten!
Offensichtlich war, wenn sie Sejlas Worte richtig gedeutet hatte, jede Frau ohne Halsband Freiwild für die Männer. Das sagte wohl mehr über den Zusammenhalt innerhalb des Stammes aus, als alle Gelehrten von Mirento hätten wissen können.
Mit einer Verbeugung ging Sejla aus dem Zelt und ließ sie erneut sprachlos zurück.
Lunara legte die Decke ab, nahm das Kleidungsstück und hielt es sich an. Ein ganz normaler knielanger Rock in einer bunten Farbe. Blumen und Vögel waren darauf abgebildet. Er war wirklich sehr schön, aber das würde ihr einziges Kleidungsstück sein.
Auch Sejla trug nur einen solchen Rock. Das entsprach wohl damit auch ihrer Schilderung. Rock und Halsband würden von jetzt an genügen.
Gewöhnungsbedürftig!
Bisher hatten die Männer in Wiesenland die Frauen immer mit Respekt behandelt. Sie waren Gefährtinnen, Freundinnen, Geliebte und Kameradinnen.
Und bei den Tuck? Entweder Gegenstand oder laufender Schoß!
Lunara schnaubte und zog sich den Rock an. Sie würde den Kopf abschalten und dem Herzen folgen.
Dodarus betrat das Zelt und er hatte das erwartete rote Band dabei, welches er ihr sofort um den Hals legte.
„Wie ist deine Wahl ausgefallen?“, fragte er, offensichtlich wollte er schon jetzt ihre Antwort haben, obwohl sie ja noch viel Zeit haben würde, um sie ihm zu geben.
War er genauso, wie die Männer seines Stammes? Oder hatte das Blut der Mutter in ihm für etwas Mäßigung gesorgt?
Die Rücksicht und Anteilnahme des Vorabends ließ sie darauf hoffen.
„Ich möchte leben und dir einen Sohn schenken!“, erklärte sie und ging auf ihn zu.
Lunara erspähte für einen Wimpernschlag das freudige Blitzen in seinen Augen, dann trat er zur Seite, zog die Plane zurück und gab ihr den Weg nach draußen frei.
Dutzende Menschen standen dort vor dem Zelt und bildeten eine Gasse, durch die sie schreiten sollte. Am anderen Ende stand ein Mann mit einem weißen Bart und einer Mütze, an deren beiden Seiten die Hörner einer Kuh befestigt waren.
Vermutlich war dies der Schamane.
An der Seite ihres Bruders ging sie zu dem Mann und verbeugte sich vor ihm, wie es Dodarus ebenfalls tat.
Dodarus nahm sie auf die Arme, der Schamane verband ihr die Augen und sie hörte den Jubel der Menschen rings um sie herum.
Jetzt würde sie dem Weg ihres Herzens folgen müssen, aber ein bisschen mulmig war ihr schon dabei. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Im Zeichen der Schlange“ auf 432 Seiten. Mit ISBN: 978-3-7562-1221-7, als Buch für 12,90  Euro und auch als eBook für 3,49 Euro

Alle Informationen immer unter: http://fantasy.goeritz-netz.de/9.html

Mein Buch „Im Feuersturm“, die Geschichte der Grete Minde aus Tangermünde

„… Offensichtlich blieb der Mann im Winter immer in der Nähe der Stadt. Im Sommer war er oft tagelang verschwunden gewesen. Wohin wusste keiner. Vielleicht nur Martin. Mit ihm zog der Soldat immer herum, obwohl die beiden mehr als ein paar Jahre trennten. Konnte es also nicht endlich Frühling werden? Dann würde er sicher wieder verschwinden und mit ihm Minnas Angst. Aber es war noch so lange hin! So viel Zeit zur Furcht im Dunklen. Dabei gingen ihre Gedanken auch immer wieder zu Grete. Was würde wohl werden, wenn sie das Erbe erhielt? Was, wenn nicht? Nicht mal in ihren Albträumen wollte sie mit diesem Manne zusammen sein. Und Grete würde das dann jeden Tag vor sich haben! Immer wieder fragte sich Minna, ob sie die Freundin vor dem Mann warnen sollte. War es nicht ihre Pflicht als Freundin der anderen Freundin gegenüber?

Es war später Nachmittag und vor der Hüttentür war es schon dunkel, als ein dringendes Bedürfnis Minna nach draußen zur Latrine zog, die sich hinter den Hütten befand. Dabei würde sie auch an der Hütte vorbei müssen, in welcher der Soldat wohnte und es duldete keinen Aufschub. Wenn irgend möglich hätte sie nun auf Jacob gewartet, aber so lange würde sie es wohl nicht mehr aushalten. Für einen Moment dachte sie noch daran, sich vielleicht in den Eimer zu erleichtern, doch dann faste sie Mut und schob die Tür auf. Bis zu dem Balken waren es ja nur ein paar Schritte und dorthin ging fast jeder aus der kleinen Gruppe der Hütten. Was konnte ihr auf diesen dreißig Schritten schon schlimmes passieren?

Sie kam nun fünfzehn! Direkt an der Ecke zur Nachbarhütte blieb sie stehen, weil sie einen Schatten gesehen hatte. Dann hörte sie ein Tuscheln. Zwei Männer mussten auf der anderen Seite stehen und unterhielten sich leise. Minna hörte zu, obwohl sie das nicht wollte. Schon einmal war sie ja gewarnt worden, als der Herr sie für ihr Lauschen die Treppe hinab geworfen hatte. Doch etwas zwang sie, dort stehenzubleiben. Das leise Gespräch ging darum, dass ein Kaufmann sehr viel Geld haben sollte. Und natürlich ging es auch darum, dieses Geld „umzuverteilen“, wie einer der beiden Männer wispernd sagte. Minna war klar, dass hier gerade ein Raub besprochen wurde, denn freiwillig würde ja niemand sein Geld herausgeben. Nun wollte sie nur noch zurück, der Eimer in der Hütte war jetzt die sicherere Wahl.

Im Umdrehen stieß sie allerdings gegen die Hüttenwand. Das Geräusch war viel zu laut! Erschrocken sah sie über die Schulter zurück und blickte in die eiskalten Augen des Landsknechtes. Der Mann hatte die geistige Büchse schon auf sie abgefeuert! Dieser Blick hätte einen Panzer durchdringen können! Mit schnellen Schritten rannte Minna, trotz des sie behindernden Kleides, zur Hütte zurück, doch der Mann holte sie an der Hüttentür ein und schleuderte sie durch die sich öffnende Tür in den Raum hinein. Minna prallte gegen den Tisch und schon legte sich eine große Hand von hinten über ihren Mund. „Von all dem wirst du niemanden etwas verraten!“, wisperte die Stimme dicht bei ihrem Ohr. Minna nickte und der Mann flüsterte weiter „Ich werde immer in deiner Nähe sein und du wirst sterben, wenn auch nur ein Wort darüber deinen Mund verlässt!“ erneut nickte sie.

….

Als dann der Hochsommer über das Land kam, war in den Dörfern keine helfende Hand mehr nötig. Daher begannen sie in der Gegend zwischen Gardelegen und Salzwedel umherzustreifen und in den Städten Handel zu treiben oder beim Markttag für ein paar Kupfermünzen zu helfen. Das Helfen blieb dabei an Grete hängen, Antonius „half“ meist nur dem Wirt ein paar Becher zu leeren und gab die von Grete sauer verdienten Münzen für sich aus. Doch jeder Widerspruch von ihr wurde nur mit Schlägen vergolten. Wenn man es so wollte, so war ihr Leben nun ziemlich armselig geworden.

Kein Dach über Kopf und ein schreiendes Kind vor der Brust. Der tägliche Hunger sorgte auch noch dafür, dass sie kaum Milch für das Kind hatte und damit auf Milch von den Bauern angewiesen war. Allerdings vertrank Tonnis auch weiterhin die meisten Münzen! Grete war damit auf Betteln angewiesen und auf mildtätige Spenden der Standbetreiber auf den Märkten. Aber Bettler waren da eben nicht so gern gesehen. Manchmal wurde sie auch mit Schlägen oder Tritten davon gejagt.

Es waren zwei Tagesmärsche und nur die Aussicht auf guten Wein brachte den Mann dazu, mit ihr zu ziehen. Aber hatte sie sich zu viel zugetraut? Die Entkräftung hatte ihr schon sehr zugesetzt und trotz des guten Wetters hustete sie ständig. Ihr Kopf fühlte sich heiß an und von Zeit zu Zeit war ihr schwindelig. Doch das brachte den Mann natürlich nicht dazu, langsamer zu gehen, oder gar auf sie Rücksicht zu nehmen. In ihrem Zustand würde sie wohl eher vier Tage brauchen, für das Stück des Weges, wenn sie überhaupt in die Stadt kommen würde. Nur die Aussicht darauf, sich mal endlich wieder so richtig satt essen zu können, hielt die Frau noch auf den Beinen und zog sie vorwärts.

Mit einem Stoß in den Rücken schob der breitschultrige Mann sie ziemlich unsanft in den Saal, in welchem der Rat schon versammelt war. Würde sie nun endlich erfahren, was man ihr zur Last legte? Dann stand der Bürgermeister aus seinem Sessel auf und begann „Wir haben am Montag, dem 21. Januar, deinen Mann durch den Scharfrichter Winsel befragen lassen, weshalb er sich, als der Stadt verwiesener Räuber und Dieb, innerhalb der Mauern unserer Stadt aufhält.“

In Gretes Ohren hallten die Worte „Räuber und Dieb“ wieder. Was war hier los? Was hatte sie getan und warum hatte ihr Tonnis nichts davon gesagt? Der Bürgermeister machte eine größere Pause, dann setzte er fort „Bei der peinlichen Befragung durch den Scharfrichter hat er seine Räubereien gestanden. Mehr noch! Er hat uns berichtet, dass du ihn nur geheiratet hast, damit er deine Rache wegen der vorenthaltenen Erbschaft am Rat vollstrecken sollte.“ Ungläubig hörte sie zu und war zu keiner Regung fähig. Wie von fern hörte sie die Worte des Mannes.

„Dein Mann hat uns euren Plan bis ins kleinste Detail beschrieben. Wie du mit ihm und euren Kumpanen das Feuer gelegt hast. Wie er uns mit dem Schwert töten sollte, nachdem du uns arglistig getäuscht hast. Hätte die andere Frau ihn nicht auf der Treppe erkannt, so hätte er uns alle getötet!“. Ein Murren der anderen Ratsmitglieder gab ihr einen Moment der Ruhe, um die gesagten Worte zu verstehen „Aber ich war doch krank. Ich lag zur Zeit des Brandes in Apenburg auf dem Krankenlager. Da können die hohen Herren den Viehtreiber Hans fragen, der mich dort betreut hat. Ich bin unschuldig!“, stieß sie hervor, doch der Bürgermeister schnitt ihr das Wort ab.

„Er hat uns den Brand und den Mordversuch in allen Einzelheiten geschildert. Auch eure Kumpane hat er benannt. Die Brüder Horneburg, Hans Hännekemacher und Martin Emmert waren deine Helfershelfer. Gestehe endlich deine Schuld ein!“, fuhr er sie an, doch wiederum beteuerte Grete ihre Unschuld. Allerdings hatte der Bürgermeister alles gesagt, was er ihr sagen wollte. Er schnitt ihr einfach das Wort ab, setzte sich und auf ein Handzeichen von ihm zerrte der Posten die Frau einfach hinter sich her aus dem Raum. Fast wäre sie die Treppe hinuntergefallen und wenig später saß sie im Keller in ihrer Zelle. Die Ketten waren immer noch an Handgelenken und Knöcheln geschlossen. Sie war unschuldig und doch verloren. Grete hatte den Blick der Männer gesehen, da würde sie nur mit viel Glück lebend davonkommen. …“

… Weiter lesen in meinem Buch „Im Feuersturm – Grete Minde“ mit ISBN 978-3-7481-2078-0, als Buch für 9,90 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://buch.goeritz-netz.de/25.html

Mein Buch „Ein besonderes Praktikum“

„… Der Tag war perfekt gelaufen. Besser hätte es für den Anfang gar nicht gehen können. Er saß neben Birgit im Auto und gerade waren sie auf dem Parkplatz des Hotels angekommen. „Ich habe es vermasselt“, schluchzte die Frau neben ihm und er überlegte, ob sie wohl irgendwo anders gewesen war, als er. Robby nahm die Hände vom Lenkrad und wischte ihr eine Träne von der Wange. „Nein! Alles lief sehr gut“, versuchte er sie zu trösten. „Aber alle waren gegen mich“, sagte sie weiter und schnaubte in ein Taschentuch.

„Hallo Birgit! Das ist normal! Das ist der Vorstand. Alles, was nicht von denen kommt, ist denen erst mal suspekt“, erklärte er ihr und sie sah ihn mit verheulten Augen an. „Wirklich? Und das nennst du gut gelaufen?“, fragte sie und schluckte ein paar Tränen hörbar herunter.

„Ich war schon oft hier bei diesen Männern und Frauen. Wenn da keiner am ersten Tag sagt: ‚Raus hier‘, dann ist alles gut“, setzte er fort und reichte ihr ein sauberes Taschentuch. Birgit hielt ihren Kopf schief, wischte sich die Tränen ab und dabei verlief ihr Mascara. Es lag so etwas Schutzbedürftiges in ihrem Blick, darum nahm er sie in den Arm.

Für einen Moment hielt er sie so. „Morgen kommen die Einzelgespräche. Die Männer sind schon völlig begeistert. Das eingesparte Geld hat sie überzeugt“, erklärte er danach weiter und setzte leise hinzu, „Frau Palhuber wird da morgen eine schwierigere Nuss für dich werden.“ Birgit zuckte zurück und schaute ihn an. „Na du hast ja ein Talent mich zu trösten“, sagte sie schniefend.

„Sie ist deine wirkliche Chefin. Sie leitet das Rechnungswesen der ganzen Firma und ich habe schon ein paar Kämpfe mit ihr ausgefochten“, sagte er. „Wer war sie?“ „Die junge Frau mit den kurzen, schwarzen Haaren. Du erinnerst dich?“, fragte er und sie nickte. „Die hat doch aber gar nichts gesagt“, entgegnete Birgit und nun musste er schmunzeln. „Eben darum“, entgegnete er und stieg aus.

Robby ging um das Auto herum und öffnete die Beifahrertür, damit sie aussteigen konnte. Verängstigt blickte sie ihn von unten aus an und er kniete sich vor sie hin. Da war wohl eine Erklärung fällig. „Sie ist nur zwei Jahre älter als ich, aber schon ganz oben angekommen. Jedes Projekt, welches nicht von ihr kommt, muss erst mal durch ihre Prüfung. Sie wird jedes Komma mit dir ausdiskutieren. Aber ich bin sicher, dass du das kannst“, erklärte er ihr.

„Bist du dann auch dabei?“ „Ich glaube nicht. Es ist dein Projekt und sie wird es von dir erklärt haben wollen.“ Birgit senkte den Kopf und die Tränen begannen wieder zu laufen.

Robby legte seine Finger unter ihr Kinn, hob ihren Kopf und wischte ihr die restlichen Tränen ab. „Ich sehe schon. Wir müssen da an deinem Selbstvertrauen arbeiten. Du bist gut und dein Plan ist brillant!“, schloss er seine Rede ab, hielt ihr die Hand hin und half ihr aus dem Auto.

„Ich kann so unmöglich in das Hotel gehen. Die Wimperntusche ist verlaufen und ich sehe total verheult aus“, sagte Birgit, als sie sich im Autospiegel ansah. „Du siehst wundervoll aus“, entgegnete Robby. „Ach. Du willst mich doch bloß in dein Bett kriegen“, erklärte die Frau und er musste schmunzeln. „Das auch, aber du bist wirklich natürlich am schönsten“, erklärte Robby und zog ein neues Tempotaschentuch aus der Aktentasche.

Vor dem Seitenspiegel des Autos wischte sich Birgit die Augen sauber und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie zu ihm aufsah. „Na bitte“, rief Robby und setzte fort, „Das ist die Frau, die ich mag!“ …“

Weiter lesen in meinem Buch „Ein besonderes Praktikum“ mit ISBN 978-3-7528-4866-3, als Buch für 8,49 Euro und als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://romantik.goeritz-netz.de/15.html

Meine romantische Erzählung „Eine Nixe zum Abendessen“

„… Die Küsse mit Ariana waren schön gewesen. Völlig unbekümmert hatte sie nackt vor ihm gestanden und gerade schlenderte Richard durch die Nacht zurück zu seinem Haus. Wenn es diese komische Regel mit dem dritten Date nicht gegeben hätte, er hätte Ariana auch bereits an diesem Abend auf die Bank niederdrücken können.
Aber er wollte sich diese Gelegenheit nicht durch eine zu vorschnelle Reaktion seinerseits verderben. Daher kam auch sein schneller Aufbruch, bevor er das nicht mehr verhindern konnte.
Und die Vorfreude darauf, was kommen würde, die war einfach viel zu schön.
Bereits am Abend zuvor war sie nackt neben ihm hergeschwommen, aber in der nur durch den Mond erhellten Nacht hatte er ihren Körper nur undeutlich sehen können. Doch das, was er gesehen und gespürt hatte, das war vielversprechend.
Jetzt freute er sich auf das Wiedersehen und schlenderte zurück, denn Richard hatte es nicht eilig. Wie fast jeden Abend seit Jahren kümmerte sich seine Schwester um Naomi.
Selbst ohne den Ausflug zum Teich wäre er erst weit nach dem Beginn der Schlafenszeit der Tochter in seinem Haus gewesen.
Er wusste nicht, was er all die Jahre ohne Simone hätte machen sollen. Jetzt grübelte er, ob vielleicht mit Ariana eine neue Frau in sein Leben trat und er damit der Schwester etwas mehr Freiraum und eigenes Leben zugestehen konnte.
War diese Idee nach nur zwei Abenden schon zu verwegen?
Nach fünf Jahren des Wartens eher nicht, aber war Ariana die Richtige? Was wusste er eigentlich von ihr? Den Vornamen und dass sie anscheinend oft in der Nacht am Teich war.
Reichte das aus, um Zukunftspläne zu machen? Oder war sie einfach nur ein Weckruf an ihn, dass die Zeit für einen Neuanfang reif war?
Er steckte die Hände in die Hosentaschen und erwischte dabei die Packung Kondome, die ihm der Freund gegeben hatte. Kurz hielt Richard inne, wandte sich zurück und blickte in die Finsternis.
Sollte er zurückgehen?
Er zog die Schachtel aus der Tasche und drehte sie in den Fingern.
„Du weißt doch noch, wie es geht. Oder?“, hatte ihn der Freund gefragt. Das vergaß man wohl kaum, aber in seinem Leben hatte er diese Gummidinger nicht so oft gebraucht.
Hätte er sie nur damals benutzt, bevor Eva zum zweiten Mal schwanger geworden war, dann wäre seine Frau vielleicht jetzt noch am Leben. Oder waren das einfach nur müßige Gedanken?
Jahrelang hatte er sich die Schuld am Tode der geliebten Frau gegeben und was war jetzt? Niemand hatte die Schuld!
Richard schob die Schachtel zurück.
Diese Drei-Date-Regel war der reinste Blödsinn!
Ariana war ihm nackt so nah gewesen, dass da ohne Probleme etwas hätte laufen können. Jetzt war sie allerdings sicherlich nicht mehr dort.
Spazierend setzte Richard seinen Weg fort.
Es war nach zwei Uhr in der Früh, als er die Wohnung wieder betrat. Früher waren sie oft um diese Zeit noch unterwegs gewesen. Einst, mehr als fünf Jahre zurück. Auch damals hatte Simone gelegentlich auf Naomi aufgepasst.
Richard schlich ohne Schuhe die Treppe hinauf, betrat leise das Kinderzimmer und sah, wie sich Tochter und Schwester im Schlafe aneinander gekuschelt hatten.
Simone hatte eines von Naomis Lieblingsbüchern noch in der Hand und Richard zog es ihr vorsichtig fort. Und obwohl es eine warme Nacht war, deckte er die beiden sorgsam zu.
Schweigend sah er in ihre Gesichter und erkannte Evas Züge im Antlitz der Tochter. Die Frau würde für immer bei ihm sein. In seinem Herzen und auch durch die Tochter, aber es wurde Zeit für Simone, damit diese nicht ihr ganzes Leben für ihn opferte.
Genauso leise, wie er gekommen war, schlich er wieder nach unten, ging unter die Dusche und danach in sein Bett.
Doch der Schlaf kam nicht. Zu viele Erinnerungen waren da in seinen Gedanken. Das Märchen, das er Ariana erzählt hatte, war wieder in seinem Kopf. Der Kuss in dieser Erzählung hatte den Frosch in einen Prinzen verwandelt. Arianas Kuss am vergangenen Abend hatte den Kummer in ihm besiegt.
Richard war für sie bereit! Lächelnd schlief er ein und im folgenden Traum war er ihr wieder nah.
Aus einer ziemlich kurzen Nacht weckte die Schwester ihn wieder auf, als diese das Zimmer betrat und ihn an der Schulter berührte. Das war so ihr tägliches Ritual zur Schichtübergabe.
Simone würde zu ihrer Wohnung und danach auf ihre Arbeit fahren und er musste sich damit wieder um Naomi kümmern.
Der Tag nahm seinen gewohnten Lauf, dem er schon seit so vielen Jahren folgte.
Konnte durch Ariana daran etwas geändert werden?
Eigentlich war das schon geschehen, denn bei der Arbeit des Morgens waren seine Gedanken ständig bei der Frau vom Teich.
Selbst Naomi bemerkte dies und fragte ihn, warum er ihr Kaffee in die Tasse gefüllt hatte, statt des gewohnten Kakao.
Allerdings konnte er die Tochter vorerst noch nicht in seine Überlegungen einbeziehen. Zu vage waren die Planungen, als dass er Naomi damit verwirren sollte.
Zumal er auch nicht wissen konnte, ob es wirklich Ariana sein würde, die hier einen Platz in seiner Wohnung bekam.
In seinem Herzen hatte sie freilich schon einen errungen, wie er jetzt gerade erneut feststellte. Den würde sie auch weiterhin haben, als die Frau, die die Trauer von ihm genommen hatte.
Nachdem Naomi auf dem Weg zur Schule war, setzte sich Richard an den Frühstückstisch und schaute zum Fenster hinaus.
Irgendwo in dieser Richtung befand sich der kleine Teich. Sollte er zum Tagesbeginn dort noch eine Runde schwimmen gehen?
Es waren noch mindestens zwei Stunden, bevor er wieder in seinem Restaurant sein musste.
Die Aussicht darauf, eventuell Ariana dort zu treffen, zog ihn aus dem Stuhl.
Joggen und schwimmen, das wäre doch eine gute Idee! Wann hatte er das letzte Mal Sport gemacht? Egal.
Er zog sich um und lief los.
Natürlich war niemand auf der Bank am Teich, aber das tat der Sache keinen Abbruch.
Der Morgen war angenehm und die Sonne noch nicht so heiß.
Drei Runden drehte er um das kleine Gewässer und es lief sich gut auf dem Waldboden.
Drei Runden für drei Dates?
Die Vorfreude auf den Abend beflügelte ihn.
Danach schwamm er noch einmal quer durch den Waldteich, wie er es zusammen mit ihr in der Nacht getan hatte.
Am Tage konnte man das andere Ufer erkennen und der Teich war damit gar nicht mehr so groß. In der Nacht war es ihm wie ein Ozean vorgekommen. Wie hatte Felix zu Ariana gesagt? „Bademaus!“
Still lächelte Richard, als er wieder an Land kletterte.
Auf der Bank lagen seine Sachen. Auf der Bank, auf der er am Abend mit Ariana gesessen hatte. Und die ihn am Abend wieder hier erwarten würde. Eine sichere Bank! …“

Weiter lesen in meinem Buch „Eine Nixe zum Abendessen“ mit ISBN 978-3-7557-1044-8, als Buch für 9,49 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://romantik.goeritz-netz.de/23.html

Mein Buch „Eine sächsische Revolution“

„… Stunden später waren dann alle in den Betten verschwunden. Alle bis auf Heinrich, sie und die Herrin von Maria. Heinrich hatte ja eigentlich hier kein Bett, denn als Vorarbeiter hatte er ein Zimmer in dem Haus, in dem die Ingenieure und Meister der Maschinenbaufirma Hartmann wohnten. Und hier waren alle Betten belegt. Das von Fritz sogar doppelt. Es störte sie nicht, dass sich die beiden unmittelbar hinter ihr liebten.

So saßen sie leise erzählend zu dritt im Schein von einem rußenden Licht an dem Kopfende des Tisches. Unmittelbar hinter ihr waren die beiden Mädchen eingeschlafen und sie stand auf, als der Löffel scheppernd zu Boden fiel, den Carola aus der Hand verloren hatte. Keine der beiden war davon wach geworden. Mit Heinrichs Hilfe legte sie ihre beiden Töchter in das Bett nach oben und auch dabei wachten sie nicht auf. Sie waren viel zu müde durch die Arbeit in der Tuchmanufaktur.

Als sie wieder am Tisch saß, zeigte die Herrin auf die beiden schlafenden Kinder und noch bevor sie etwas fragen konnte, erzählte Regina „Ja! Ich weiß! Sie sollten zur Schule gehen. Aber ich bin auf die Münzen angewiesen, die sie in der Tuchfabrik bekommen. Vier Groschen im Monat, aber es hilft nichts!“ „In welcher Fabrik?“, fragte die Frau nach und Regina nannte den Namen. Betreten schwieg die Frau, dann sagte sie „Die gehört meinem Vater.“ Nun sah Regina sie mit anderen, strengeren Augen an.

„Und sie bekommen wirklich nur vier Groschen?“, fragte die Frau, als ob sie es nicht besser wissen würde. „Ja! Aber zusammen. Nicht jede!“, erwiderte Regina fast trotzig. „Das ist doch aber viel zu wenig für diese schwere Arbeit“, sagte die fremde Frau und das konnte Regina nur nickend bestätigen. Dann begann sie von der Not zu erzählen, der sie hier alle ausgesetzt waren. Zum Schluss sagte sie nur noch verbittert „Und dann müssen wir uns auch noch prostituieren, damit noch eine Münze mehr rausspringt!“ „Deshalb Elfriede?“, fragte die Frau und Regina konnte nur noch zustimmen. „Deshalb ist sie das Leben und nicht der Tod. Ohne sie würden viele Frauen bei den Geburten sterben oder danach mit den vielen Kindern verhungern“, erklärte Regina verbittert.

„Gehst du auch zu ihr?“, wollte die Frau wissen und Regina konnte nur antworten, „Natürlich. Es reicht gerade mal so für die Beiden.“ Dabei zeigte sie nach oben auf das Bett. „Du bietest hier also nicht nur Bett, Unterkunft und Essen an?“, fragte nun die Frau, aber das hatte sie ihr doch schon gesagt. So konnte sie nur noch einmal nicken. „Ich muss mich auch selbst verkaufen. Es bleibt sonst nicht genug am Ende des Monats übrig.“ „Und das, was du damit verdienst, das trägst du dann zu Elfriede?“, fragte sie nach und Regina überschlug im Gedanken. Dann setzte sie hinzu „Etwa die Hälfte davon!“

„Das ist ungerecht!“, antwortet die fremde Frau. Maria stand aus dem Bett auf, zog sich ihr Unterhemd über und setzte sich zu ihnen an den Tisch. Mit nackten Beinen und einer dünnen Decke um die Schultern saß sie bei ihrer Herrin. „Kann ich einen Malzkaffee haben?“, fragte sie und sah über die Schulter zu ihrem schlafenden Freund. Regina füllte die Tassen und auch die Herrin griff nach einem der Becher. Nun herrschte betretenes Schweigen und erst sehr viel später sagte die Herrin von Maria „Ihr verkauft hier nicht nur eure Körper. Ihr verkauft auch eure Seelen!“

„Das ist das Los der Frauen!“, erklärte Maria, noch bevor Regina es sagen konnte. So blieb ihr nur übrig dem Gesagten zuzustimmen. Von draußen fiel der erste helle Schein durch die verschmierten Fenster zu ihnen herein. Im Raum wurde es langsam heller und die ersten Schläfer erwachten.

Maria legte die Decke zurück,  zog sich wieder an und Heinrich bot den beiden Frauen an, sie aus dem Viertel zu begleiten. Zur Verabschiedung gab die Herrin ihr die Hand und dann legte die Frau noch zwei silberne Taler in ihre Hand. Regina sah die großen Münzen staunend an. „Das kann ich nicht annehmen!“, sagte sie und wollte sie zurückgeben, doch die Frau zog ihre Hand zurück. „Doch, du musst es sogar!“, sagte sie und zum Dank umarmte Regina die Frau, auch wenn sie wegen der Zugehörigkeit der Frau zur Familie des Ausbeuters ihrer Kinder immer noch etwas voreingenommen ihr gegenüber war. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Eine sächsische Revolution“ mit ISBN 978-3-7528-8679-5, als Buch für 9,90 Euro und als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://buch.goeritz-netz.de/32.html

Mein Buch „Aurelia – In himmlischer Mission“

„… Da sie sich, trotz mühsamer Übungen, immer noch nicht wieder unsichtbar machen konnte, musste sie beim Schießen einen größeren Abstand halten und brauchte auch noch ein Versteck dazu. Und da bot sich der Stall förmlich an. Wenn Alois drin stand, dann konnte er sie nicht sehen und ein kleines Gebüsch, direkt vor dem Stall, bot ihr Deckung.

Der Bogen und die Pfeile waren schon dort versteckt und Aurelia lauerte nur noch auf den Moment, wenn Alois in den Stall ging, um die Kühe zu melken oder irgendetwas anders darin zu machen, wobei er dann aber mit dem Rücken zu ihr stehen musste, denn schließlich konnte sie sich ja nicht vor ihn stellen und auf ihn schießen.

Denn selbst wenn der Pfeil unsichtbar war, so würde der Mann sicher stutzig werden, wenn sie den Bogen spannte und sich zwanzig Stritte vor ihn so hinstellte. Zuerst erschien aber Lisa bei ihr, mit einem kalten Getränk und einem feuchten Lappen für das Knie.

Aurelia nickte ihr zu, ließ aber die Tür des Stalles dabei nicht aus den Augen.

Es dauerte ungewöhnlich lange, bevor Alois das Haus verließ und danach wuselte er auch noch völlig sinnlos im Garten umher. Dann grub er noch hinter dem Schuppen ein Zwiebelbeet um und hielt anschließend einen kurzen Schwatz mit Anton, der das Heu auf der Wiese wendete. Aurelia verdrehte schon die Augen. „Die Kühe!“, wollte sie dem Mann zubrüllen, doch sie musste sich in Ruhe fassen. Ein Bauer, der nicht in den Stall ging. Wo kam man denn da hin!

Endlich öffnete er die Stalltür und Aurelia erhob sich von der Liege. Humpelnd war sie beim Gebüsch, als Alois mit der Mistgabel in den Stall gegangen war. Die große Stalltür stand weit offen und der Mann bot solch ein fantastisches Ziel.

Aus zwanzig Metern Entfernung legte Aurelia mit dem Bogen auf ihn an. Wie eine Säule stand der Mann, mit dem Rücken breit zu ihr. Der Schuss musste einfach sitzen, aber als Aurelia den Pfeil losließ, da bückte der Mann sich und das Geschoss traf den schwarzen Kater, der auf der Stange im Stall gesessen hatte.

„Verdammt!“, entfuhr es Aurelia, während der Kater an ihr vorbei lief und das Weite suchte. „Neuer Pfeil, neues Glück!“, murmelte Aurelia, während sie sich bückte und einen zweiten Pfeil aus dem Köcher zog. Nun bewegte sich der Mann aber so schnell, dass sie gar keine Chance zum Schuss mehr hatte.

Endlich hielt er inne und stand wieder für sie bereit. Der zweite Pfeil war sofort auf dem Weg, traf die Mistgabel, prallte davon ab und traf den Eber, der dösend in seinem Schweinestall gelegen hatte. Das nun folgende Geräusch zeugte davon, dass die Sau gerade die glücklichsten Momente ihres Lebens mit dem erwachten Eber verbrachte.

„Das darf doch wohl nicht wahr sein!“ Aurelia stöhnte auf und schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Nächster Versuch!“ Seufzend zog Aurelia den dritten Pfeil aus dem versteckten Köcher im Gebüsch.

„Ich hoffe, Max beobachtet mich nicht gerade bei diesen nutzlosen Versuchen“, dachte sie. Langsam zog sie sich die Bogensehne an die Nase und zielte sorgsam auf den Bauern. Dieser Schuss musste nun aber sitzen!

Die Pfeilspitze folgte unaufhörlich dem sich bewegenden Mann. Am Tage zuvor war der nie so schnell gewesen. Vermutlich musste er nun seine vertrödelte Zeit wieder aufholen.

Immer wenn sie dachte, der richtige Moment zum Loslassen wäre gekommen, da drehte sich Alois wieder zur Seite. Zum Glück wendete er sich nicht zu ihr um, sonst wäre es vorbei gewesen. „Ich kann hier nicht ewig so stehen bleiben! Wenn mich da jemand sieht!“, sauste es durch ihren Kopf.

Bisher hatte sie immer nur aus einer Entfernung von maximal drei Metern geschossen. Das war ja auch kein Problem, wenn man unsichtbar war. Aber so ging das nicht. Vielleicht wäre ein Bogenkurs richtiger gewesen, als hier die Sau zu beglücken. Oder den Kater auf die gesamte Katzenmeute des Dorfes loszulassen.

Immer noch zielte sie auf den Mann und langsam verkrampften sich ihre Finger. Die Kraft des Bogens ließ ihre Hand zittern und das würde es nicht besser machen. Noch immer schnaufte der Eber glücklich und die Sau grunzte zufrieden. Wenigstens war dieser Schuss nicht vergebens gewesen.

Von ihr nicht beeinflussbar gaben ihre Finger das Geschoss frei. Alois bückte sich erneut und der Pfeil traf die vor ihm stehende Schubkarre. Mit einem summenden Geräusch prallte er ab, kam zurück und sauste nur fingerbreit neben Aurelias Ohr vorbei. Erschrocken fuhr sie herum und sah, wie der Pfeil in Antons verlängerten Rücken einschlug. Mit einem Schmerzensschrei kippte der Mann nach vorne um und fiel der Länge nach auf die Wiese in das Heu. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Aurelia – In himmlischer Mission“ mit ISBN 978-3-7519-1416-1, als Buch für 8,49 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://romantik.goeritz-netz.de/16.html

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