Mein Buch „Im Schatten des Regenbogens“ ist jetzt auch als eBook erschienen

„… Das Getreide befand sich endlich in der Scheune und damit war Zeit zum Verschnaufen. Gisela hatte mit zunehmender Sorge bemerkt, wie sich sowohl Kaspar als auch Barbara veränderten. Bei Barbara konnte sie es ja noch auf die schwere und ungewohnte Arbeit schieben, aber bei ihrem Bruder?
In der Woche, die sie die Felder abgeerntet hatten, hatte er sich mit jedem Tage mehr zu seinen Ungunsten verwandelt und ihren Fragen ging er aus dem Weg.
Und so wie sich Kaspar von ihr entfernte, so näherte sie sich immer mehr an Barbara an.
Obwohl diese letzte leidenschaftliche Nacht mit ihr schon mehr wie eine Woche her war, war doch die Erinnerung an dieses wundervolle Erlebnis immer noch in ihr wach. Was mit dem einen Kuss damals im Kloster als Freundschaft begonnen hatte, das war jetzt zu einer Art von inniger Gunst geworden.
Und da schmerzte es natürlich umso mehr, die Freundin so leiden zu sehen. Vielleicht schämte sich Gisela auch für das Verhalten ihres Bruders.
Momentan zog sich Barbara immer mehr in sich zurück. Sie wurde wieder diese unnahbare Gräfin, die sie für Gisela im Schloss gewesen war. In sich gekehrt, wort- und gefühllos. Scheinbar eiskalt!
Jede Nacht lagen sie nah beieinander und trotzdem wie durch Welten voneinander getrennt. Mit jedem neuen Tag entfremdete sie sich weiter von Kaspar und in ihrem Inneren schmerzte es Gisela, wenn sie sah, wie dieser mit der Freundin umging.
Auf eine Armlänge entfernt sah sie den beiden zu, die sich neben ihr liebten. Das hatte sie schon vorher heimlich getan, doch gegenwärtig machte sie es viel aufmerksamer und sie sah sich selbst in dem Verhalten von Barbara.
Wie sich Gisela einst bei dem Grafen verhalten hatte, so verhielt sich Barbara jetzt bei Kaspar. Still, duldend und leidend. In so mancher Nacht hatten sie sich beide in den Schlaf geweint. Barbara viel schneller, da sie von der ungewohnten Arbeit oft völlig erschöpft gewesen war.
Momentan stand Gisela mit einem Getreidebündel im Arm an der Tür der Scheune und sah den Männern zu, die auf dem Platz vor der Scheune mit den Dreschflegeln im Kreis standen und das Korn aus den Ähren holten.
Mit einem fröhlichen Lied schlugen sie reihum im Takt und die Mägde versorgten sie mit neuen Kornbündeln.
Gisela bemerkte, wie Barbara gerade unter einem der Dreschflegel wegtauchte. Die unerfahrene Frau war viel zu ungeschickt und beinah wäre sie von dem herunter sausenden Holz am Kopfe getroffen worden.
Sie hatte einfach nicht den Rhythmus, der jeder Landmagd mit in die Wiege gelegt worden war. Abermals bückte sie sich im ungünstigsten Moment und Gisela konnte sie gerade noch zurückreisen, bevor schlimmeres passieren konnte.
Sie nahm die Freundin zur Seite und sah die Tränen in ihren Augen.
„Bleib hinter mir und sieh mir zu. Ich hole das ausgedroschene Stroh und du bringst es dann nach hinten zu den Strohpuppen am Zaun“, raunte sie der Freundin zu und strich ihr dabei liebevoll über die Wange.
Gisela spürte dabei, wie Barbara sich ihr entgegendrückte und dankbar zunickte.
Augenblicklich begann sich Gisela in den dumpfen Rhythmus zu begeben. Es dauerte nur einen Atemzug, dann hatte sie die Bewegung aufgenommen. Jahrelang hatte sie diese Tätigkeit im Sommer ausgeführt und sie hätte wohl auch mit verbundenen Augen den richtigen Moment zum Zupacken gefunden.
In fließenden Bewegungen zog sie das Stroh fort, reicht es nach hinten und sah, wie von der anderen Seite neue Ähren nachgeschoben wurden.
Die Männer waren gut aufeinander eingespielt und hier saß wirklich jeder Hieb! Es waren fast nur ältere Bauern und Knechte, die jüngeren waren wohl beim Aufstand gewesen.
Im Takt des Liedes und der Schläge tänzelte sie dahin und erspähte aus dem Augenwinkel, wie der Bauer Kaspar zur Seite nahm.
Für einen Moment stockte sie und wurde augenblicklich ihrerseits von Barbara zurückgerissen. Um Daumenbreite entfernt sauste der Dreschflegel vor ihrer Nase zu Boden.
Unvorsichtigkeit konnte hier schwerste Verletzungen nach sich ziehen, das wusste sie seit Jahren, und trotzdem war sie so nachlässig gewesen.
Schnaufend schaute sie über die Männer hinweg zur anderen Seite. Der Bauer trank mit Kaspar während der Arbeit! Eigentlich war dies eine Ungeheuerlichkeit! Was konnte das nur bedeuten?
„Gisela! Trödle nicht!“, fuhr die Bäuerin sie an und riss sie damit vorerst aus ihren Grübeleien.
Momentan war die Arbeit wichtiger!
Viel konzentrierter machte sie weiter und bei jedem Griff berührten sich ihre und Barbaras Hände. Da war so etwas Vertrautes darin und sie spürte, wie das Eis in Barbaras Seele mit jedem Körperkontakt immer mehr schmolz.
Irgendwann machten die Männer eine Pause und das war das Signal für alle Mägde, sich auf das gedroschene Korn zu stürzen, um es zur Seite zu räumen.
Seite an Seite knieten Barbara und sie auf dem Platz und klaubten die Körner in flache Körbe.
Vierzig Hände räumten den Platz in Windeseile frei, damit die Männer nach der Rast unverzagt weiterarbeiten konnten, aber weder Barbara noch sie hatten Augen für das Korn, sondern nur füreinander. Ohne Blick nach unten rafften sie das Getreide zusammen und immer wieder berührten sich dabei ihre Hände.
Unbeabsichtigt? Sicher nicht!
Die Männer kamen zurück, die Frauen wichen aus. Kaspar und der Bauer fehlten allerdings! Sicherlich waren sie in der Hütte geblieben. Am wichtigsten Tag des ganzen Jahres! Am Dreschtag!
Die monotone Arbeit ging den ganzen Tag weiter, aber den Bruder sah sie erst in der Abenddämmerung wieder auf dem Platz, als der Bauer die Männer verabschiedete.
Erneut wich Kaspar ihren Fragen aus und verschwand auch schon wenig später mit den Männern. Sicher gingen sie in die Schänke.
Barbara drückte sich neben ihr die Hände in den Rücken, richtete sich ächzend auf und sagte danach leise: „Danke!“
Gemeinsam schlurften sie zum Brunnen hinüber, wo sich Barbara entkräftet auf den Rand setzte. Offensichtlich war sie selbst zum Waschen zu erschöpft und darum half Gisela ihr, als würde sie einem kleinen Kind helfen.
Sie zog der Freundin das Kleid über den Kopf, nahm einen Lappen und wusch ihr Gesicht, Hals und Arme. Danach kniete sie sich vor sie hin und wusch auch Barbaras Beine ab. Einst hatte sie in dieser Art als Zoffmagd jeden Tag Barbara auf ihrem Schloss gewaschen.
Doch dieses Mal war es anders, denn als sie sich wieder aufrichtete, wurde sie von der Freundin dafür mit einem Kuss belohnt. Einem langen Kuss!
Für einen Moment zuckte sie zurück, doch dann kam die Erinnerung an diese wunderschöne Nacht zurück.
Barbara griff sich den Lappen und wusch sie jetzt ihrerseits, obwohl sie dazu vor kurzem noch zu abgekämpft gewesen war. Es tat gut, sich so verwöhnen zu lassen.
Wenig später schlenderten sie, Hand in Hand, zur Scheue zurück.
In diesem Gebäude und in der einsetzenden Dämmerung folgte ein neuer Kuss.
Augenblicklich schmolz ihrer beider Herz.
Aus der Freundschaft wurde Liebe, die aufloderte und vor der es kein Halten mehr gab.
Hektisch entledigten sie sich der Unterkleider und nur Bruchteile eines Augenblickes später sanken sie in das Stroh. Leidenschaftlich küssten sie sich.
Sie streichelten und liebten sich.
Im Dunkel der Scheune trieben sie sich beide gegenseitig zur Erlösung hin und die Erschöpfung des Tages war weit entfernt.
Stöhnend bäumte sich Barbara unter ihren Fingern auf. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Im Schatten des Regenbogens“ mit ISBN 978-3-7562-5829-1, als Buch für 11,50 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://buch.goeritz-netz.de/40.html

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Meine historische Geschichte „Im Schatten des Regenbogens“ ist jetzt als Buch erschienen

„… Das Getreide befand sich endlich in der Scheune und damit war Zeit zum Verschnaufen. Gisela hatte mit zunehmender Sorge bemerkt, wie sich sowohl Kaspar als auch Barbara veränderten. Bei Barbara konnte sie es ja noch auf die schwere und ungewohnte Arbeit schieben, aber bei ihrem Bruder?
In der Woche, die sie die Felder abgeerntet hatten, hatte er sich mit jedem Tage mehr zu seinen Ungunsten verwandelt und ihren Fragen ging er aus dem Weg.
Und so wie sich Kaspar von ihr entfernte, so näherte sie sich immer mehr an Barbara an.
Obwohl diese letzte leidenschaftliche Nacht mit ihr schon mehr wie eine Woche her war, war doch die Erinnerung an dieses wundervolle Erlebnis immer noch in ihr wach. Was mit dem einen Kuss damals im Kloster als Freundschaft begonnen hatte, das war jetzt zu einer Art von inniger Gunst geworden.
Und da schmerzte es natürlich umso mehr, die Freundin so leiden zu sehen. Vielleicht schämte sich Gisela auch für das Verhalten ihres Bruders.
Momentan zog sich Barbara immer mehr in sich zurück. Sie wurde wieder diese unnahbare Gräfin, die sie für Gisela im Schloss gewesen war. In sich gekehrt, wort- und gefühllos. Scheinbar eiskalt!
Jede Nacht lagen sie nah beieinander und trotzdem wie durch Welten voneinander getrennt. Mit jedem neuen Tag entfremdete sie sich weiter von Kaspar und in ihrem Inneren schmerzte es Gisela, wenn sie sah, wie dieser mit der Freundin umging.
Auf eine Armlänge entfernt sah sie den beiden zu, die sich neben ihr liebten. Das hatte sie schon vorher heimlich getan, doch gegenwärtig machte sie es viel aufmerksamer und sie sah sich selbst in dem Verhalten von Barbara.
Wie sich Gisela einst bei dem Grafen verhalten hatte, so verhielt sich Barbara jetzt bei Kaspar. Still, duldend und leidend. In so mancher Nacht hatten sie sich beide in den Schlaf geweint. Barbara viel schneller, da sie von der ungewohnten Arbeit oft völlig erschöpft gewesen war.
Momentan stand Gisela mit einem Getreidebündel im Arm an der Tür der Scheune und sah den Männern zu, die auf dem Platz vor der Scheune mit den Dreschflegeln im Kreis standen und das Korn aus den Ähren holten.
Mit einem fröhlichen Lied schlugen sie reihum im Takt und die Mägde versorgten sie mit neuen Kornbündeln.
Gisela bemerkte, wie Barbara gerade unter einem der Dreschflegel wegtauchte. Die unerfahrene Frau war viel zu ungeschickt und beinah wäre sie von dem herunter sausenden Holz am Kopfe getroffen worden.
Sie hatte einfach nicht den Rhythmus, der jeder Landmagd mit in die Wiege gelegt worden war. Abermals bückte sie sich im ungünstigsten Moment und Gisela konnte sie gerade noch zurückreisen, bevor schlimmeres passieren konnte.
Sie nahm die Freundin zur Seite und sah die Tränen in ihren Augen.
„Bleib hinter mir und sieh mir zu. Ich hole das ausgedroschene Stroh und du bringst es dann nach hinten zu den Strohpuppen am Zaun“, raunte sie der Freundin zu und strich ihr dabei liebevoll über die Wange.
Gisela spürte dabei, wie Barbara sich ihr entgegendrückte und dankbar zunickte.
Augenblicklich begann sich Gisela in den dumpfen Rhythmus zu begeben. Es dauerte nur einen Atemzug, dann hatte sie die Bewegung aufgenommen. Jahrelang hatte sie diese Tätigkeit im Sommer ausgeführt und sie hätte wohl auch mit verbundenen Augen den richtigen Moment zum Zupacken gefunden.
In fließenden Bewegungen zog sie das Stroh fort, reicht es nach hinten und sah, wie von der anderen Seite neue Ähren nachgeschoben wurden.
Die Männer waren gut aufeinander eingespielt und hier saß wirklich jeder Hieb! Es waren fast nur ältere Bauern und Knechte, die jüngeren waren wohl beim Aufstand gewesen.
Im Takt des Liedes und der Schläge tänzelte sie dahin und erspähte aus dem Augenwinkel, wie der Bauer Kaspar zur Seite nahm.
Für einen Moment stockte sie und wurde augenblicklich ihrerseits von Barbara zurückgerissen. Um Daumenbreite entfernt sauste der Dreschflegel vor ihrer Nase zu Boden.
Unvorsichtigkeit konnte hier schwerste Verletzungen nach sich ziehen, das wusste sie seit Jahren, und trotzdem war sie so nachlässig gewesen.
Schnaufend schaute sie über die Männer hinweg zur anderen Seite. Der Bauer trank mit Kaspar während der Arbeit! Eigentlich war dies eine Ungeheuerlichkeit! Was konnte das nur bedeuten?
„Gisela! Trödle nicht!“, fuhr die Bäuerin sie an und riss sie damit vorerst aus ihren Grübeleien.
Momentan war die Arbeit wichtiger!
Viel konzentrierter machte sie weiter und bei jedem Griff berührten sich ihre und Barbaras Hände. Da war so etwas Vertrautes darin und sie spürte, wie das Eis in Barbaras Seele mit jedem Körperkontakt immer mehr schmolz.
Irgendwann machten die Männer eine Pause und das war das Signal für alle Mägde, sich auf das gedroschene Korn zu stürzen, um es zur Seite zu räumen.
Seite an Seite knieten Barbara und sie auf dem Platz und klaubten die Körner in flache Körbe.
Vierzig Hände räumten den Platz in Windeseile frei, damit die Männer nach der Rast unverzagt weiterarbeiten konnten, aber weder Barbara noch sie hatten Augen für das Korn, sondern nur füreinander. Ohne Blick nach unten rafften sie das Getreide zusammen und immer wieder berührten sich dabei ihre Hände.
Unbeabsichtigt? Sicher nicht!
Die Männer kamen zurück, die Frauen wichen aus. Kaspar und der Bauer fehlten allerdings! Sicherlich waren sie in der Hütte geblieben. Am wichtigsten Tag des ganzen Jahres! Am Dreschtag!
Die monotone Arbeit ging den ganzen Tag weiter, aber den Bruder sah sie erst in der Abenddämmerung wieder auf dem Platz, als der Bauer die Männer verabschiedete.
Erneut wich Kaspar ihren Fragen aus und verschwand auch schon wenig später mit den Männern. Sicher gingen sie in die Schänke.
Barbara drückte sich neben ihr die Hände in den Rücken, richtete sich ächzend auf und sagte danach leise: „Danke!“
Gemeinsam schlurften sie zum Brunnen hinüber, wo sich Barbara entkräftet auf den Rand setzte. Offensichtlich war sie selbst zum Waschen zu erschöpft und darum half Gisela ihr, als würde sie einem kleinen Kind helfen.
Sie zog der Freundin das Kleid über den Kopf, nahm einen Lappen und wusch ihr Gesicht, Hals und Arme. Danach kniete sie sich vor sie hin und wusch auch Barbaras Beine ab. Einst hatte sie in dieser Art als Zoffmagd jeden Tag Barbara auf ihrem Schloss gewaschen.
Doch dieses Mal war es anders, denn als sie sich wieder aufrichtete, wurde sie von der Freundin dafür mit einem Kuss belohnt. Einem langen Kuss!
Für einen Moment zuckte sie zurück, doch dann kam die Erinnerung an diese wunderschöne Nacht zurück.
Barbara griff sich den Lappen und wusch sie jetzt ihrerseits, obwohl sie dazu vor kurzem noch zu abgekämpft gewesen war. Es tat gut, sich so verwöhnen zu lassen.
Wenig später schlenderten sie, Hand in Hand, zur Scheue zurück.
In diesem Gebäude und in der einsetzenden Dämmerung folgte ein neuer Kuss.
Augenblicklich schmolz ihrer beider Herz.
Aus der Freundschaft wurde Liebe, die aufloderte und vor der es kein Halten mehr gab.
Hektisch entledigten sie sich der Unterkleider und nur Bruchteile eines Augenblickes später sanken sie in das Stroh. Leidenschaftlich küssten sie sich.
Sie streichelten und liebten sich.
Im Dunkel der Scheune trieben sie sich beide gegenseitig zur Erlösung hin und die Erschöpfung des Tages war weit entfernt.
Stöhnend bäumte sich Barbara unter ihren Fingern auf. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Im Schatten des Regenbogens“ mit ISBN 978-3-7562-5829-1, als Buch für 11,50 Euro und demnächst auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://buch.goeritz-netz.de/40.html

Mein Buch „Im Schatten des Regenbogens“

Mein Buch „Im Schatten des Regenbogens“ wird im Sommer 2022 im Verlag BoD erscheinen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7562-5829-1

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

340 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der vorläufige Klappentext:

„In den Wirren des Bauernkrieges im Jahre 1525 gerät die junge Gräfin Barbara zwischen alle Fronten. Von einem Bauernhaufen aus ihrem Schloss geraubt, überlebt sie nur mit Glück und muss sich den Umständen beugen, um auch weiterhin ihr Leben zu behalten. Der Not gehorchend bleibt sie unter den Bauern und erst dadurch erkennt sie deren schweres Los.
Ihr Mann Fridolin kämpft derweil auf der anderen Seite mit den Landsknechten gegen die Aufständischen. Wird es ihm gelingen, seine Frau zu befreien? Und wird sich Barbara von ihm noch befreien lassen, nachdem sie das Leben der Bauern gesehen und erlebt hat?
Zwischen ihrem Mann und dem Führer des Bauernhaufens gefühlsmäßig hin- und hergerissen muss Barbara eine Entscheidung treffen: für oder gegen die Liebe ihres Lebens.“

Leseprobe:

„… Das Korn befand sich endlich in der Scheune und damit war Zeit zum Verschnaufen. Gisela hatte mit zunehmender Sorge bemerkt, wie sich sowohl Kaspar als auch Barbara veränderten. Bei Barbara konnte sie es ja noch auf die schwere und ungewohnte Arbeit schieben, aber bei ihrem Bruder?
In der Woche, die sie die Felder abgeerntet hatten, hatte er sich mit jedem Tage mehr zu seinen Ungunsten verwandelt und ihren Fragen ging er aus dem Weg.
Und so wie sich Kaspar von ihr entfernte, so näherte sie sich immer mehr an Barbara an.
Obwohl diese letzte leidenschaftliche Nacht mit ihr schon mehr wie eine Woche her war, war doch die Erinnerung an dieses wundervolle Erlebnis immer noch in ihr wach. Was mit dem einen Kuss damals im Kloster als Freundschaft begonnen hatte, das war jetzt zu einer Art von inniger Gunst geworden.
Und da schmerzte es natürlich umso mehr, die Freundin so leiden zu sehen. Vielleicht schämte sich Gisela auch für das Verhalten ihres Bruders.
Momentan zog sich Barbara immer mehr in sich zurück. Sie wurde wieder diese unnahbare Gräfin, die sie für Gisela im Schloss gewesen war. In sich gekehrt, wort- und gefühllos. Scheinbar eiskalt!
Jede Nacht lagen sie nah beieinander und trotzdem wie durch Welten voneinander getrennt. Mit jedem neuen Tag entfremdete sie sich weiter von Kaspar und in ihrem Inneren schmerzte es Gisela, wenn sie sah, wie dieser mit der Freundin umging.
Auf eine Armlänge entfernt sah sie den beiden zu, die sich neben ihr liebten. Das hatte sie schon vorher heimlich getan, doch gegenwärtig machte sie es viel aufmerksamer und sie sah sich selbst in dem Verhalten von Barbara.
Wie sich Gisela einst bei dem Grafen verhalten hatte, so verhielt sich Barbara jetzt bei Kaspar. Still, duldend und leidend. In so mancher Nacht hatten sie sich beide in den Schlaf geweint. Barbara viel schneller, da sie von der ungewohnten Arbeit oft völlig erschöpft gewesen war.
Momentan stand Gisela mit einem Getreidebündel im Arm an der Tür der Scheune und sah den Männern zu, die auf dem Platz vor der Scheune mit den Dreschflegeln im Kreis standen und das Korn aus den Ähren holten.
Mit einem fröhlichen Lied schlugen sie reihum im Takt und die Mägde versorgten sie mit neuen Kornbündeln.
Gisela bemerkte, wie Barbara gerade unter einem der Dreschflegel wegtauchte. Die unerfahrene Frau war viel zu ungeschickt und beinah wäre sie von dem herum wirbelnden Holz am Kopfe getroffen worden.
Sie hatte einfach nicht den Rhythmus, der jeder Landmagd mit in die Wiege gelegt worden war. Abermals bückte sie sich im ungünstigsten Moment und Gisela konnte sie gerade noch zurückreisen, bevor schlimmeres passieren konnte.
Sie nahm die Freundin zur Seite und sah die Tränen in ihren Augen.
„Bleib hinter mir und sieh mir zu. Ich hole das ausgedroschene Stroh und du bringst es dann nach hinten zu den Strohpuppen am Zaun“, raunte sie der Freundin zu und strich ihr dabei liebevoll über die Wange.
Gisela spürte dabei, wie Barbara sich ihr entgegendrückte und dankbar zunickte.
Augenblicklich begann sich Gisela in den dumpfen Rhythmus zu begeben. Es dauerte nur einen Atemzug, dann hatte sie die Bewegung aufgenommen. Jahrelang hatte sie diese Tätigkeit im Sommer ausgeführt und sie hätte wohl auch mit verbundenen Augen den richtigen Moment zum Zupacken gefunden.
In fließenden Bewegungen zog sie das Stroh fort, reicht es nach hinten und sah, wie von der anderen Seite neue Ähren nachgeschoben wurden.
Die Männer waren gut und eingespielt und hier saß wirklich jeder Hieb! Es waren fast nur ältere Bauern und Knechte, die jüngeren waren wohl beim Aufstand gewesen.
Im Takt des Liedes und der Schläge tänzelte sie dahin und erspähte aus dem Augenwinkel, wie der Bauer Kaspar zur Seite nahm.
Für einen Moment stockte sie und wurde augenblicklich ihrerseits von Barbara zurückgerissen. Um Daumenbreite entfernt sauste der Dreschflegel vor ihrer Nase zu Boden.
Unvorsichtigkeit konnte hier schwerste Verletzungen nach sich ziehen, das wusste sie seit Jahren, und trotzdem war sie so nachlässig gewesen.
Schnaufend schaute sie über die Männer hinweg zur anderen Seite. Der Bauer trank mit Kaspar während der Arbeit! Eigentlich war dies eine Ungeheuerlichkeit! Was konnte das nur bedeuten?
„Gisela! Trödle nicht!“, fuhr die Bäuerin sie an und riss sie damit vorerst aus ihren Grübeleien.
Gerade war die Arbeit wichtiger!
Viel konzentrierter machte sie weiter und bei jedem Griff berührten sich ihre und Barbaras Hände. Da war so etwas Vertrautes darin und sie spürte, wie das Eis in Barbaras Seele mit jedem Körperkontakt immer mehr schmolz.
Irgendwann machten die Männer eine Pause und das war das Signal für alle Mägde, sich auf das gedroschene Korn zu stürzen, um es zur Seite zu räumen.
Seite an Seite knieten Barbara und sie auf dem Platz und klaubten die Körner in flache Körbe.
Vierzig Hände räumten den Platz in Windeseile frei, damit die Männer nach der Rast unverzagt weiterarbeiten konnten, aber weder Barbara noch sie hatten Augen für das Korn, sondern nur füreinander. Ohne Blick nach unten rafften sie das Getreide zusammen und immer wieder berührten sich dabei ihre Hände.
Unbeabsichtigt? Sicher nicht!
Die Männer kamen zurück, die Frauen wichen aus. Kaspar und der Bauer fehlten allerdings! Sicherlich waren sie in der Hütte geblieben. Am wichtigsten Tag des ganzen Jahres! Am Dreschtag!
Die monotone Arbeit ging den ganzen Tag weiter, aber den Bruder sah sie erst in der Abenddämmerung wieder auf dem Platz, als der Bauer die Männer verabschiedete.
Erneut wich Kaspar ihren Fragen aus und verschwand auch schon wenig später mit den Männern. Sicher gingen sie in die Schänke.
Barbara drückte sich neben ihr die Hände in den Rücken, richtete sich ächzend auf und sagte danach leise: „Danke!“
Gemeinsam schlurften sie zum Brunnen hinüber, wo sich Barbara entkräftet auf den Rand setzte. Offensichtlich war sie selbst zum Waschen zu erschöpft und darum half Gisela ihr, als würde sie einem kleinen Kind helfen.
Sie zog der Freundin das Kleid über den Kopf, nahm einen Lappen und wusch ihr Gesicht, Hals und Arme. Danach kniete sie sich vor sie hin und wusch auch Barbaras Beine ab. Einst hatte sie in dieser Art als Zoffmagd jeden Tag Barbara auf ihrem Schloss gewaschen.
Doch dieses Mal war es anders, denn als sie sich wieder aufrichtete, wurde sie von der Freundin dafür mit einem Kuss belohnt. Einem langen Kuss!
Für einen Moment zuckte sie zurück, doch dann kam die Erinnerung an die wunderschöne Nacht zurück.
Barbara griff sich den Lappen und wusch sie jetzt ihrerseits, obwohl sie dazu vor kurzem noch zu abgekämpft gewesen war. Es tat gut, sich so verwöhnen zu lassen.
Wenig später schlenderten sie, Hand in Hand, zur Scheue zurück.
In diesem Gebäude und in der einsetzenden Dämmerung folgte ein neuer Kuss.
Augenblicklich schmolz ihrer beider Herz.
Aus der Freundschaft wurde Liebe, die aufloderte und vor der es kein Halten mehr gab.
Hektisch entledigten sie sich der Unterkleider und nur Bruchteile eines Augenblickes später sanken sie in das Stroh. Leidenschaftlich küssten sie sich.
Sie streichelten und liebten sich.
Im Dunkel der Scheune trieben sie sich beide gegenseitig zur Erlösung hin und die Erschöpfung des Tages war weit fort.
Stöhnend bäumte sich Barbara unter ihren Fingern auf. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Im Schatten des Regenbogens“ mit ISBN 978-3-7562-5829-1, demnächst als Buch für 11,50 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://buch.goeritz-netz.de/40.html

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“

„Die Bruderschaft des Regenbogens“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ ist am 23.11.2015 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7386-5136-2

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

112 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Sachsen zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Als Kind ist Thomas in das Kloster eingetreten, doch im Laufe der Zeit kommt er immer mehr in den Konflikt mit der Kirche. Sein Zusammentreffen mit Müntzer und Luther führt bei ihm auch zu einer inneren Reformation. Hin- und Hergerissen zwischen den Ansichten dieser beiden Prediger ergreift er Partei für die Bauern, aus deren Stand auch er einst kam. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände muss er sich entscheiden, wie sein Lebensweg weiter gehen soll.

Der Autor verwendet eine Sprache, die im Kontext des historischen Erzählens authentisch wirkt. Die Dialoge sorgen für Lebendigkeit und besondere Nähe zum Geschehen. Bildliche Beschreibungen erschaffen besondere Eindrücke vor dem inneren Auge des Lesers. Der Text richtet sich an ein historisch interessiertes Publikum.

Fazit: Ein weiteres, lesenswertes Abenteuer, das den Leser in die spannende Zeit der Reformation und des Bauernkrieges zum Ende des Mittelalters entführt.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei BoD:
http://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/die-bruderschaft-des-regenbogens/9783738651362.html

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Die-Bruderschaft-Regenbogens-Uwe-Goeritz/dp/3738651365?SubscriptionId=AKIAIWBZRQIIPF7IKQPA

Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=978-3-7386-5136-2

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogebns“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7392-6485-1 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… Die Bäume schienen auf ihn zu zukommen. Wie Hände griffen die Zweige nach ihm. Der Mönch lief durch den dunklen Wald, nein, er lief nicht, er rannte. Wer war hinter ihm her? Aus der Finsternis sah er eine dunkle Gestalt auf sich zukommen, im Mondlicht blitzte eine Klinge auf. Der Mönch riss die Arme zum Schutz nach oben und versuchte sein Gesicht zu bedecken, aber konnte er die Klinge damit wirklich abwehren? Der kalte Stahl zerschnitt den Stoff seiner Ärmel und berührte seine Haut. Mit einem Schrei und in Schweiß gebadet schreckte der Mönch aus dem Traum auf und schaute sich um. Andreas saß auf dem Bett in seiner Zelle im Kloster und fragte sich „Woher kam nur dieser Traum?“

Vom anderen Ende seiner Zelle vernahm er ein quietschen. Die Türe öffnete sich einen Spalt und ein Lichtschein fiel in das Dunkel des Zimmers. Ein anderer Mönch, durch den Schrei geweckt, steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür, aber bevor er irgendetwas Fragen konnte sagte Andreas „Es war nur ein Traum.“ Der andere Mönch nickte, verließ das Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Andreasstand auf und schaute durch das Fenster neben dem kleinen Kreuz, es war mitten in der Nacht. Er zündete das Talglicht an und dachte an seinen Freund Thomas, der nun schon viele Monate auf Wanderschaft war. Wo war er in diesem Moment? Und kam der Traum vielleicht von ihm? War er in Gefahr? Da Andreas nun schon mal wach war, und irgendwie auch Angst vor dem Einschlafen und dem Traum hatte, wollte er in die kleine Kirche des Klosters hinunter gehen, um für ihn, und die anderen Mönche auf Wanderschaft, zu beten.

Leise ging er, mit seinem Talglicht in der Hand, erst den dunklen Flur entlang an den Zimmern der Mönche vorbei und danach die Treppe hinunter. Mit einem knarren öffnete er die Tür und trat in den nur spärlich beleuchteten Raum hinein. In der Kapelle saßen vorn am Altar zwei Mönche und beteten das stündliche Gebet. Andreas setzte sich in die letzte Reihe und schaute nach vor. Neben dem Altar stand die Figur des heiligen Santiago. Einer der Mönche hatte diese Figur vor ein paar Jahren von einer Wallfahrt mitgebracht. Den ganzen langen Weg vom Ende der Welt bis hier her hatte er diese schwere, hölzerne Figur auf seinem Rücken getragen. Zu diesem Heiligen, dem Schutzpatron der Wandermönche, betete Andreas nun, das seinem Freund draußen nichts passierte.

Er dachte plötzlich, mitten im Gebet für Thomas, auch an seinen Bruder Johannes, der mit den Männern des Grafen auf dem Kriegszug gegen die Bauernaufstände war. Obwohl er diesen Krieg nicht gutheißen konnte schloss er seinen Bruder dennoch mit in das Gebet ein. Lange saß er in der Kirche bis hinter dem Altar das Licht der aufgehenden Sonne durch die Fenster schimmerte. Der neue Tag begann gerade sein erstes Licht durch die bunten Scheiben zu schicken und genau jetzt, in diesem Moment stand die Sonne hinter dem Bild, auf dem der Heilige Georg abgebildet war. Durch das Licht begann der Heilige wie von innen zu leuchten.

In seiner schimmernden Rüstung kämpfte er mit dem Drachen, den er mit seinem Speer durchbohrte, während der Drache sein Maul aufriss. Gut gegen Böse. Engel gegen Drachen. Wer aber war in diesem Kampf der Gute? Der Bauer, der sich gegen die Ausbeutung durch seine Herren auflehnte, oder sein Bruder, der gegen diese Bauern kämpfte? Welche Rolle spielte dabei aber sein Freund Thomas? Und welche Rolle spielet er, Andreas, hierbei?

In vielen Gesprächen mit den Bauern, die ihre Pacht ins Kloster bringen mussten, hatte er von der Not der Familien erfahren. Ihm im Kloster war es bisher immer gut gegangen und im Gegensatz zu seinem Freund war er aus vornehmem Haus, aus der Familie eines Kaufmannes. Er selbst hatte nie Hunger oder Kälte erleben müssen. Thomas hatte ihm von den Hungerwintern seiner Kindheit erzählt. Die Kinder der Bauern, die jeden Sonntag zur Schule kamen, hatten oft nicht mal das nötigste zum anziehen. Die Mönche versuchten den Kindern so gut es ging zu helfen, so wie Thomas es angefangen hatte, so führte nun Andreas die Schule der Kinder und oft gab er den kleinen einen Apfel oder eine andere Leckerei. Auch er hatte an den leuchtenden Augen die Dankbarkeit der Kinder bemerkt.

War es aber nicht die Gottgegebene Ordnung, die diese Bauern ablehnten? Konnte man diese Probleme nicht auch mit friedlichen Mitteln lösen? Er sah wieder auf das Bild des Heiligen Georg und die Sonne Stand nun über ihm und beleuchtet das goldene Kreuz am Altar. Sollten sie als Mönche nicht eigentlich den Glauben bei den Menschen stärken und nicht solche Reichtümer anhäufen? Würde ein hölzernes Kreuz nicht genauso, oder, da Jesus Zimmermann gewesen war, noch besser, zu ihrem Anspruch passen? …“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“

„Die Bruderschaft des Regenbogens“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ ist am 23.11.2015 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7386-5136-2

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

112 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:

„Sachsen zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Als Kind ist Thomas in das Kloster eingetreten, doch im Laufe der Zeit kommt er immer mehr in den Konflikt mit der Kirche. Sein Zusammentreffen mit Müntzer und Luther führt bei ihm auch zu einer inneren Reformation. Hin- und Hergerissen zwischen den Ansichten dieser beiden Prediger ergreift er Partei für die Bauern, aus deren Stand auch er einst kam. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände muss er sich entscheiden, wie sein Lebensweg weiter gehen soll.

Der Autor verwendet eine Sprache, die im Kontext des historischen Erzählens authentisch wirkt. Die Dialoge sorgen für Lebendigkeit und besondere Nähe zum Geschehen. Bildliche Beschreibungen erschaffen besondere Eindrücke vor dem inneren Auge des Lesers. Der Text richtet sich an ein historisch interessiertes Publikum.

Fazit: Ein weiteres, lesenswertes Abenteuer, das den Leser in die spannende Zeit der Reformation und des Bauernkrieges zum Ende des Mittelalters entführt.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei BoD:
http://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/die-bruderschaft-des-regenbogens/9783738651362.html

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei Amazon:
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http://www.bookbutler.de/compare?isbn=978-3-7386-5136-2

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogebns“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7392-6485-1 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… Die Bäume schienen auf ihn zu zukommen. Wie Hände griffen die Zweige nach ihm. Der Mönch lief durch den dunklen Wald, nein, er lief nicht, er rannte. Wer war hinter ihm her? Aus der Finsternis sah er eine dunkle Gestalt auf sich zukommen, im Mondlicht blitzte eine Klinge auf. Der Mönch riss die Arme zum Schutz nach oben und versuchte sein Gesicht zu bedecken, aber konnte er die Klinge damit wirklich abwehren? Der kalte Stahl zerschnitt den Stoff seiner Ärmel und berührte seine Haut. Mit einem Schrei und in Schweiß gebadet schreckte der Mönch aus dem Traum auf und schaute sich um. Andreas saß auf dem Bett in seiner Zelle im Kloster und fragte sich „Woher kam nur dieser Traum?“

Vom anderen Ende seiner Zelle vernahm er ein quietschen. Die Türe öffnete sich einen Spalt und ein Lichtschein fiel in das Dunkel des Zimmers. Ein anderer Mönch, durch den Schrei geweckt, steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür, aber bevor er irgendetwas Fragen konnte sagte Andreas „Es war nur ein Traum.“ Der andere Mönch nickte, verließ das Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Andreasstand auf und schaute durch das Fenster neben dem kleinen Kreuz, es war mitten in der Nacht. Er zündete das Talglicht an und dachte an seinen Freund Thomas, der nun schon viele Monate auf Wanderschaft war. Wo war er in diesem Moment? Und kam der Traum vielleicht von ihm? War er in Gefahr? Da Andreas nun schon mal wach war, und irgendwie auch Angst vor dem Einschlafen und dem Traum hatte, wollte er in die kleine Kirche des Klosters hinunter gehen, um für ihn, und die anderen Mönche auf Wanderschaft, zu beten.

Leise ging er, mit seinem Talglicht in der Hand, erst den dunklen Flur entlang an den Zimmern der Mönche vorbei und danach die Treppe hinunter. Mit einem knarren öffnete er die Tür und trat in den nur spärlich beleuchteten Raum hinein. In der Kapelle saßen vorn am Altar zwei Mönche und beteten das stündliche Gebet. Andreas setzte sich in die letzte Reihe und schaute nach vor. Neben dem Altar stand die Figur des heiligen Santiago. Einer der Mönche hatte diese Figur vor ein paar Jahren von einer Wallfahrt mitgebracht. Den ganzen langen Weg vom Ende der Welt bis hier her hatte er diese schwere, hölzerne Figur auf seinem Rücken getragen. Zu diesem Heiligen, dem Schutzpatron der Wandermönche, betete Andreas nun, das seinem Freund draußen nichts passierte.

Er dachte plötzlich, mitten im Gebet für Thomas, auch an seinen Bruder Johannes, der mit den Männern des Grafen auf dem Kriegszug gegen die Bauernaufstände war. Obwohl er diesen Krieg nicht gutheißen konnte schloss er seinen Bruder dennoch mit in das Gebet ein. Lange saß er in der Kirche bis hinter dem Altar das Licht der aufgehenden Sonne durch die Fenster schimmerte. Der neue Tag begann gerade sein erstes Licht durch die bunten Scheiben zu schicken und genau jetzt, in diesem Moment stand die Sonne hinter dem Bild, auf dem der Heilige Georg abgebildet war. Durch das Licht begann der Heilige wie von innen zu leuchten.

In seiner schimmernden Rüstung kämpfte er mit dem Drachen, den er mit seinem Speer durchbohrte, während der Drache sein Maul aufriss. Gut gegen Böse. Engel gegen Drachen. Wer aber war in diesem Kampf der Gute? Der Bauer, der sich gegen die Ausbeutung durch seine Herren auflehnte, oder sein Bruder, der gegen diese Bauern kämpfte? Welche Rolle spielte dabei aber sein Freund Thomas? Und welche Rolle spielet er, Andreas, hierbei?

In vielen Gesprächen mit den Bauern, die ihre Pacht ins Kloster bringen mussten, hatte er von der Not der Familien erfahren. Ihm im Kloster war es bisher immer gut gegangen und im Gegensatz zu seinem Freund war er aus vornehmem Haus, aus der Familie eines Kaufmannes. Er selbst hatte nie Hunger oder Kälte erleben müssen. Thomas hatte ihm von den Hungerwintern seiner Kindheit erzählt. Die Kinder der Bauern, die jeden Sonntag zur Schule kamen, hatten oft nicht mal das nötigste zum anziehen. Die Mönche versuchten den Kindern so gut es ging zu helfen, so wie Thomas es angefangen hatte, so führte nun Andreas die Schule der Kinder und oft gab er den kleinen einen Apfel oder eine andere Leckerei. Auch er hatte an den leuchtenden Augen die Dankbarkeit der Kinder bemerkt.

War es aber nicht die Gottgegebene Ordnung, die diese Bauern ablehnten? Konnte man diese Probleme nicht auch mit friedlichen Mitteln lösen? Er sah wieder auf das Bild des Heiligen Georg und die Sonne Stand nun über ihm und beleuchtet das goldene Kreuz am Altar. Sollten sie als Mönche nicht eigentlich den Glauben bei den Menschen stärken und nicht solche Reichtümer anhäufen? Würde ein hölzernes Kreuz nicht genauso, oder, da Jesus Zimmermann gewesen war, noch besser, zu ihrem Anspruch passen? …“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“

„Die Bruderschaft des Regenbogens“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ ist am 23.11.2015 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7386-5136-2

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Hier dazu der Klappentext:

„Sachsen zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Als Kind ist Thomas in das Kloster eingetreten, doch im Laufe der Zeit kommt er immer mehr in den Konflikt mit der Kirche. Sein Zusammentreffen mit Müntzer und Luther führt bei ihm auch zu einer inneren Reformation. Hin- und Hergerissen zwischen den Ansichten dieser beiden Prediger ergreift er Partei für die Bauern, aus deren Stand auch er einst kam. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände muss er sich entscheiden, wie sein Lebensweg weiter gehen soll.
Der Autor verwendet eine Sprache, die im Kontext des historischen Erzählens authentisch wirkt. Die Dialoge sorgen für Lebendigkeit und besondere Nähe zum Geschehen. Bildliche Beschreibungen erschaffen besondere Eindrücke vor dem inneren Auge des Lesers. Der Text richtet sich an ein historisch interessiertes Publikum.
Fazit: Ein weiteres, lesenswertes Abenteuer, das den Leser in die spannende Zeit der Reformation und des Bauernkrieges zum Ende des Mittelalters entführt.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei BoD:
http://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/die-bruderschaft-des-regenbogens/9783738651362.html

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Die-Bruderschaft-Regenbogens-Uwe-Goeritz/dp/3738651365?SubscriptionId=AKIAIWBZRQIIPF7IKQPA

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Leseprobe:

„…
Die Bäume schienen auf ihn zu zukommen. Wie Hände griffen die Zweige nach ihm. Der Mönch lief durch den dunklen Wald, nein, er lief nicht, er rannte. Wer war hinter ihm her? Aus der Finsternis sah er eine dunkle Gestalt auf sich zukommen, im Mondlicht blitzte eine Klinge auf. Der Mönch riss die Arme zum Schutz nach oben und versuchte sein Gesicht zu bedecken, aber konnte er die Klinge damit wirklich abwehren? Der kalte Stahl zerschnitt den Stoff seiner Ärmel und berührte seine Haut. Mit einem Schrei und in Schweiß gebadet schreckte der Mönch aus dem Traum auf und schaute sich um. Andreas saß auf dem Bett in seiner Zelle im Kloster und fragte sich „Woher kam nur dieser Traum?“

Vom anderen Ende seiner Zelle vernahm er ein quietschen. Die Türe öffnete sich einen Spalt und ein Lichtschein fiel in das Dunkel des Zimmers. Ein anderer Mönch, durch den Schrei geweckt, steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür, aber bevor er irgendetwas Fragen konnte sagte Andreas „Es war nur ein Traum.“ Der andere Mönch nickte, verließ das Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Andreasstand auf und schaute durch das Fenster neben dem kleinen Kreuz, es war mitten in der Nacht. Er zündete das Talglicht an und dachte an seinen Freund Thomas, der nun schon viele Monate auf Wanderschaft war. Wo war er in diesem Moment? Und kam der Traum vielleicht von ihm? War er in Gefahr? Da Andreas nun schon mal wach war, und irgendwie auch Angst vor dem Einschlafen und dem Traum hatte, wollte er in die kleine Kirche des Klosters hinunter gehen, um für ihn, und die anderen Mönche auf Wanderschaft, zu beten.

Leise ging er, mit seinem Talglicht in der Hand, erst den dunklen Flur entlang an den Zimmern der Mönche vorbei und danach die Treppe hinunter. Mit einem knarren öffnete er die Tür und trat in den nur spärlich beleuchteten Raum hinein. In der Kapelle saßen vorn am Altar zwei Mönche und beteten das stündliche Gebet. Andreas setzte sich in die letzte Reihe und schaute nach vor. Neben dem Altar stand die Figur des heiligen Santiago. Einer der Mönche hatte diese Figur vor ein paar Jahren von einer Wallfahrt mitgebracht. Den ganzen langen Weg vom Ende der Welt bis hier her hatte er diese schwere, hölzerne Figur auf seinem Rücken getragen. Zu diesem Heiligen, dem Schutzpatron der Wandermönche, betete Andreas nun, das seinem Freund draußen nichts passierte.

Er dachte plötzlich, mitten im Gebet für Thomas, auch an seinen Bruder Johannes, der mit den Männern des Grafen auf dem Kriegszug gegen die Bauernaufstände war. Obwohl er diesen Krieg nicht gutheißen konnte schloss er seinen Bruder dennoch mit in das Gebet ein. Lange saß er in der Kirche bis hinter dem Altar das Licht der aufgehenden Sonne durch die Fenster schimmerte. Der neue Tag begann gerade sein erstes Licht durch die bunten Scheiben zu schicken und genau jetzt, in diesem Moment stand die Sonne hinter dem Bild, auf dem der Heilige Georg abgebildet war. Durch das Licht begann der Heilige wie von innen zu leuchten.

In seiner schimmernden Rüstung kämpfte er mit dem Drachen, den er mit seinem Speer durchbohrte, während der Drache sein Maul aufriss. Gut gegen Böse. Engel gegen Drachen. Wer aber war in diesem Kampf der Gute? Der Bauer, der sich gegen die Ausbeutung durch seine Herren auflehnte, oder sein Bruder, der gegen diese Bauern kämpfte? Welche Rolle spielte dabei aber sein Freund Thomas? Und welche Rolle spielet er, Andreas, hierbei?

In vielen Gesprächen mit den Bauern, die ihre Pacht ins Kloster bringen mussten, hatte er von der Not der Familien erfahren. Ihm im Kloster war es bisher immer gut gegangen und im Gegensatz zu seinem Freund war er aus vornehmem Haus, aus der Familie eines Kaufmannes. Er selbst hatte nie Hunger oder Kälte erleben müssen. Thomas hatte ihm von den Hungerwintern seiner Kindheit erzählt. Die Kinder der Bauern, die jeden Sonntag zur Schule kamen, hatten oft nicht mal das nötigste zum anziehen. Die Mönche versuchten den Kindern so gut es ging zu helfen, so wie Thomas es angefangen hatte, so führte nun Andreas die Schule der Kinder und oft gab er den kleinen einen Apfel oder eine andere Leckerei. Auch er hatte an den leuchtenden Augen die Dankbarkeit der Kinder bemerkt.

War es aber nicht die Gottgegebene Ordnung, die diese Bauern ablehnten? Konnte man diese Probleme nicht auch mit friedlichen Mitteln lösen? Er sah wieder auf das Bild des Heiligen Georg und die Sonne Stand nun über ihm und beleuchtet das goldene Kreuz am Altar. Sollten sie als Mönche nicht eigentlich den Glauben bei den Menschen stärken und nicht solche Reichtümer anhäufen? Würde ein hölzernes Kreuz nicht genauso, oder, da Jesus Zimmermann gewesen war, noch besser, zu ihrem Anspruch passen?
…“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“

„…
Die Bäume schienen auf ihn zu zukommen. Wie Hände griffen die Zweige nach ihm. Der Mönch lief durch den dunklen Wald, nein, er lief nicht, er rannte. Wer war hinter ihm her? Aus der Finsternis sah er eine dunkle Gestalt auf sich zukommen, im Mondlicht blitzte eine Klinge auf. Der Mönch riss die Arme zum Schutz nach oben und versuchte sein Gesicht zu bedecken, aber konnte er die Klinge damit wirklich abwehren? Der kalte Stahl zerschnitt den Stoff seiner Ärmel und berührte seine Haut. Mit einem Schrei und in Schweiß gebadet schreckte der Mönch aus dem Traum auf und schaute sich um. Andreas saß auf dem Bett in seiner Zelle im Kloster und fragte sich „Woher kam nur dieser Traum?“

Vom anderen Ende seiner Zelle vernahm er ein quietschen. Die Türe öffnete sich einen Spalt und ein Lichtschein fiel in das Dunkel des Zimmers. Ein anderer Mönch, durch den Schrei geweckt, steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür, aber bevor er irgendetwas Fragen konnte sagte Andreas „Es war nur ein Traum.“ Der andere Mönch nickte, verließ das Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Andreasstand auf und schaute durch das Fenster neben dem kleinen Kreuz, es war mitten in der Nacht. Er zündete das Talglicht an und dachte an seinen Freund Thomas, der nun schon viele Monate auf Wanderschaft war. Wo war er in diesem Moment? Und kam der Traum vielleicht von ihm? War er in Gefahr? Da Andreas nun schon mal wach war, und irgendwie auch Angst vor dem Einschlafen und dem Traum hatte, wollte er in die kleine Kirche des Klosters hinunter gehen, um für ihn, und die anderen Mönche auf Wanderschaft, zu beten.

Leise ging er, mit seinem Talglicht in der Hand, erst den dunklen Flur entlang an den Zimmern der Mönche vorbei und danach die Treppe hinunter. Mit einem knarren öffnete er die Tür und trat in den nur spärlich beleuchteten Raum hinein. In der Kapelle saßen vorn am Altar zwei Mönche und beteten das stündliche Gebet. Andreas setzte sich in die letzte Reihe und schaute nach vor. Neben dem Altar stand die Figur des heiligen Santiago. Einer der Mönche hatte diese Figur vor ein paar Jahren von einer Wallfahrt mitgebracht. Den ganzen langen Weg vom Ende der Welt bis hier her hatte er diese schwere, hölzerne Figur auf seinem Rücken getragen. Zu diesem Heiligen, dem Schutzpatron der Wandermönche, betete Andreas nun, das seinem Freund draußen nichts passierte.

Er dachte plötzlich, mitten im Gebet für Thomas, auch an seinen Bruder Johannes, der mit den Männern des Grafen auf dem Kriegszug gegen die Bauernaufstände war. Obwohl er diesen Krieg nicht gutheißen konnte schloss er seinen Bruder dennoch mit in das Gebet ein. Lange saß er in der Kirche bis hinter dem Altar das Licht der aufgehenden Sonne durch die Fenster schimmerte. Der neue Tag begann gerade sein erstes Licht durch die bunten Scheiben zu schicken und genau jetzt, in diesem Moment stand die Sonne hinter dem Bild, auf dem der Heilige Georg abgebildet war. Durch das Licht begann der Heilige wie von innen zu leuchten.

In seiner schimmernden Rüstung kämpfte er mit dem Drachen, den er mit seinem Speer durchbohrte, während der Drache sein Maul aufriss. Gut gegen Böse. Engel gegen Drachen. Wer aber war in diesem Kampf der Gute? Der Bauer, der sich gegen die Ausbeutung durch seine Herren auflehnte, oder sein Bruder, der gegen diese Bauern kämpfte? Welche Rolle spielte dabei aber sein Freund Thomas? Und welche Rolle spielet er, Andreas, hierbei?

In vielen Gesprächen mit den Bauern, die ihre Pacht ins Kloster bringen mussten, hatte er von der Not der Familien erfahren. Ihm im Kloster war es bisher immer gut gegangen und im Gegensatz zu seinem Freund war er aus vornehmem Haus, aus der Familie eines Kaufmannes. Er selbst hatte nie Hunger oder Kälte erleben müssen. Thomas hatte ihm von den Hungerwintern seiner Kindheit erzählt. Die Kinder der Bauern, die jeden Sonntag zur Schule kamen, hatten oft nicht mal das nötigste zum anziehen. Die Mönche versuchten den Kindern so gut es ging zu helfen, so wie Thomas es angefangen hatte, so führte nun Andreas die Schule der Kinder und oft gab er den kleinen einen Apfel oder eine andere Leckerei. Auch er hatte an den leuchtenden Augen die Dankbarkeit der Kinder bemerkt.

War es aber nicht die Gottgegebene Ordnung, die diese Bauern ablehnten? Konnte man diese Probleme nicht auch mit friedlichen Mitteln lösen? Er sah wieder auf das Bild des Heiligen Georg und die Sonne Stand nun über ihm und beleuchtet das goldene Kreuz am Altar. Sollten sie als Mönche nicht eigentlich den Glauben bei den Menschen stärken und nicht solche Reichtümer anhäufen? Würde ein hölzernes Kreuz nicht genauso, oder, da Jesus Zimmermann gewesen war, noch besser, zu ihrem Anspruch passen?
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weiter lesen in meinem Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ mit ISBN 978-3-7386-5136-2, als Buch für 7,90 Euro und als E-Book für nur 2,49 Euro(bis 1.12016 für nur 1,49 Euro als E-Book).

Alle Informationen immer unter http://www.buch.goeritz-netz.de/12.html
„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei BoD:
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auch im AppStore und GooglePlayStore erhältlich.

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„…
Die Bäume schienen auf ihn zu zukommen. Wie Hände griffen die Zweige nach ihm. Der Mönch lief durch den dunklen Wald, nein, er lief nicht, er rannte. Wer war hinter ihm her? Aus der Finsternis sah er eine dunkle Gestalt auf sich zukommen, im Mondlicht blitzte eine Klinge auf. Der Mönch riss die Arme zum Schutz nach oben und versuchte sein Gesicht zu bedecken, aber konnte er die Klinge damit wirklich abwehren? Der kalte Stahl zerschnitt den Stoff seiner Ärmel und berührte seine Haut. Mit einem Schrei und in Schweiß gebadet schreckte der Mönch aus dem Traum auf und schaute sich um. Andreas saß auf dem Bett in seiner Zelle im Kloster und fragte sich „Woher kam nur dieser Traum?“

Vom anderen Ende seiner Zelle vernahm er ein quietschen. Die Türe öffnete sich einen Spalt und ein Lichtschein fiel in das Dunkel des Zimmers. Ein anderer Mönch, durch den Schrei geweckt, steckte verschlafen seinen Kopf durch die Tür, aber bevor er irgendetwas Fragen konnte sagte Andreas „Es war nur ein Traum.“ Der andere Mönch nickte, verließ das Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Andreasstand auf und schaute durch das Fenster neben dem kleinen Kreuz, es war mitten in der Nacht. Er zündete das Talglicht an und dachte an seinen Freund Thomas, der nun schon viele Monate auf Wanderschaft war. Wo war er in diesem Moment? Und kam der Traum vielleicht von ihm? War er in Gefahr? Da Andreas nun schon mal wach war, und irgendwie auch Angst vor dem Einschlafen und dem Traum hatte, wollte er in die kleine Kirche des Klosters hinunter gehen, um für ihn, und die anderen Mönche auf Wanderschaft, zu beten.

Leise ging er, mit seinem Talglicht in der Hand, erst den dunklen Flur entlang an den Zimmern der Mönche vorbei und danach die Treppe hinunter. Mit einem knarren öffnete er die Tür und trat in den nur spärlich beleuchteten Raum hinein. In der Kapelle saßen vorn am Altar zwei Mönche und beteten das stündliche Gebet. Andreas setzte sich in die letzte Reihe und schaute nach vor. Neben dem Altar stand die Figur des heiligen Santiago. Einer der Mönche hatte diese Figur vor ein paar Jahren von einer Wallfahrt mitgebracht. Den ganzen langen Weg vom Ende der Welt bis hier her hatte er diese schwere, hölzerne Figur auf seinem Rücken getragen. Zu diesem Heiligen, dem Schutzpatron der Wandermönche, betete Andreas nun, das seinem Freund draußen nichts passierte.

Er dachte plötzlich, mitten im Gebet für Thomas, auch an seinen Bruder Johannes, der mit den Männern des Grafen auf dem Kriegszug gegen die Bauernaufstände war. Obwohl er diesen Krieg nicht gutheißen konnte schloss er seinen Bruder dennoch mit in das Gebet ein. Lange saß er in der Kirche bis hinter dem Altar das Licht der aufgehenden Sonne durch die Fenster schimmerte. Der neue Tag begann gerade sein erstes Licht durch die bunten Scheiben zu schicken und genau jetzt, in diesem Moment stand die Sonne hinter dem Bild, auf dem der Heilige Georg abgebildet war. Durch das Licht begann der Heilige wie von innen zu leuchten.

In seiner schimmernden Rüstung kämpfte er mit dem Drachen, den er mit seinem Speer durchbohrte, während der Drache sein Maul aufriss. Gut gegen Böse. Engel gegen Drachen. Wer aber war in diesem Kampf der Gute? Der Bauer, der sich gegen die Ausbeutung durch seine Herren auflehnte, oder sein Bruder, der gegen diese Bauern kämpfte? Welche Rolle spielte dabei aber sein Freund Thomas? Und welche Rolle spielet er, Andreas, hierbei?

In vielen Gesprächen mit den Bauern, die ihre Pacht ins Kloster bringen mussten, hatte er von der Not der Familien erfahren. Ihm im Kloster war es bisher immer gut gegangen und im Gegensatz zu seinem Freund war er aus vornehmem Haus, aus der Familie eines Kaufmannes. Er selbst hatte nie Hunger oder Kälte erleben müssen. Thomas hatte ihm von den Hungerwintern seiner Kindheit erzählt. Die Kinder der Bauern, die jeden Sonntag zur Schule kamen, hatten oft nicht mal das nötigste zum anziehen. Die Mönche versuchten den Kindern so gut es ging zu helfen, so wie Thomas es angefangen hatte, so führte nun Andreas die Schule der Kinder und oft gab er den kleinen einen Apfel oder eine andere Leckerei. Auch er hatte an den leuchtenden Augen die Dankbarkeit der Kinder bemerkt.

War es aber nicht die Gottgegebene Ordnung, die diese Bauern ablehnten? Konnte man diese Probleme nicht auch mit friedlichen Mitteln lösen? Er sah wieder auf das Bild des Heiligen Georg und die Sonne Stand nun über ihm und beleuchtet das goldene Kreuz am Altar. Sollten sie als Mönche nicht eigentlich den Glauben bei den Menschen stärken und nicht solche Reichtümer anhäufen? Würde ein hölzernes Kreuz nicht genauso, oder, da Jesus Zimmermann gewesen war, noch besser, zu ihrem Anspruch passen?
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weiter lesen in meinem Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ mit ISBN 978-3-7386-5136-2, als Buch für 7,90 Euro und als E-Book für nur 2,49 Euro(bis 1.12016 für nur 1,49 Euro als E-Book).

Alle Informationen immer unter http://www.buch.goeritz-netz.de/12.html
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Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ als E-Book

„Die Bruderschaft des Regenbogens“

Mein Buch „Die Bruderschaft des Regenbogens“ ist am 23.11.2015 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7386-5136-2

Hier dazu der Klappentext:

„Sachsen zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Als Kind ist Thomas in das Kloster eingetreten, doch im Laufe der Zeit kommt er immer mehr in den Konflikt mit der Kirche. Sein Zusammentreffen mit Müntzer und Luther führt bei ihm auch zu einer inneren Reformation. Hin- und Hergerissen zwischen den Ansichten dieser beiden Prediger ergreift er Partei für die Bauern, aus deren Stand auch er einst kam. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände muss er sich entscheiden, wie sein Lebensweg weiter gehen soll.

Der Autor verwendet eine Sprache, die im Kontext des historischen Erzählens authentisch wirkt. Die Dialoge sorgen für Lebendigkeit und besondere Nähe zum Geschehen. Bildliche Beschreibungen erschaffen besondere Eindrücke vor dem inneren Auge des Lesers. Der Text richtet sich an ein historisch interessiertes Publikum.

Fazit: Ein weiteres, lesenswertes Abenteuer, das den Leser in die spannende Zeit der Reformation und des Bauernkrieges zum Ende des Mittelalters entführt.“

Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei BoD:
http://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/die-bruderschaft-des-regenbogens/9783738651362.html

„Die Bruderschaft des Regenbogens“ bei Amazon:
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„Sachsen zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Als Kind ist Thomas in das Kloster eingetreten, doch im Laufe der Zeit kommt er immer mehr in den Konflikt mit der Kirche. Sein Zusammentreffen mit Müntzer und Luther führt bei ihm auch zu einer inneren Reformnation. Hin- und Hergerissen zwischen den Ansichten dieser beiden Prediger ergreift er Partei für die Bauern, aus deren Stand auch er einst kam. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände muss er sich entscheiden, wie sein Lebensweg weiter gehen soll.
Der Autor verwendet eine Sprache, die im Kontext des historischen Erzählens authentisch wirkt. Die Dialoge sorgen für Lebendigkeit und besondere Nähe zum Geschehen. Bildliche Beschreibungen erschaffen besondere Eindrücke vor dem inneren Auge des Lesers. Der Text richtet sich an ein historisch interessiertes Publikum.
Fazit: Ein weiteres, lesenswertes Abenteuer, das den Leser in die spannende Zeit der Reformation und des Bauernkrieges zum Ende des Mittelalters entführt.“

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