Mein Buch „Nur ein Hexenleben …“ ist nun auch als e-Book erschienen

„Nur ein Hexenleben …“

Mein Buch „Nur ein Hexenleben …“ ist am 24.04.2018 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet 978-3-7460-7399-6

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

312 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Eine einzige Zeile aus einem der ältesten Bücher der Welt hat so vielen den Tod gebracht. In der Bibel, im 2. Buch Mose steht „Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“ Und zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde diese Zeile für tausende Menschen zum Todesurteil.

Im Jahre 1486 entstand das Traktat „Der Hexenhammer“ oder auch „Malleus Maleficarum“ des Domininkanermönches Heinrich Kramer. Dieses Buch, eine Anleitung zum Finden und Auslöschen von Hexen, sollte in den folgenden dreihundert Jahren zehntausende unschuldige Leben fordern, die als Hexen oder Zauberer verbrannt wurden. Quer durch alle Bevölkerungsschichten hindurch wurden, aus einer immer weiter um sich greifenden Hysterie heraus, Männer, Frauen und Kinder grausam hingerichtet. War die Kirche zuvor noch gegen die Verfolgung der Hexen gewesen, so setzte sie nun die Inquisition auf die vermeintlichen Ketzer an. Unter der Folter gestanden viele, ohne jemals etwas Unrechtes getan zu haben.

Johannas Mutter war eine dieser Frauen, unschuldig fand sie den Tod und nun muss das Mädchen versuchen sich in einer Welt zurecht zu finden, die auch ihr nach dem Leben trachtet. Kann sie den Flammen entkommen?“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

Mein Buch „Nur ein Hexenleben…“ bei BoD:
https://www.bod.de/buchshop/nur-ein-hexenleben-uwe-goeritz-9783746073996

Mein Buch „Nur ein Hexenleben…“ bei amazon:
https://www.amazon.de/dp/3746073995/

Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=9783746073996

Mein Buch „Nur ein Hexenleben …“ ist auch als eBook erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7528-8238-4 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„…
Am Abend führte die Bäuerin dann Johanna in die Scheune zurück und Barbara folgte ihnen. Durch eine Spalte in der Wand konnte sie mit ansehen, wie die Bäuerin Johanna schlug. Irgendwie trafen sie diese Schläge selbst, denn sie zuckte bei jedem zusammen. Das Klatschen war sehr laut, aber Johanna machte mit dem Gebet einfach weiter. Barbara wusste nicht, ob sie so mutig gewesen wäre, andererseits, was hatte Johanna für eine Wahl? Man konnte als Frau nicht irgendwohin gehen und sich eine Arbeit suchen! Man wurde vom Vater oder einem Onkel vermittelt und dann gebracht! So wie es bei ihr geschehen war. Ein Bier in der Schänke, ein Handschlag und schon ist man Magd auf einem anderen Hof. Doch wehe, man versuchte es selbst oder lief sogar von dem Hof weg! Dann wurde man wie eine Diebin gejagt, denn schließlich war man ja nun das Eigentum des Bauern. Der Herr hatte über einen zu entscheiden und zu richten. Was er sagte, das war Gesetz und er würde vor jedem Gericht immer Recht bekommen, egal was er machte. Vorsichtig schlich sich Barbara von der Scheune zurück in ihr Zimmer, nicht das die Bäuerin, oder noch Schlimmer, der Bauer, sie dort draußen sehen würde.

Noch lange lag sie in dieser Nacht in ihrem Bett wach und schaute zu der Wand, hinter der, nur ein paar Schritte entfernt, Johanna in der Scheune schlief. Oder war sie noch wach? Wenn sie gekonnt hätte, so wäre sie nun hinüber geschlichen, doch dann hätte sie durch das Schlafzimmer des Bauern gemusst und der hätte sie sicher zur Rede gestellt. Noch zu deutlich hatte sie die Schläge der Bäuerin im Ohr, und das wollte sie nicht erleben. Aber sie freute sich darüber, dass Johanna da war. Nun würde für sie etwas weniger Arbeit bleiben. Bisher war sie als einzige Magd den ganzen Tag immer schwer beschäftigt gewesen. Nun würde das vielleicht etwas leichter für sie werden. Mit dieser Hoffnung schlief sie ein und erwachte wieder. Jetzt musste Johanna zeigen, dass sie etwas bei ihr gelernt hatte. Den Tag über hatte Barbara immer ein Auge auf die Tätigkeiten der Freundin, aber diese hatte es sich gut gemerkt, was sie ihr am Vortag gezeigt hatte. Der Umgang mit den Tieren und die Arbeit im Stall schienen ihr zu liegen, auch die Apfelernte ging zu zweit viel schneller.

Barbara hatte sich einen Strick unter dem Kleid um die Hüften gebunden und dort die Alraune direkt am Körper verwahrt. Warum sie das gemacht hatte, wurde ihr erst bewusst, als sie wieder zurück in ihr Bett wollte und die Bäuerin mit einem Talglicht auf sie wartete „Wo warst du?“ fragte sie leise, um den Bauern nicht zu wecken. „Auf der Latrine.“ sagte Barbara und versuchte an der Frau vorbei in ihr Zimmer zu kommen, doch die alte Frau wollte erst sehen, was Barbara in den Händen hatte. Da war zum Glück nichts und die Wurzel war gut verborgen. Schließlich ließ die Frau die Magd durch, schaute ihr aber argwöhnisch hinterher. Nachts im dunklen zur Latrine! Da konnte was nicht stimmen! Nachts wurde geschlafen!

Hatte die Bäuerin das Gespräch zwischen ihr und Johanna gehört? Sehr wohl möglich, aber dann wäre sie nicht so einfach an ihr vorbei in ihr Zimmer gekommen. Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, zog sie die Wurzel schnell unter dem Kleid hervor und verbarg sie unter einem losen Dielenbrett. Gerade als sie wieder aufstand, öffnete sich die Tür und die Bäuerin kam in das Zimmer herein. Sie sah sich im Lichte der kleinen Lampe überall um, aber so groß war der Raum ja nicht. Drei mal Drei Schritte und nur ein Bett. „Schlaf jetzt!“ wies sie Barbara zurecht und ging wieder, nachdem die Magd sich auf ihren Strohsack gelegt hatte und mit dem schnell ausgezogenen Kleid zudeckte. Der Strick war zum Glück unter dem Unterkleid und fiel daher nicht auf.

Da hatte sie ja noch einmal Glück gehabt. Wäre sie erwischt worden, so hätte sie wohl vor oder nach Johanna ihre abendliche Buße tun können. Sie konnte den Riemen der Bäuerin auf ihrem Hintern schon spüren, aber es war nur der Strick, der nach unten gerutscht war. Schnell löste sie den Knoten und zog das Seil hervor. Dann legte sie es unter ihren Strohsack. Vielleicht kam die Bäuerin ja noch einmal zur Kontrolle. Aber nun musste Barbara viel vorsichtiger werden. Noch so ein Fehler und sie würde in der Scheune knien. Die Bäuerin würde sicher keinen Augenblick zögern. Der Mond schien in das Zimmer herein und damit genau in ihr Gesicht. Er schien sie für ihre Feigheit zu verhöhnen, aber sie wollte nicht sterben. Barbara begann ein leises Gebet, als sie merkte, dass sie das Vaterunser betete stoppte sie kurz und betete danach lieber zu Maria, um die Vergebung ihrer Sünden.

Als sie dann schließlich eingeschlafen war, träumte sie von einem Teufel, der aus der versteckten Wurzel kam und zu ihr in das Bett kletterte. Sie konnte sich nicht bewegen und musste mit weit aufgerissenen Augen zusehen, wie der Teufel ihr das Kleid zurückschlug und über ihren Schoß in sie hinein kletterte. Dann erst wachte sie auf und war Schweißgebadet. Zum Glück hatte sie nicht geschrien, sonst wäre die Bäuerin sicher wach geworden.

Bärmuth schlich sich zur Seite, wo ein hoher Zaun den Hof von der Straße trennte. Für die Katzen war das sicher kein Hindernis, für die Frau schon. Sie sah sich um, ob sie nicht irgendetwas fand, worauf sie steigen konnte. Wenn sie erst mal im Hof war, dann konnte sie vielleicht durch einen der angelehnten Fensterläden in die Werkstatt schlüpfen. Doch es war nichts zu sehen, was ihr hilfreich gewesen wäre. Sicherlich mit Absicht, um Einbrechern und Räubern das schmutzige Handwerk nicht allzu sehr zu erleichtern. Vielleicht stand ja auf dem Markt noch eine alte Kiste herum, auf die sie steigen konnte? Leise ging sie zurück und hielt dabei die Ohren offen. Zum Glück gingen die Wachen sehr laut durch die Gassen, so dass sie immer genug Zeit hatte, um sich zu verbergen. Erst nachdem die Männer, die Spieß und Horn trugen, an ihr vorbei waren, schlich sie weiter.

Der große Platz vor der Kirche war leer. Nur der Schandpfahl stand in der Mitte und genau dort wollte sie ja eigentlich nicht mehr vorbei. Und wie als wenn es ein Fluch wäre, stand genau dort eine Holzkiste, welche auch noch die richtige Größe gehabt hätte. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als dorthin zu gehen und die Kiste zu stehlen. Doch der Platz war von allen Seiten einsehbar. Im Mondlicht konnte sie sich nirgendwo verstecken und wenn jemand am Fenster stand, so würde er sie unweigerlich dort sehen. Der Richter auf der einen Seite oder der Pfarrer auf der anderen. Beides war gleichschlecht. Erst am Vortag war wieder eine Hexe verbrannt worden und wenn sie hier so bei Vollmond in der Nacht umherschlich, so war sie nahe dran, die nächste Hexe zu werden. Oder zumindest eine gefasste Kistendiebin. Was war wohl weniger schlimm? Die Hand zu verlieren, oder das Leben?

Sie zögerte und überlegte, ob sie noch irgendwo anders eine Steighilfe bekommen könnte, doch sicherlich war diese eine hier die Einzige, die in dieser Nacht für sie bereit stand. Bärmuth schlich über den Platz, griff sich die Kiste, die schwerer war als sie erwartet hatte, und schleppte sie die Gasse entlang zu ihrem Haus zurück. Dann stellte sie die Kiste an den Zaun und stieg hinauf. Oben merkte sie, dass immer noch ein kleines Stück fehlte und stieg wieder hinab. Sie drehte die Kiste, dass sie nun hochkant stand und kletterte leise hinauf. Als sich Bärmuth auf die Oberkante des Zaunes stützte, kippte die Kiste um. Auf die Unterarme gestützt hing sie am Zaun und versuchte sich mit den Füßen, die immer wieder vom Holz abrutschten, nach oben zu stemmen. Plötzlich wurde sie von zwei starken Händen an den Hüften gepackt und herab gerissen. Nun saß sie in der Gasse und sah zu zwei Männern hinauf.
…“

Advertisements

Mein Buch „Nur ein Hexenleben …“

„Nur ein Hexenleben …“

Mein Buch „Nur ein Hexenleben …“ ist am 24.04.2018 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet 978-3-7460-7399-6

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

312 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Eine einzige Zeile aus einem der ältesten Bücher der Welt hat so vielen den Tod gebracht. In der Bibel, im 2. Buch Mose steht „Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“ Und zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde diese Zeile für tausende Menschen zum Todesurteil.

Im Jahre 1486 entstand das Traktat „Der Hexenhammer“ oder auch „Malleus Maleficarum“ des Domininkanermönches Heinrich Kramer. Dieses Buch, eine Anleitung zum Finden und Auslöschen von Hexen, sollte in den folgenden dreihundert Jahren zehntausende unschuldige Leben fordern, die als Hexen oder Zauberer verbrannt wurden. Quer durch alle Bevölkerungsschichten hindurch wurden, aus einer immer weiter um sich greifenden Hysterie heraus, Männer, Frauen und Kinder grausam hingerichtet. War die Kirche zuvor noch gegen die Verfolgung der Hexen gewesen, so setzte sie nun die Inquisition auf die vermeintlichen Ketzer an. Unter der Folter gestanden viele, ohne jemals etwas Unrechtes getan zu haben.

Johannas Mutter war eine dieser Frauen, unschuldig fand sie den Tod und nun muss das Mädchen versuchen sich in einer Welt zurecht zu finden, die auch ihr nach dem Leben trachtet. Kann sie den Flammen entkommen?“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

Mein Buch „Nur ein Hexenleben…“ bei BoD:
https://www.bod.de/buchshop/nur-ein-hexenleben-uwe-goeritz-9783746073996

Mein Buch „Nur ein Hexenleben…“ bei amazon:
https://www.amazon.de/dp/3746073995/

Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=9783746073996

Leseprobe:

„…
Am Abend führte die Bäuerin dann Johanna in die Scheune zurück und Barbara folgte ihnen. Durch eine Spalte in der Wand konnte sie mit ansehen, wie die Bäuerin Johanna schlug. Irgendwie trafen sie diese Schläge selbst, denn sie zuckte bei jedem zusammen. Das Klatschen war sehr laut, aber Johanna machte mit dem Gebet einfach weiter. Barbara wusste nicht, ob sie so mutig gewesen wäre, andererseits, was hatte Johanna für eine Wahl? Man konnte als Frau nicht irgendwohin gehen und sich eine Arbeit suchen! Man wurde vom Vater oder einem Onkel vermittelt und dann gebracht! So wie es bei ihr geschehen war. Ein Bier in der Schänke, ein Handschlag und schon ist man Magd auf einem anderen Hof. Doch wehe, man versuchte es selbst oder lief sogar von dem Hof weg! Dann wurde man wie eine Diebin gejagt, denn schließlich war man ja nun das Eigentum des Bauern. Der Herr hatte über einen zu entscheiden und zu richten. Was er sagte, das war Gesetz und er würde vor jedem Gericht immer Recht bekommen, egal was er machte. Vorsichtig schlich sich Barbara von der Scheune zurück in ihr Zimmer, nicht das die Bäuerin, oder noch Schlimmer, der Bauer, sie dort draußen sehen würde.

Noch lange lag sie in dieser Nacht in ihrem Bett wach und schaute zu der Wand, hinter der, nur ein paar Schritte entfernt, Johanna in der Scheune schlief. Oder war sie noch wach? Wenn sie gekonnt hätte, so wäre sie nun hinüber geschlichen, doch dann hätte sie durch das Schlafzimmer des Bauern gemusst und der hätte sie sicher zur Rede gestellt. Noch zu deutlich hatte sie die Schläge der Bäuerin im Ohr, und das wollte sie nicht erleben. Aber sie freute sich darüber, dass Johanna da war. Nun würde für sie etwas weniger Arbeit bleiben. Bisher war sie als einzige Magd den ganzen Tag immer schwer beschäftigt gewesen. Nun würde das vielleicht etwas leichter für sie werden. Mit dieser Hoffnung schlief sie ein und erwachte wieder. Jetzt musste Johanna zeigen, dass sie etwas bei ihr gelernt hatte. Den Tag über hatte Barbara immer ein Auge auf die Tätigkeiten der Freundin, aber diese hatte es sich gut gemerkt, was sie ihr am Vortag gezeigt hatte. Der Umgang mit den Tieren und die Arbeit im Stall schienen ihr zu liegen, auch die Apfelernte ging zu zweit viel schneller.

Barbara hatte sich einen Strick unter dem Kleid um die Hüften gebunden und dort die Alraune direkt am Körper verwahrt. Warum sie das gemacht hatte, wurde ihr erst bewusst, als sie wieder zurück in ihr Bett wollte und die Bäuerin mit einem Talglicht auf sie wartete „Wo warst du?“ fragte sie leise, um den Bauern nicht zu wecken. „Auf der Latrine.“ sagte Barbara und versuchte an der Frau vorbei in ihr Zimmer zu kommen, doch die alte Frau wollte erst sehen, was Barbara in den Händen hatte. Da war zum Glück nichts und die Wurzel war gut verborgen. Schließlich ließ die Frau die Magd durch, schaute ihr aber argwöhnisch hinterher. Nachts im dunklen zur Latrine! Da konnte was nicht stimmen! Nachts wurde geschlafen!

Hatte die Bäuerin das Gespräch zwischen ihr und Johanna gehört? Sehr wohl möglich, aber dann wäre sie nicht so einfach an ihr vorbei in ihr Zimmer gekommen. Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, zog sie die Wurzel schnell unter dem Kleid hervor und verbarg sie unter einem losen Dielenbrett. Gerade als sie wieder aufstand, öffnete sich die Tür und die Bäuerin kam in das Zimmer herein. Sie sah sich im Lichte der kleinen Lampe überall um, aber so groß war der Raum ja nicht. Drei mal Drei Schritte und nur ein Bett. „Schlaf jetzt!“ wies sie Barbara zurecht und ging wieder, nachdem die Magd sich auf ihren Strohsack gelegt hatte und mit dem schnell ausgezogenen Kleid zudeckte. Der Strick war zum Glück unter dem Unterkleid und fiel daher nicht auf.

Da hatte sie ja noch einmal Glück gehabt. Wäre sie erwischt worden, so hätte sie wohl vor oder nach Johanna ihre abendliche Buße tun können. Sie konnte den Riemen der Bäuerin auf ihrem Hintern schon spüren, aber es war nur der Strick, der nach unten gerutscht war. Schnell löste sie den Knoten und zog das Seil hervor. Dann legte sie es unter ihren Strohsack. Vielleicht kam die Bäuerin ja noch einmal zur Kontrolle. Aber nun musste Barbara viel vorsichtiger werden. Noch so ein Fehler und sie würde in der Scheune knien. Die Bäuerin würde sicher keinen Augenblick zögern. Der Mond schien in das Zimmer herein und damit genau in ihr Gesicht. Er schien sie für ihre Feigheit zu verhöhnen, aber sie wollte nicht sterben. Barbara begann ein leises Gebet, als sie merkte, dass sie das Vaterunser betete stoppte sie kurz und betete danach lieber zu Maria, um die Vergebung ihrer Sünden.

Als sie dann schließlich eingeschlafen war, träumte sie von einem Teufel, der aus der versteckten Wurzel kam und zu ihr in das Bett kletterte. Sie konnte sich nicht bewegen und musste mit weit aufgerissenen Augen zusehen, wie der Teufel ihr das Kleid zurückschlug und über ihren Schoß in sie hinein kletterte. Dann erst wachte sie auf und war Schweißgebadet. Zum Glück hatte sie nicht geschrien, sonst wäre die Bäuerin sicher wach geworden.

Bärmuth schlich sich zur Seite, wo ein hoher Zaun den Hof von der Straße trennte. Für die Katzen war das sicher kein Hindernis, für die Frau schon. Sie sah sich um, ob sie nicht irgendetwas fand, worauf sie steigen konnte. Wenn sie erst mal im Hof war, dann konnte sie vielleicht durch einen der angelehnten Fensterläden in die Werkstatt schlüpfen. Doch es war nichts zu sehen, was ihr hilfreich gewesen wäre. Sicherlich mit Absicht, um Einbrechern und Räubern das schmutzige Handwerk nicht allzu sehr zu erleichtern. Vielleicht stand ja auf dem Markt noch eine alte Kiste herum, auf die sie steigen konnte? Leise ging sie zurück und hielt dabei die Ohren offen. Zum Glück gingen die Wachen sehr laut durch die Gassen, so dass sie immer genug Zeit hatte, um sich zu verbergen. Erst nachdem die Männer, die Spieß und Horn trugen, an ihr vorbei waren, schlich sie weiter.

Der große Platz vor der Kirche war leer. Nur der Schandpfahl stand in der Mitte und genau dort wollte sie ja eigentlich nicht mehr vorbei. Und wie als wenn es ein Fluch wäre, stand genau dort eine Holzkiste, welche auch noch die richtige Größe gehabt hätte. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als dorthin zu gehen und die Kiste zu stehlen. Doch der Platz war von allen Seiten einsehbar. Im Mondlicht konnte sie sich nirgendwo verstecken und wenn jemand am Fenster stand, so würde er sie unweigerlich dort sehen. Der Richter auf der einen Seite oder der Pfarrer auf der anderen. Beides war gleichschlecht. Erst am Vortag war wieder eine Hexe verbrannt worden und wenn sie hier so bei Vollmond in der Nacht umherschlich, so war sie nahe dran, die nächste Hexe zu werden. Oder zumindest eine gefasste Kistendiebin. Was war wohl weniger schlimm? Die Hand zu verlieren, oder das Leben?

Sie zögerte und überlegte, ob sie noch irgendwo anders eine Steighilfe bekommen könnte, doch sicherlich war diese eine hier die Einzige, die in dieser Nacht für sie bereit stand. Bärmuth schlich über den Platz, griff sich die Kiste, die schwerer war als sie erwartet hatte, und schleppte sie die Gasse entlang zu ihrem Haus zurück. Dann stellte sie die Kiste an den Zaun und stieg hinauf. Oben merkte sie, dass immer noch ein kleines Stück fehlte und stieg wieder hinab. Sie drehte die Kiste, dass sie nun hochkant stand und kletterte leise hinauf. Als sich Bärmuth auf die Oberkante des Zaunes stützte, kippte die Kiste um. Auf die Unterarme gestützt hing sie am Zaun und versuchte sich mit den Füßen, die immer wieder vom Holz abrutschten, nach oben zu stemmen. Plötzlich wurde sie von zwei starken Händen an den Hüften gepackt und herab gerissen. Nun saß sie in der Gasse und sah zu zwei Männern hinauf.
…“

Geschenke – eBooks

Noch kein Geschenk zu Weihnachten?
Mit einem meiner bisher erschienenen Bücher liegt ihr immer richtig.
Alle Bücher sind auch als E-Book bei Amazon, iTunes, AppStore und im GooglePlayStore erhältlich.
Als e-Books kosten sie einheitlich 2,49 Euro. 

Und die sind sofort lesebereit. Anklicken – verschenken – freuen:

Alle Infos finden Sie immer unter www.Goeritz-Netz.de

Mein Buch „Die Herrin des Feuers“

„Die Herrin des Feuers“

Mein Buch „Die Herrin des Feuers“ ist am 19.02.2016 im Verlag BoD erschienen (BoD –  Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7392-2441-1

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

Hier dazu der Klappentext:

„Was wäre, wenn du morgen früh aufwachst und du bist in einer ganz anderen Zeit, als in der, in der du am Tage zuvor eingeschlafen bist? Oder du gehst durch eine Tür und alles ändert sich? Judith, der Heldin dieser Geschichte, ist genau das passiert.
Sie erwacht in einem vollkommen anderen Leben, fern ab ihrer bisherigen Gewohnheiten. In einem Zeitalter der Gewalt und der Dunkelheit. Wie soll sie sich entscheiden? Für das Böse und Dunkle um in ihre Zeit zurück zu kehren, oder für das Guten und Helle, mit der Gewissheit für immer in dieser Zeit gefangen zu sein?
Wie würdest du dich entscheiden?
Eine kleine SciFi Geschichte des Autors.“

Hier das Cover:

Mein Buch „Die Herrin des Feuers“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7412-3288-6 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… In dieser Nacht war der Drache auch nicht erschienen, oder sie hatten ihn verschlafen. Als draußen die Sonne aufging und die ersten Strahlen durch das kleine Fenster in die Hütte fielen wachte das Mädchen auf.


„Wie heißt du eigentlich?“ fragte sie Judith „Kattie“ war die Antwort, noch etwas verschlafen. „Setzt dich zu mir an den Tisch Kattie.“ sagte Judith und zog leise einen der Hocker an sich heran. Vorsichtig, um Gwen nicht zu wecken, stand das Mädchen auf und ging zum Tisch hinüber. Genauso leise setzte sie sich an den Tisch und sah zu der älteren Frau auf. Die Beiden begannen zu tuscheln, aber Gwen hörte es doch und setzte sich in dem Bett auf. „Das war eine Nacht.“ sagte sie und strich sich verschlafen durch das zerzauste Haar. Sie gähnte, stand auf, verschwand kurz aus der Hütte und kam mit Brot und Wurst wenig später zurück.


An den leuchtenden Augen Katties konnte man sehen, dass Wurst nicht allzu oft auf dem Speiseplan stand. Das Mädchen langte ordentlich zu und aß mehr, als die beiden Erwachsenen zusammen. Judith strich ihr über ihr Haar. Sie sah die dankbaren Augen des Mädchens, das sicher nicht so ein gutes Leben gehabt hatte und sicher auch keines als Waise weiter gehabt hätte, wäre sie nicht hier bei ihnen auf der Hütte gewesen. „Helft ihr mir?“ fragte Gwen, als sie die Wurst wieder zurück gebracht hatte und die Beiden anderen nickten. Zusammen gingen sie hinter die Hütte und versorgten die Schafe.


Zu dritt trieben sie die kleine Herde, von vielleicht dreißig Schafen, auf eine andere Weide. Ein paar verkrüppelte kleine Bäume standen am Rande des Hohlweges, durch den sie die Tiere treiben mussten. Kattie ging voran und die beiden Frauen folgten den Schafen. Durch die Bäume und etwas Gebüsch am Rande des Weges konnte die Herde die Spur nicht verlassen und mussten so dem Mädchen an der Spitze folgen. Als sich der Weg zur Weide öffnete jagten die Tiere mit großen Sprüngen an dem Mädchen vorbei, das in der Mitte des Weges einfach stehen blieb. Nachdem Gwen sie erreicht hatte zog sie ein paar Balken von der Seite, mit denen sie ein Gatter verschlossen, das nun quer über den Weg lag, so konnten die Tiere nicht wieder entkommen.


Zusammen standen die drei Frauen am Gatter und schauten zu den Schafen, als ein Gefühl Judith dazu bewegte, sich schnell zu bücken. Mit einem Zischen flog etwas knapp über ihrem Kopf vorbei und bohrte sich in einen der verkrüppelten Bäume neben ihr. Judith schaute nach oben und sah einen Pfeil dort drin stecken, so einen, wie der, der sie in der Seite getroffen hatte. Sie fuhr herum und sah etwa zwanzig Männer hinter sich, die sich nun, da sie entdeckt worden waren, mit Geheul und Schwertschwingend auf die drei Frauen stürzen wollten.


Noch waren sie etwa dreißig Meter entfernt. Judith richtete sich wieder auf und griff in den Beutel, den sie zum Glück mitgenommen hatte. Die kleine Pistole fiel in ihrer Hand gar nicht auf. Mit einem klacken legte sie die Sicherung um und wartete, das die Männer etwas näher kamen. Die beiden anderen Frauen versteckten sich hinter ihrem Rücken, so als ob das helfen würde, wenn die Männer sie erreichten.


„Stopp.“ brüllte Judith die Männer an, die auch wirklich vollkommen verdutzt stehen blieben. Für einen Moment konnten sie kaum fassen, dass eine Frau sie anschrie. Mit einer Wut, die sie nun nicht mehr zügeln konnten rannten sie wieder nach vorn und wollten sich auf die Frauen stürzen. Judith zog den Abzug durch, die Beretta knallte zwei Mal und die Frau spürte den Rückstoß der Waffe, der zwar nicht sehr stark, aber doch spürbar war. Sie hatte aber viel zu tief gezielt. Die Kugeln trafen die Erde vor den Füßen der Männer. Das Geräusch der Schüsse und die aufspritzende Erde schlugen die Männer aber auch so sofort in die Flucht.


Mit dem Ruf „Weg hier, das ist eine Hexe.“ rannten sie in wilder Panik den Weg wieder zurück und dann ins Tal hinab. Judith schaute ihnen eine Weile nach, bis sie sich umdrehte und in die verstörten Gesichter der beiden anderen schaute. „Woher hast du den Drachen?“ fragte Kattie und zeigte auf die Pistole in Judiths Hand. …“

Mein Buch „Die Räubermühle“

„Die Räubermühle“

Mein Buch „Die Räubermühle“ ist am 30.05.2016 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-8482-0893-7

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

112 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm


Hier dazu der Klappentext:

„Sachsen in den Jahren des dreißigjährigen Krieges. Von 1631 bis 1648 wütete auch in Sachsen der blutigste Krieg, den die Menschheit bis dahin gesehen hatte. Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung kamen durch Not, Krankheiten, Hunger, Gewalt und Krieg ums Leben. Ganze Landstriche wurden entvölkert und niedergebrannt. Diese Erinnerungen haben sich tief in das kollektive Unterbewusstsein eingebrannt.

Dies ist die Geschichte von einer kleinen Gruppe Männer, die auf der Flucht aus dem Heer nicht, wie alle anderen marodierend und raubend umherziehen wollten, sondern die erkannt haben, wem sie helfen wollen und von wem sie es nehmen sollen. Traumatisiert durch die Ereignisse des Sterbens und Tötens wollen sie der Gewalt ein Ende setzen. Doch wie? In einer Zeit der Gewalt kann selbst der friedfertigste nicht ganz auf Gewalt verzichten.

Durch die Nutzung des Aberglaubens der Bevölkerung gelingt es ihnen unerkannt in einer Mühle Unterschlupf zu finden. In diesem neuen Buch wird der Leser in die Zeit der Umbruches entführt, eine Zeit in der die Ritter nicht mehr den Ton angeben und ein erstarkendes Volk langsam beginnt sich auf sich selbst zu besinnen und sein Glück selbst in die Hand nimmt.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

Mein Buch „Die Räubermühle“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7412-5725-4 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… Neben sich auf der Bank breitete er ein Tuch aus und legte alles was er brauchte darauf. Ein Beutel mit Pulver, ein Beutel mit Kugeln, das Pulvermaß und den Ladestock. Er kontrollierte den Mechanismus jeder Pistole. Ein Versagen konnte er sich im Kampf nicht leisten. Sorgfältig wurde alles begutachtet und ein paar Schrauben nachgezogen. Ein loses Messingteil befestigte er mit einem kleinen Hammer und ein paar Schlägen.

Die Unteroffiziere schauten sich wortlos an und nickten. Sie kannten Hans, und wenn der seine Pistolen säuberte, war das ein Zeichen für einen bevorstehenden Kampf. Hans wischte die Pistolen mit einem Lappen ab und polierte die Messingteile. Er lud die Pistolen sorgfältig und zog mit dem Schlüssel die Radschlösser auf. Zum Schluss verstaute er die Pistolen wieder in den Holstern. Danach schliff er das Schwert mit einem Schleifstein. Karl setzte sich neben ihn und Hans stellte kurz seine Arbeit ein. Er schaut auf und sah den Mann an.

„Morgen früh geht es los. Wir ziehen in die Schlacht gegen die Schweden.“ sagte Hans und Karl nickte „Das hatte ich schon vermutet.“ sagte er und zeigte auf den Schleifstein in der Hand des Offiziers. „Sag allen Bescheid und gib Bier aus.“ sagte Hans und der Unteroffizier stand auf. Karl ging zu den anderen Unteroffizieren und zusammen kontrollierten sie ihre Männer. Anschließend gaben sie noch Bier für alle aus. Die Marketenderinnen brachten es mit einem Karren zu den Männern, nachdem einer der Unteroffiziere sie geholt hatte. Heute bezahlte Hans aus seinem Beutel mit ein paar Münzen, die er Karl in die Hand gedrückt hatte.

Hans prüfte die Schärfe des Schwertes und hielt es so, dass sich die Sonne darin spiegelte. Er war damit zufrieden und verstaute das fertig geschärfte Schwert in seinem Zelt. Als die Dämmerung einbrach legte sich Hans auf sein Bett, konnte aber bis zum Morgen nicht einschlafen. Noch vor Sonnenaufgang stand er, mit seinem Brustpanzer und dem Schwert an seiner Seite, bei seinem Pferd. Er fuhr ihm über den Kopf und nahm die Zügel in die Hand.

Auf ein Hornsignal hin setzte sich das Heer langsam in Bewegung. Von der anderen Seite bewegte sich das schwedische Heer auf sie zu. Die Staubwolken der marschierenden Truppen zogen über das Feld. Bald schon waren nur noch die Spitzen der Fahnen zu sehen, die aus dem Staub ragten und Orientierungspunkte für Freund und Feind waren. Die Hin und Her reitenden Reiter beider Armeen sorgten für noch mehr Staub in der Luft.

In einem Abstand von etwa hundert Metern blieben die Heere stehen und beschossen sich mit Musketen und Kanonen, mit mehr oder weniger Erfolg. Der Pulverdampf vermischte sich mit dem Staub und verstärkte die stinkende Wolke. Reiterei griff sich nun gegenseitig an und zog sich wieder zurück, bis das kaiserliche Heer zum Angriff ansetzte, ohne dass irgendjemand etwas sah. Einfach in Richtung der feindlichen Fahnen.

Mit dem Schwert in der Hand ritt Hans an der Seite und alle liefen so schnell nach vorn, wie sie konnten. Vor sich sah der Offizier die schwedischen Linien immer näher kommen. Immer deutlicher konnte er die einzelnen Menschen vor sich sehen. Söldner, genau solche wie die, die neben ihm liefen. Die Spießträger senkten die Spieße und wie ein Igel liefen sie weiter nach vorn. Sie rannten auf eine Gruppe von Schützen zu, die in schneller Folge ihre Musketen abschossen.

Durch den sich verziehenden Pulverdampf und Staub sah Hans keine zehn Meter vor sich einen Schützen, der auf ihn zielte. Der Offizier riss das Schwert nach vorn. Er sah wie sich der Hahn mit der brennenden Lunte senkte. Ganz langsam kam ihm das vor. Er schaute genau in den Lauf vor sich. Die Öffnung sah riesengroß aus. Der Blitz kam von vorn und Hans sah das zersplitternde Schwert, direkt vor sich, das von der Kugel getroffen worden war, dann spürte er wie die Kugel seinen Brustpanzer in der Mitte durchschlug und ihn nach hinten vom Pferd riss. „Das war es jetzt wohl.“ dachte Hans, im Gras liegend, bevor ihm schwarz vor Augen wurde. …“

Mein Buch „Im Schein der Hexenfeuer“

„Im Schein der Hexenfeuer“

Mein Buch „Im Schein der Hexenfeuer“ ist am 22.06.2015 im Verlag BoD erschienen (BoD –  Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7347-7925-1

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

108 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm


Hier dazu der Klappentext:

„Diese Geschichte handelt in den Jahren 1630 bis 1650 in einer kleinen Stadt in Sachsen. Johanna hat in den Wirren des dreißigjährigen Krieges schon zweimal ihre Familie verloren.

Als Frau eines Kaufmannes gerät sie in einen Hexenprozess, den sie nur mit viel Glück und der Hilfe ihres Mannes überlebt. Nach diesem Prozess  arbeitet sie weiter mit Kräutern und versucht den Menschen zu helfen, so gut sie es kann.

Im alltäglichen Leben werden ihre Fähigkeiten immer wieder gefordert und sie muss jeden Tag beweisen, dass sie eine starke Frau ist.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Im Schein der Hexenfeuer“ bei BoD:
https://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/im-schein-der-hexenfeuer/9783734779251.html

„Im Schein der Hexenfeuer“ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Im-Schein-Hexenfeuer-Uwe-Goeritz/dp/3734779251/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1435137276&sr=1-8

Diese Online-Shops führen mein Buch „Im Schein der Hexenfeuer“ ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=978-3-7347-7925-1

Mein Buch „Im Schein der Hexenfeuer“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7392-5483-8. Es wird zum Verkaufspreis von 2.49 EUR angeboten.

Leseprobe:

“ … Siegfried war eine Woche unterwegs als am frühen Morgen, die Sonne ging gerade auf, an den Eingang des Hauses geklopft wurde. Die Magd, die Küchendienst hatte und damit als erste mit der Arbeit begann, öffnete die Tür und wurde sofort von vielen Bewaffneten zur Seite gestoßen. Zwanzig Soldaten der Stadtwache stürmten in das Haus hinein.

Johanna saß im Nachthemd an der Wiege ihres jüngsten Kindes und stillte die Kleine gerade, als die Soldaten in ihr Zimmer gestürmt kamen. Sie legte die Kleine zurück und wollte wissen was die Soldaten hier wollten doch ohne ein Wort wurden ihr die Hände auf dem Rücken gefesselt und sie wurde aus dem Zimmer gezerrt.

Johanna konnte nur noch der Küchenmagd zurufen „Kümmere dich um die Kinder.“ Als sie schon auf der Straße stand. Auf einem offenen Wagen saßen schon Mathilde und Jutta, beide ebenfalls in ihren weißen Nachthemden und beide ebenfalls gefesselt. Johanna wurde nach oben geschoben und als sie fragen wollte was den los sein wurde ihr sofort befohlen zu schweigen.

Der Wagen setzte sich in Bewegung. Die Soldaten folgten zuerst zu Fuß und später dann auf Pferden. Immer noch im Nachthemd passierten die drei Frauen auf dem Wagen stehend, gefesselt das Stadttor und fuhren schweigend die Straße entlang die zum nächstgrößeren Ort führte.

Den ganzen langen Weg machte sich Johanna Gedanken. Was wollen die von mir? Von uns? Was wird aus meinen Kindern? Werde ich sie jemals wieder sehen? Der Weg wurde immer länger und der Wagen konnte nicht so schnell fahren. Für die Strecke die Johanna sonst mit dem Pferd in einer Stunde geritten war brauchten sie auf dem Wagen drei Stunden.

Johanna sah die Angst in Juttas Augen und zu gern hätte sie die Frau beruhigt, aber sie durfte nicht sprechen und sie wusste auch nicht was werden sollte oder was jetzt passieren würde. Einzig, dass die drei im Nachthemd durch die Gegend gefahren wurden machte auch ihr schon Angst. Das konnte nichts Gutes bedeuten. … „

 

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“

„Die Bruderschaft des Regenbogens“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ ist am 23.11.2015 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7386-5136-2

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

112 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Sachsen zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Als Kind ist Thomas in das Kloster eingetreten, doch im Laufe der Zeit kommt er immer mehr in den Konflikt mit der Kirche. Sein Zusammentreffen mit Müntzer und Luther führt bei ihm auch zu einer inneren Reformation. Hin- und Hergerissen zwischen den Ansichten dieser beiden Prediger ergreift er Partei für die Bauern, aus deren Stand auch er einst kam. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände muss er sich entscheiden, wie sein Lebensweg weiter gehen soll.

Der Autor verwendet eine Sprache, die im Kontext des historischen Erzählens authentisch wirkt. Die Dialoge sorgen für Lebendigkeit und besondere Nähe zum Geschehen. Bildliche Beschreibungen erschaffen besondere Eindrücke vor dem inneren Auge des Lesers. Der Text richtet sich an ein historisch interessiertes Publikum.

Fazit: Ein weiteres, lesenswertes Abenteuer, das den Leser in die spannende Zeit der Reformation und des Bauernkrieges zum Ende des Mittelalters entführt.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei BoD:
http://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/die-bruderschaft-des-regenbogens/9783738651362.html

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Die-Bruderschaft-Regenbogens-Uwe-Goeritz/dp/3738651365?SubscriptionId=AKIAIWBZRQIIPF7IKQPA

Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=978-3-7386-5136-2

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogebns“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7392-6485-1 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… Die Bäume schienen auf ihn zu zukommen. Wie Hände griffen die Zweige nach ihm. Der Mönch lief durch den dunklen Wald, nein, er lief nicht, er rannte. Wer war hinter ihm her? Aus der Finsternis sah er eine dunkle Gestalt auf sich zukommen, im Mondlicht blitzte eine Klinge auf. Der Mönch riss die Arme zum Schutz nach oben und versuchte sein Gesicht zu bedecken, aber konnte er die Klinge damit wirklich abwehren? Der kalte Stahl zerschnitt den Stoff seiner Ärmel und berührte seine Haut. Mit einem Schrei und in Schweiß gebadet schreckte der Mönch aus dem Traum auf und schaute sich um. Andreas saß auf dem Bett in seiner Zelle im Kloster und fragte sich „Woher kam nur dieser Traum?“

Vom anderen Ende seiner Zelle vernahm er ein quietschen. Die Türe öffnete sich einen Spalt und ein Lichtschein fiel in das Dunkel des Zimmers. Ein anderer Mönch, durch den Schrei geweckt, steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür, aber bevor er irgendetwas Fragen konnte sagte Andreas „Es war nur ein Traum.“ Der andere Mönch nickte, verließ das Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Andreasstand auf und schaute durch das Fenster neben dem kleinen Kreuz, es war mitten in der Nacht. Er zündete das Talglicht an und dachte an seinen Freund Thomas, der nun schon viele Monate auf Wanderschaft war. Wo war er in diesem Moment? Und kam der Traum vielleicht von ihm? War er in Gefahr? Da Andreas nun schon mal wach war, und irgendwie auch Angst vor dem Einschlafen und dem Traum hatte, wollte er in die kleine Kirche des Klosters hinunter gehen, um für ihn, und die anderen Mönche auf Wanderschaft, zu beten.

Leise ging er, mit seinem Talglicht in der Hand, erst den dunklen Flur entlang an den Zimmern der Mönche vorbei und danach die Treppe hinunter. Mit einem knarren öffnete er die Tür und trat in den nur spärlich beleuchteten Raum hinein. In der Kapelle saßen vorn am Altar zwei Mönche und beteten das stündliche Gebet. Andreas setzte sich in die letzte Reihe und schaute nach vor. Neben dem Altar stand die Figur des heiligen Santiago. Einer der Mönche hatte diese Figur vor ein paar Jahren von einer Wallfahrt mitgebracht. Den ganzen langen Weg vom Ende der Welt bis hier her hatte er diese schwere, hölzerne Figur auf seinem Rücken getragen. Zu diesem Heiligen, dem Schutzpatron der Wandermönche, betete Andreas nun, das seinem Freund draußen nichts passierte.

Er dachte plötzlich, mitten im Gebet für Thomas, auch an seinen Bruder Johannes, der mit den Männern des Grafen auf dem Kriegszug gegen die Bauernaufstände war. Obwohl er diesen Krieg nicht gutheißen konnte schloss er seinen Bruder dennoch mit in das Gebet ein. Lange saß er in der Kirche bis hinter dem Altar das Licht der aufgehenden Sonne durch die Fenster schimmerte. Der neue Tag begann gerade sein erstes Licht durch die bunten Scheiben zu schicken und genau jetzt, in diesem Moment stand die Sonne hinter dem Bild, auf dem der Heilige Georg abgebildet war. Durch das Licht begann der Heilige wie von innen zu leuchten.

In seiner schimmernden Rüstung kämpfte er mit dem Drachen, den er mit seinem Speer durchbohrte, während der Drache sein Maul aufriss. Gut gegen Böse. Engel gegen Drachen. Wer aber war in diesem Kampf der Gute? Der Bauer, der sich gegen die Ausbeutung durch seine Herren auflehnte, oder sein Bruder, der gegen diese Bauern kämpfte? Welche Rolle spielte dabei aber sein Freund Thomas? Und welche Rolle spielet er, Andreas, hierbei?

In vielen Gesprächen mit den Bauern, die ihre Pacht ins Kloster bringen mussten, hatte er von der Not der Familien erfahren. Ihm im Kloster war es bisher immer gut gegangen und im Gegensatz zu seinem Freund war er aus vornehmem Haus, aus der Familie eines Kaufmannes. Er selbst hatte nie Hunger oder Kälte erleben müssen. Thomas hatte ihm von den Hungerwintern seiner Kindheit erzählt. Die Kinder der Bauern, die jeden Sonntag zur Schule kamen, hatten oft nicht mal das nötigste zum anziehen. Die Mönche versuchten den Kindern so gut es ging zu helfen, so wie Thomas es angefangen hatte, so führte nun Andreas die Schule der Kinder und oft gab er den kleinen einen Apfel oder eine andere Leckerei. Auch er hatte an den leuchtenden Augen die Dankbarkeit der Kinder bemerkt.

War es aber nicht die Gottgegebene Ordnung, die diese Bauern ablehnten? Konnte man diese Probleme nicht auch mit friedlichen Mitteln lösen? Er sah wieder auf das Bild des Heiligen Georg und die Sonne Stand nun über ihm und beleuchtet das goldene Kreuz am Altar. Sollten sie als Mönche nicht eigentlich den Glauben bei den Menschen stärken und nicht solche Reichtümer anhäufen? Würde ein hölzernes Kreuz nicht genauso, oder, da Jesus Zimmermann gewesen war, noch besser, zu ihrem Anspruch passen? …“

Mein Buch „Frauenwege und Hexenpfade“

„Frauenwege und Hexenpfade“

Mein Buch „Frauenwege und Hexenpfade“ ist am 27.06.2017 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN: 978-3-7448-3364-6

Altersempfehlung:  ab 16 Jahre

116 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Anfang des 14. Jahrhunderts brach über Europa eine kleine und viele hundert Jahre anhaltende Kaltzeit herein. Nach den warmen Jahrhunderten zuvor kam nun eine Zeit des Hungers und der Unwetter. Unruhen und Krankheiten dezimierten die Bevölkerung Mitteleuropas in einem nie zuvor gekanntem Maße.

Diese Geschichte handelt in der Zeit von 1321 bis 1337 und erzählt vom harten Wege dreier unterschiedlicher Frauen. Karola, die Nonne, Maria, die Bäuerin und Bärlinde, die freie Frau aus dem Wald, treffen zusammen. Sie vereinigen ihre Kräfte und Fähigkeiten. Sie helfen sich gegenseitig und versuchen anderen Frauen beizustehen. Immer in der Gefahr als Hexen verbrannt zu werden.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

Mein Buch bei BoD:
https://www.bod.de/buchshop/frauenwege-und-hexenpfade-uwe-goeritz-9783744833646

Mein Buch bei Amazon:

https://www.amazon.de/dp/374483364X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1498713480&sr=1-1&keywords=uwe+goeritz

Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=9783744833646

Mein Buch „Frauenwege und Hexenpfade“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7448-6079-6 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… Karola ging kurz in die Hütte und holte einen Becher Wasser, den sie der jungen Frau gab. Nach einem Schluck begann sie zu erzählen „Meine Tante wurde gefangen. Das Kind, bei dessen Geburt sie helfen wollte, ist tot zur Welt gekommen und da wurde sie beschuldigt, es getötet zu haben. Der Dorfmeier hat sie der Hexerei bezichtigt und in Haft genommen. Morgen bei Sonnenaufgang soll sie eine Wasserprobe ablegen und wenn sie schuldig ist, so wird sie sterben.“ Karola und Maria schauten sich entsetzt an.

„Eine Wasserprobe!“ entfuhr es Maria. Beide wussten, was das hieß. Die Freundin würde mit gefesselten Händen und Füßen ins Wasser geworfen werden. Ging sie unter, war sie unschuldig und ertrank. Schwamm sie oben, war sie eine Hexe und wurde danach hingerichtet. Es gab keine Chance das Ganze zu überleben. „Wir müssen sie retten!“ sagte Karola. Zu Gisela gewandt sagte sie „Pass auf unsere Kinder auf.“ dann lief sie in die Hütte und kam kurz darauf mit einem Beutel zurück. „Los jetzt!“ rief sie Maria zu und die beiden Frauen rannten durch den dichten Wald dem Dorf entgegen.

Als sie an der Hütte losgelaufen waren, hatte die Sonne ihren höchsten Punkt gerade überschritten und bei Einbruch der Dämmerung waren sie völlig außer Atem am Waldrand gegenüber des Dorfes angelangt. Für einen Moment ließen sie sich zum Verschnaufen ins Gras fallen. Wenig später fragte Maria die Freundin „Was machen wir?“ Karola drehte sich zur freien Fläche und beobachtete im Liegen das Dorf, dessen Häuser im letzten Tageslicht vor ihnen lagen.

Sie dachte nach, löste ihren Beutel vom Gürtel und zog ihn nach vorn. Eine Weile wühlte sie darin herum und nahm dann ein kleines Ledersäckchen heraus. „Ich habe einen Plan!“ sagte sie mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck.

Mit zusammen gebundenen Händen hing Bärlinde an einer Kette. Das weiße kurze Hemd war vollkommen zerfetzt und ging ihr nur bis zur Hälfte der Oberschenkel. Immer wieder zog sie ein Mann nach oben, bis ihre Füße den Boden verließen, nur um sie kurz darauf wieder fallen zu lassen. Immer wieder riss er dadurch ihre Arme hinter ihrem Körper nach oben und sie konnte schon nicht mehr schreien. Jedes Mal knackte es in ihrer Schulter. Das Blut von ihrem Rücken hatte ihr Hemd durchtränkt und war an ihren Beinen herab gelaufen. Durch das Strecken rissen die Wunden der Peitsche immer wieder auf. Am Morgen, also vor unendlichen Stunden, war sie ausgepeitscht worden. Nun hing sie hier, aber niemand hatte sie befragt. Es hatte den Männern einfach nur Spaß gemacht, sie zu quälen. …“

Meine Bücher

Winterzeit ist Lesezeit:
Mit einem meiner bisher erschienenen Bücher vergeht die Zeit auch am Badesee wie im Fluge.
Alle Bücher sind auch als E-Book bei Amazon, iTunes, AppStore und im GooglePlayStore erhältlich.
Als e-Books kosten sie einheitlich 2,49 Euro. In den ersten vier Wochen nach dem Erscheinen nur 1,49 Euro. 
Als eBook sofort lesebereit:
Alle Infos finden Sie immer unter www.Goeritz-Netz.de

Mein Buch „Die Sklavin des Sarazenen“

„Die Sklavin des Sarazenen“

Mein Buch „Die Sklavin des Sarazenen“ ist am 26.07.2017 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN: 978-3-7448-5151-0

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

308 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Es ist Anfang des 13. Jahrhunderts. Johanna, die Heldin dieser Geschichte, bricht mit tausenden Anderen auf, zu einem Kreuzzug, um das Himmelreich zu gewinnen und das Grab Jesu von den Sarazenen zu befreien. Doch statt den Himmel zu erobern gewinnt die Dreizehnjährige die Hölle der Sklaverei in Ägypten. Bedingungslos den Sarazenen ausgeliefert, schwebt sie jeden Tag zwischen Leben und Tod.

 

Wird sie jemals die Heimat wieder sehen und kann eine verbotene Liebe Johanna retten? Oder wird diese ihr Leben fordern …“


Hier die Vorschau des Covers:

„Die Sklavin des Sarazenen“ bei BoD:
https://www.bod.de/buchshop/die-sklavin-des-sarazenen-uwe-goeritz-9783744851510

„Die Sklavin des Sarazenen“ bei Amazon:
https://www.amazon.de/dp/3744851516/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1501132968

Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=9783744851510

Mein Buch „Die Sklavin des Sarazenen“ ist auch als eBook erhältlich:

 

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7448-4622-6 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

 

Leseprobe:

„… Eigentlich war es schon komisch, das bisher alles gut gegangen war. Sie hatte schon viel über Räuber gehört und sie Beide waren hier ganz alleine. Der Mann vorn auf dem Karren hatte ein Schwert an seiner Seite und sie trug einen langen Dolch am Gürtel, aber der war eher nur Schmuck. Die Mutter hatte darauf bestanden, dass Grunhilda ihn trug. Umgehen konnte sie nicht wirklich damit. Er schlug nur beim rütteln des Wagens immer gegen ihre Hüfte und am liebsten hätte sie ihn abgelegt, aber sie hatte es ja der Mutter versprochen ihn zu tragen. Sie zog die Waffe heraus und betrachte-te den Griff. Er war sehr kostbar gearbeitet, aber die Klinge war nicht wirklich wertvoll. Es war eher ein Werkzeug. Der Wagen sprang und der Dolch fiel ihr aus der Hand zu Boden. Als Grunhilda sich nach ihm Bückte, schlug ein Pfeil genau da ein, wo gerade noch ihr Kopf gewesen war. Irgendjemand hatte von draußen hier herein geschossen. Der Wagen begann immer schneller zu werden und sie musste sich mit beiden Händen festhalten. Nun wurde sie noch viel mehr im Wagen herum geworfen. Es schien immer schneller zu gehen. Passte der Kutscher denn nicht auf? Oder wollte er so schnell wie möglich weg von den Räubern?

 

Grunhilda beugte sich nach draußen und erschrak. Der Platz vorn war leer! Der Kutscher war verschwunden und die Pferde rannten ohne Führung immer schneller.

Langsam aber stetig zog das Schiff der Sonne entgegen, die sich immer weiter über den Horizont nach oben bewegte. Ein kontinuierlicher Wind blähte das Segel auf, das an vielen Stellen auch schon geflickt war. Anscheinend war an diesem Schiff nichts mehr vollkommen in Ordnung. Selbst die Hose des Kapitäns, der gerade an Johanna vorbei ging, hatte auf der Rückseite einen aufgenähten Flicken. Als die Sonne am höchsten Punkt stand, begann das Schiff im Wind zu schwanken. Einige der Passagiere tauchten aus dem Laderaum auf und versuchten sich an der frischen Luft davon zu erholen, dass ihnen im Laderaum übel geworden war. Da die meisten schon einen Tag nichts mehr gegessen hatten, konnten sie sich auch nicht mehr übergeben, aber bleich waren sie alle.

 

Einzig Johanna genoss die Fahrt. Der Wind wehte durch ihre Haare und sie stand direkt am vorderen Ende des Bootes. Eine junge Frau, die sich mit Uta vorstellte, blieb in ihrer Nähe sitzen und die anderen verschwanden wieder im Laderaum. Zum Schluss waren nur noch die Beiden und der Kapitän auf dem Deck. Uta war ein paar Jahre älter als Johanna und sie kam auch aus Köln. Für Johanna war es schon komisch, dass sie nach so einer langen Reise sich erst hier auf dem Schiff anfreundeten.

Sie waren schon ein paar Tage unterwegs, als Johanna ein fremdes Segel sah, das schnell auf sie zukam. Das Segel sah anders aus, als das ihrige. Als sie den Kapitän darauf hinwies wurde die-ser nervös. Er lief nach unten und kam kurz darauf mit Pfeil und Bogen wieder zurück. „Seeräuber!“ rief er seinen Männern zu und auch diese bewaffneten sich schnell. Die beiden Frauen erschraken und gingen zurück zu der Treppe, die in den Laderaum führte. Von dort aus schaute Johanna auf das fremde Schiff zurück, das nun sehr viel größer war.

Die drei Männer vergingen sich an ihr und sie hörte Schreie, ohne wirklich zu begreifen, dass sie es selbst war, die schrie.

 

Später fand sie sich nackt in der Zelle wieder und einer der Männer brachte ihr ein altes Kleid, dass sie mit Franziskas Hilfe überzog. Johanna rollte sich in der Ecke der Zelle zusammen und versuchte zu schlafen, was ihr nicht so richtig gelang. Was würde der nächste Tag für sie bringen? Schließlich fielen ihr die Augen doch noch zu und sie träumte von Hans, aber bevor sie ihn erreichen konnte, versank er im Meer. Davon schreckte sie auf und sah in der Dämmerung die Umrisse des Hofes. Franziska schlief neben ihr und Johanna setzte sich auf, mit dem Rücken an der Wand angelehnt. Mit angezogenen Beinen starrte sie vor sich hin. Einer der Männer kam in die Zelle und weckte damit auch Franziska. Er steckte Johannas Zopf so weit hoch, dass ihr Genick frei war. „Heute wirst du sterben!“ sagte er, als er die Zelle wieder verließ. Johanna nickte, schon bald würde sie wieder mit Hans vereint sein.

Wenig später kniete sie, mit auf dem Rücken gefesselten Händen, zwischen den Gefangenen und den Seeräubern. Sie sah zu Franziska hinüber und schaute direkt in die vor Schreck aufgerissenen Augen. Unmerklich nickte sie der Freundin zu, dann sah sie zu dem Mann, der auf der anderen Seite stand. Er hob das Schwert hoch und sie sah nach vorn. Sie betete und schloss dann die Augen. Leise flüsterte sie „Mein Schatz, gleich bin ich bei dir.“ Dann hörte sie ein Zischen in der Luft und hielt den Atem an. …“


Vorherige ältere Einträge

Spamkommentare blockiert

Top Klicks auf meiner Seite

Zscheiplitz manor

kloster zscheiplitz, zscheiplitz manor - its history,present day, events & happenings

Knusperstübchen

Foodblog – mit Liebe zum Genuss.

Sophieleben

"Ich hätte einen kürzeren Brief geschrieben, aber dazu hatte ich keine Zeit."

Inga`s neue Welt

Leben lernen !

Bücher, Manuskripte, Yoga und mehr

Mein Leben zwischen Manuskripten und MeditationThis WordPress.com siteis the cat’s pajamas

Putetets Stöberkiste

FOTOS kombiniert mit Gedichten - Geschichten - Gedanken / PHOTOS combined with poems - stories - thoughts

shortys by luise

Kritisch, charmante Statements zu Reisen, Menschen & Lifestyle

The Mystical Wayfarer

Let there be Light (Genesis 1:3)

Trigurtas

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind EINS

99buecher-blog

Der Blog für Lesebegeisterte

Rosarote Zeilen

von Evelyn Rosar

Ekagatta Blog

Infos über Zen & Mystik - Zen-Meditation Wiesbaden

Wunderwaldverlag

Go for textflash.wordpress.com

weltenmitwoertern

Writer's Blog - Mystik, Science Fiction, Fantasy reflected - Inspiration & Konspiration

DeineWahreNatur

Du bist mehr als Du denkst.

kOPFkäfig

www.kopfkaefig.wordpress.com

Titus Maria Severinus Pauly

Ontologie & Gnoseologie

DIY Blog with Jane Carrot

Mein DIY - crafting - bastel - gute Laune Blog :-)

Nekos Geschichtenkörbchen

Geschichten von Neko

hexenworte

Traditionen, Geschichten und Wissen eines alten Weges

W8Screens

Pixel and more

Frida's Text-Studio

Hier stelle ich "meine Schreibe" vor, meinen ersten veröffentlichten Roman, Lyrik, Märchen, gelegentlich ein Bild oder Foto

Conny Niehoff-Malerei

und lebens K U N S T

Autorenseite

Blogs aus Bayerns Bergen: Sie beschäftigen sich mit Politik, Liebe, Frauen, Männern, Aphorismen, Sex, Natur, Bayern u.v.m. Und unter „Home“ präsentiere ich mich als Autor.

lesegut...

alles was es mir wert scheint hier zu stehen...

Rosemarie Hofer

Fotografin für anspruchsvolle Kunden

FOTOGRÄFIN (Gisela Peter)

BILD SUCHT WAND...!!!

GOOD WORD for BAD WORLD

Residieren mit Familie, Job und einem Rattenschwanz

Greta Behrens

Bücher sind meine Leidenschaft

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Janas Fotoblog

Janas Blog mit Fotos

Der Farbraum *

*Malerei SILVIA SPRINGORUM

Sehen, was ist.

Kontemplationen zu transzendentaler Berührung von Matthias Mala

Art - Kreativ - Goeritz

Uwes Blog über Bücher, Zen, Reiki, Buddha, Runen, Schamanen und vieles mehr ...

[FREI-TEXT-ER]

von wegen und Wind

Meeresrauschen...

... und Runengeflüster

paintings of johanh.moonen

working for living

art gallery gerda.h

Meine iPad Welten - my iPad worlds - mis mundos iPad

*********************Sagittarius 1963****************************

138 Beiträge: Gedichte, Fabeln, wahre Geschichten - lustige, traurige, spannende & informative Beiträge. Viele Videos & Bilder _____________________________________________________________________________________________________________

Pollock of Light

Twitter: @lluisbusse

%d Bloggern gefällt das: