Brauchtum und Rituale

Im heute vielerorts üblichen Brauchtum spiegeln sich viele uralte Rituale wieder die bereits bei unseren Vorfahren üblich waren. Durch die Christianisierung konnten große Teile unserer Heidnischen Vergangenheit nicht ausgemerzt werden.

Der Christliche Glaube bediente sich vielmehr immer auch an den alten Ritualen. So wurde das alte Fest zu Ehren der Göttin Ostera zu Ostern umgemünzt. Geblieben sind noch die Hasen und die Eier als alte Fruchtbarkeitssymbole. Das Jul Fest wurde zu Weihnachten umgedeutet und der alte Jul-Kranz zum Adventskranz.

Am deutlichsten zeigt sich der alte Glauben in den Sagen und Märchen wobei diese vielfach leider der Zeit angepasst wurden. Zum Beispiel ist Frau Holle im Märchen geblieben aber der Bezug zu Frau Holla, zu Frau Perscht oder zur Göttin Hel aus der alten Zeit ist weitgehend verloren gegangen.

In einigen Gegenden im Gebirge werden noch die Perschtenläufer oder auch die Hollefrauen verehrt die das Jahr beschließen und die Geister vertreiben sollen. Der alte Glaube ließ sich über all die tausend Jahre in diesen Gegenden nicht vertreiben weil die Menschen dort von der Umwelt isoliert waren durch die natürliche Lage und Abgeschiedenheit.

Sollten wir hier im Flachland nicht auch ab und zu mal wieder an die alten Götter unsere Vorfahren zurückdenken und uns mal wieder auf das besinnen was lange gut funktioniert hat? Ich denke schon das dies in Ritualen passieren sollte und ein jeder kann sich die Rituale selbst so zusammenstellen wie er es für richtig und stimmig hält.

Da kann man nicht viel falsch machen und wenn ihr mal wieder einen Holunderbaum seht dann denkt mal bitte an die Frau Holle denn dieser Baum war mal ihr geweiht als sie noch als Fruchtbarkeits- und Jahreszeitengöttin bei unseren Vorfahren unterwegs war.

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Das Julfest

Am 21.12. wird wieder, wie in jedem Jahr, die Wintersonnenwende gefeiert. Das ist der kürzeste Tag und die längste Nacht.

Für unsere Vorfahren war das ein wichtiges Fest weil danach die Sonnenstunden pro Tag wieder mehr wurden. Es war sozusagen das Geburtstagsfest der Sonne. Es wurde als Jul Fest gefeiert und war auch das Ende des alten und der Beginn des neuen Jahres.

Mit vielen Ritualen wurde die Sonne begrüßt und ihr wurde gedankt für die Rückkehr. Es gab Feiern über viele Tage da in dieser Zeit ja weder auf den Feldern noch in den Wäldern viel getan werden konnte. Bei all dem Schnee konnten die Bewohnen ihre Dörfer nur selten Verlassen und so wurde es zu einem wichtigen Familien- und Stammesfest.

Diese Bedeutung hat das Fest und sein Nachfolger, das Weihnachtsfest, bis heute behalten. Es ist ein Fest an dem man an die Familie denkt und bei ihr ist wenn man kann. Auch den Göttern die uns das ganze Jahr beschützt haben sollte man an diesem Tag danken und sie einladen mit uns zu feiern. Sie sind Teil der Familie.

Gedenkt den Göttern und den Ahnen.

Die Feiern im Jahreskreis

Bei den Germanen und Kelten bildete immer die Dunkelheit den Beginn eines Zyklus. Der Monat begann immer mit dem Neumond, der Tag begann mit dem Sonnenuntergang und das Jahr begann im November mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit.

Im Laufe des Jahres wurden acht Feste gefeiert. Einige davon gibt es heute noch.

Damals waren das:

  • Sommersonnwende,
  • Wintersonnwende,
  • Frühjahstagundnachtgleiche,
  • Herbsttagundnachtgleiche und die vier Feste dazwischen wie
  • Allerheiligen,
  • Hochzeit des Lichts,
  • Geburt des Lichts,
  • Walpurgis.

Alle acht Feste wurden rituelle gefeiert. Jedes Fest war dabei einer bestimmten Gottheit geweiht die auch die rauffolgende Zeit herrschte. Die Übergänge oder auch Nahtstellen von einer Zeit zur anderen gleichen einem Niemandsland in dem weder Ordnung noch Gesetz herrschte. Diese Übergänge galten als magische Momente, als Zwischenzeit, in denen die Begegnung mit der Anderswelt möglich war.

Der keltische Jahreskreis besteht also aus den 4 Kardinalpunkten, den deutlichen Sonnenfeiern, wo es auch keine Mißverständnisse gibt:

  • Sommersonnwende, 21. Juni
  • Wintersonnwende, 21. Dezember
  • Frühjahrstagundnachtgleiche, 21. März
  • Herbsttagundnachtgleiche, 21. September

Und aus den vier Feiern zwischen diesen Sonnenfeiern.

  • Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
  • Imbolc, 2. Februar, “Geburt des Lichts”, “Lichtbrauchnacht”
  • Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
  • Lugnasad, 1. August, “Hochzeit des Lichts”.

Nach einem alten Fund geht man davon aus, dass die Kelten einen Kalender hatten, wo sie Sonnen- und Mondjahr in Übereinstimmung brachten. Sie rechneten in Großzyklen von 19 Sonnenjahren, die 235 Mondmonaten entsprachen. So vereinigten sowohl Sonnensystem als auch Mondsystem, denn alle 19 Jahre stehen Sonne und Mond wieder in gleicher Relation zueinander. Es waren immer 62 Mond-Monate zu einer Einheit zusammengezogen. Das entsprach 5 Sonnenjahren von ungleicher Länge: 3 Jahre zu 12 Monaten und 2 Jahre zu 13 Monaten. Der 13. Monat hatte keinen Namen.

Als Relikt des 13. Monats sind die Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar übrig geblieben. In der Volkskunde ist die Zeitdifferenz zwischen den 12 Mondmonaten und dem Sonnenjahr noch als “Zwölften” bekannt – entspricht genau den 12 Rauhnächten.

Die Feste bei den Kelten

  • Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
  • Imbolc, 2. Februar, “Geburt des Lichts”, „Lichtbrauchnacht”
  • Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
  • Lugnasad, 1. August, “Hochzeit des Lichts”.

Bei den Germanen wurden die Feste auch von der Feldarbeit mitbestimmt. So ist die Rune Jera, aus der sich der Name Jahr bei uns bildete, gleich zeitig für den Jahreskreis als auch für den Ablauf von Säen und Ernten im Gebrauch gewesen. Die Feste wurden dabei auch nur bedingt nach dem Datum ausgerichtet sondern meist nach der Arbeit auf dem Feld.

  • Jul 21.12
  • Disting um den14.2.
  • Ostera 21.3.
  • Walpurgis 1.5.
  • Mittsommer 21.6.
  • Thing – Zeit um den 23.8.
  • Erntedank / Herbstopfer 21.9.
  • Winternacht um den 15.10..

Die Feste haben dabei diese Bedeutung:

  • Disting: Vorbereitung auf die neue Saat
  • Ostera: Fruchtbarkeitsfest, aus diesem Fest wurde Ostern bei uns und aus dem Fruchtbarkeitsfest stammen noch der Hase und das Ei,
  • Walpurgis: die Nacht endet und der der Tag beginnt, daraus wurde dann der Tag der Arbeit weil man mit der Arbeit nun wieder begann
  • Mittsommer: die Sonne hat gesiegt – allen Göttern wird geopfert und sie werden geehrt
  • Thing – Zeit: Versammlungszeit, Beratungen und Gerichtsverhandlungen für Schlichtungen wurden abgehalten.
  • Erntedank: Dank an die Natur und die Götter für die reiche Ernte
  • Winternacht: das Ende der Erntezeit und des alten Jahres und der Beginn des neuen Jahres wurden gefeiert. Nun beginnt die Mittwinterzeit und damit die spirituellen und religiösen Zeit des Jahres
  • Jul – Fest: Verbindung zu den Göttern wird gesucht. Andersweltreisen sind möglich und die Rauhnächte beginnen.

blog-2012-07-06

Quellen:

  • Die Edda, Wilhelm Jordan, Arun
  • Germanische Magie, Gardenstone, Arun
  • Lexikon der keltischen Mythologie, Sylvia und Paul Botherroyd, Diederichs
  • Keltische Mythen, Ingeborg Clarus, Bechtermünz
  • Helrunar, Jan Fries
  • Nordische Magie: Schamanismus und die Runengeheimnisse, von Edred Thorsson von Königsfurt Urania
  • Germanische Mythologie, Wolfgang Golther von Marixverlag

Feiern im Jahreskreis


Bei den Germanen und Kelten bildete immer die Dunkelheit den Beginn eines Zyklus. Der Monat begann immer mit dem Neumond, der Tag begann mit dem Sonnenuntergang und das Jahr begann im November mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit. Im Laufe des Jahres wurden acht Feste gefeiert. Einige davon gibt es heute noch.

Damals waren das:
Sommersonnwende, Wintersonnwende, Frühjahstagundnachtgleiche, Herbsttagundnachtgleiche und die vier Feste dazwischen wie Allerheiligen, Hochzeit des Lichts, Geburt des Lichts, Walpurgis.


Alle acht Feste wurden rituelle gefeiert. Jedes Fest war dabei einer bestimmten Gottheit geweiht die auch die darauffolgende Zeit herrschte. Die Übergänge oder auch Nahtstellen von einer Zeit zur anderen gleichen einem Niemandsland in dem weder Ordnung noch Gesetz herrschte. Diese Übergänge galten als magische Momente, als Zwischenzeit, in denen die Begegnung mit der Anderswelt möglich war.

Der keltische Jahreskreis besteht also aus den 4 Kardinalpunkten, den deutlichen Sonnenfeiern, wo es auch keine Mißverständnisse gibt:


  •   Sommersonnwende, 21. Juni
  •   Wintersonnwende, 21. Dezember
  •   Frühjahrstagundnachtgleiche, 21. März
  •   Herbsttagundnachtgleiche, 21. September

Und aus den vier Feiern zwischen diesen Sonnenfeiern.

  •   Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
  •   Imbolc, 2. Februar, „Geburt des Lichts“, „Lichtbrauchnacht“
  •   Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
  •   Lugnasad, 1. August, „Hochzeit des Lichts“


Nach einem alten Fund geht man davon aus, dass die Kelten einen Kalender hatten, wo sie Sonnen- und Mondjahr in Übereinstimmung brachten. Sie rechneten in Großzyklen von 19 Sonnenjahren, die 235 Mondmonaten entsprachen. So vereinigten sowohl Sonnensystem als auch Mondsystem, denn alle 19 Jahre stehen Sonne und Mond wieder in gleicher Relation zueinander. Es waren immer 62 Mond-Monate zu einer Einheit zusammengezogen. Das entsprach 5 Sonnenjahren von ungleicher Länge: 3 Jahre zu 12 Monaten und 2 Jahre zu 13 Monaten. Der 13. Monat hatte keinen Namen. Als Relikt des 13. Monats sind die Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar übrig geblieben. In der Volkskunde ist die Zeitdifferenz zwischen den 12 Mondmonaten und dem Sonnenjahr noch als „Zwölften“ bekannt – entspricht genau den 12 Rauhnächten.


Feste bei den Kelten
Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
Imbolc, 2. Februar, „Geburt des Lichts“, „Lichtbrauchnacht“
Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
Lugnasad, 1. August, „Hochzeit des Lichts“

Bei den Germanen wurden die Feste auch von der Feldarbeit mitbestimmt. So ist die Rune Jera, aus der sich der Name Jahr bei uns bildete, gleich zeitig für den Jahreskreis als auch für den Ablauf von Säen und Ernten im Gebrauch gewesen.

Die Feste wurden dabei auch nur bedingt nach dem Datum ausgerichtet sondern meist nach der Arbeit auf dem Feld.

  • Jul 21.12
  • Disting um den14.2.
  • Ostera 21.3.
  • Walpurgis 1.5.
  • Mittsommer 21.6.
  • Thing – Zeit um den 23.8.
  • Erntedank / Herbstopfer 21.9.
  • Winternacht um den 15.10.

Die Feste haben dabei diese Bedeutung:

  • Disting: Vorbereitung auf die neue Saat
  • Ostera: Fruchtbarkeitsfest, aus diesem Fest wurde Ostern bei uns und aus dem Fruchtbarkeitsfest stammen noch der Hase und das Ei,
  • Walpurgis: die Nacht endet und der der Tag beginnt, daraus wurde dann der Tag der Arbeit weil man mit der Arbeit nun wieder begann
  • Mittsommer: die Sonne hat gesiegt – allen Göttern wird geopfert und sie werden geehrt
  • Thing – Zeit: Versammlungszeit, Beratungen und Gerichtsverhandlungen für Schlichtungen wurden abgehalten.
  • Erntedank: Dank an die Natur und die Götter für die reiche Ernte
  • Winternacht: das Ende der Erntezeit und des alten Jahres und der Beginn des neuen Jahres wurden gefeiert. Nun beginnt die Mittwinterzeit und damit die spirituellen und religiösen Zeit des Jahres
  • Jul – Fest: Verbindung zu den Göttern wird gesucht. Andersweltreisen sind möglich und die Rauhnächte beginnen.

Quellen:
• Die Edda, Wilhelm Jordan, Arun
• Germanische Magie, Gardenstone, Arun
• Lexikon der keltischen Mythologie, Sylvia und Paul Botherroyd, Diederichs
• Keltische Mythen, Ingeborg Clarus, Bechtermünz
• Helrunar, Jan Fries
• Nordische Magie: Schamanismus und die Runengeheimnisse, von Edred Thorsson von Königsfurt Urania
• Germanische Mythologie, Wolfgang Golther von Marixverlag

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