Mein Buch „Das Schwert des Gladiators“

„Das Schwert des Gladiators“

Mein Buch „Das Schwert des Gladiators“ ist am 29.11.2016 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter http://www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7412-9042-8

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Hier dazu der Klappentext:

„Diese Geschichte spielt im Grenzgebiet zwischen römischen Reich und Germanien, sowie auch in Rom, in der Mitte des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung. Viele germanische Männer waren in dieser Zeit willkommene Verbündete und Kämpfer in den römischen Legionen.

Oft schon als Kinder von ihren Vätern zur Ausbildung nach Rom geschickt oder von den Römern als Geiseln genommen, lernten sie das Leben in der Zivilisation kennen und schätzen. Auch als Gladiatoren waren sie berühmt wegen ihres Körperbaues und ihrer Kraft.

Trotz der Annehmlichkeiten des Lebens in Rom entschlossen sich viele, wieder in die Heimat zurück zukehren. Denn auf der einen Seite hatten sie das freie Land der Stämme, in dem ein jeder gleich war, und auf der anderen Seite das römische Reich, das seine Stärke auch auf den Schultern von unfreien Sklaven aufbaute.

Der Leser wird in die Welt des römischen Kaiserreiches mit seinen Kämpfern, Bürgern, Händlern und Sklaven entführt.“


Hier die Vorschau des Buchcovers:

„Das Schwert des Gladiators“ bei BoD:
http://www.bod.de/buch/uwe-goeritz/das-schwert-des-gladiators/9783741290428.html

„Das Schwert des Gladiators“ bei Amazon:

https://www.amazon.de/Das-Schwert-Gladiators-Uwe-Goeritz/dp/3741290424?SubscriptionId=AKIAIWBZRQIIPF7IKQPA

Diese Online-Shops führen mein Buch „Das Schwert des Gladiators“ ebenfalls:
http://www.bookbutler.de/compare?isbn=9783741290428

Mein Buch „Das Schwert des Gladiators“ ist auch als E-Book erhältlich:

Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7431-0726-7 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.

Leseprobe:

„… Auf der anderen Seite der Arena öffnete sich das Tor und zwei Gladiatoren betraten das Rund. Sie blieben in der Mitte stehen und grüßten mit erhobenem Schwert das jubelnde Publikum, dann öffnete sich das Gitter vor Siegfried und die beiden gingen ebenfalls zur Mitte.

Auch ihnen jubelte das Publikum zu. Es sollte einer der seltenen Gruppenkämpfe werden. Zwei gegen Zwei. Der Sprecher stellte jeden der Kämpfer vor, dann rief er zum Kampf und die Kämpfer wendeten sich einander zu. In geduckter, sprungbereiter Haltung umkreisten sie sich. Immer auch auf den anderen Feind und den Partner achtend. Wer würde wohl den ersten Schlag ansetzen? Es war Markus, der sich auf seinen Gegner stürzte und ihn mit Hieben eindeckte.

Taumelnd wich der Feind zurück und wurde von der Menge ausgebuht. Schnell stellte er sich wieder dem Kampf, doch Markus konnte er nicht lange widerstehen. Inzwischen hatte sich auch Siegfried auf seinen Gegner gestürzt, der aber seinem Hieb besser standhielt. Eine Reihe von Hieben traf Siegfrieds Schild und auch der Schild des Feindes musste vielen Hieben standhalten. Siegfried machte einen Schritt zurück, ließ sein Schild fallen, machte eine Rolle vorwärts und traf den verdutzt da stehenden Feind von der Seite, an dessen Schild vorbei, direkt mit dem Schwert ins Herz. Ohne einen Laut kippte der Mann um und die Zuschauer waren einen Moment still, bevor sie in Jubel ausbrachen.

Als sich Siegfried nach seinem Schild umdrehte, wollte der andere Feind diese Unachtsamkeit des Mannes ausnutzen, doch da streckte ihn Markus mit einem gezielten Hieb nieder. Die beiden Sieger hielten ihre Schwerter hoch, auch um dem Publikum die von Blut beschmierten Klingen zu zeigen. Zwei weiß gekleidete, junge Frauen kamen in die Mitte der Arena und übergaben je einen Ölzweig an Markus und Siegfried, als Zeichen des Sieges. Später würden die beiden Gladiatoren noch eine kleine Summe in Münzen erhalten, wenn sie der Herr ihnen nicht wieder vorenthielt.

Siegfried hielt nun den Ölzweig hoch und wendete sich dem Ausgang zu. Gemeinsam, so wie sie die Arena zuvor betreten hatten, verließen die Kämpfer die Arena wieder. Markus und Siegfried auf ihren Füßen und die anderen beiden, von ein paar Sklaven an ihren Füßen gezogen, in die andere Richtung. Das Dunkel der Gänge hüllte sie alle wieder ein und andere Kämpfer betraten die Arena für den nächsten Kampf.

Am Abend dieses Tages, nachdem alle Überlebenden wieder in ihren Zellen waren, wurde Siegfrieds Zelle vom Trainer erneut geöffnet. Die Herrin betrat seine Zelle und der Mann verschloss die Tür hinter ihr wieder. Die Frau löste ihren Gürtel und zog sich die lange Tunika über den Kopf. Sie trug weder das bei den vornehmen Damen benutzte Brust- noch das Hüfttuch und war damit vollkommen nackt. Siegfried wusste, was sie wollte. Nach den siegreichen Kämpfen ließ der Trainer oft Frauen zu den Gladiatoren. Die Frauen liebten die Nähe der siegreichen Männer, der Trainer verdiente ein paar Denare extra und die Männer hatten ihren Spaß.

Nun wollte anscheinend auch die Herrin die Gunst der Stunde und die Abwesenheit ihres Gemahls nutzen. Siegfried blieb einfach auf seinem Hocker sitzen, musterte sie von oben bis unten, dachte an seine Laetitia und schüttelte ablehnend den Kopf. Nicht verstehend machte die Frau einen Schritt auf ihn zu, doch er sagte laut und bestimmt „Nein!“ Sie drehte sich um, nahm ihre Kleidung und rief nach dem Trainer. Beim Verlassen der Zelle, die der gerufene Mann gerade wieder aufschloss, drehte sie sich noch einmal um „Das wird dir noch leidtun.“ presste sie ärgerlich durch die Zähne.

Siegfried hörte wie eine andere Zelle geöffnet wurde und kurz darauf hörte er die Frau stöhnen. Ein anderer Gladiator war nicht so abweisend gewesen. …“

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Germanischer Speicher

Nachbau eines germanischen Speichers (um ca 700) im Park Canitz

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Germanisches Haus

Nachbau eines germanischen Hauses (um ca 700) im Park Canitz

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Die Germanen

Wir reden heute so beiläufig von den Germanen als ob diese wirklich ein Volk im heutigen Sinne gewesen sind. Nach meiner Meinung gab es dieses Volk nicht.

Es war ein Zusammenschluss von Familien, Orten und Stämmen die von den Römern nur Germanen genannt wurden. Der Name kommt von der Hauptbewaffnung dieser Stämme dem Ger. Mit diesem Speer gingen sie in den Wäldern auf die Jagd und so wurden sie die Ger Männer oder Germanen.

Sie grenzten sich zwar im großen und ganzen von den Römern im Westen und Süden und den Slawen im Osten ab doch die Grenzen waren oft fliesend. Oft war es so, vor allem in der Völkerwanderung, das nicht die Abstammung zählte sondern der Mut der Kämpfer. Wer konnte schloss sich dem Zug an und wurde genau so geachtet wie die anderen auch.

Viele Stammesnamen haben sich über die Zeit hinweg gerettet. Heute kennen wir noch die Sachsen, die Vandalen, die Kimbern und die Franken. Einige Stämme, wir wissen kaum ob sich sich selber wirklich so nannten da es von ihnen kaum Aufzeichnungen gibt, haben ihre Namen ebenfalls von den Verwendeten Waffen bekommen. Die Sachsen vom Sax, dem kurzen Hauschwert. Die Franken von der Franziska, einer Wurfaxt.

Da es von ihnen leider nicht viele Aufzeichnungen gibt bleiben oft nur die Beschreibungen der Römer aber die sind, da sie meist nur von Gefangenen oder Siegern geschrieben wurden, oft durch deren Sicht eingetrübt. Anders als die Wikinger im Norden die ihrer Aufzeichnungen in der Mündlichen Überlieferung behielten wurde durch die Christianisierung bei den Germanen oft das Andenken und die Bräuche zerstört.

Heute erinnern nur noch einige Bezeichnungen von Festen und Orten an diese ferne und bewegte Vergangenheit.

Die Feiern im Jahreskreis

Bei den Germanen und Kelten bildete immer die Dunkelheit den Beginn eines Zyklus. Der Monat begann immer mit dem Neumond, der Tag begann mit dem Sonnenuntergang und das Jahr begann im November mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit.

Im Laufe des Jahres wurden acht Feste gefeiert. Einige davon gibt es heute noch.

Damals waren das:

  • Sommersonnwende,
  • Wintersonnwende,
  • Frühjahstagundnachtgleiche,
  • Herbsttagundnachtgleiche und die vier Feste dazwischen wie
  • Allerheiligen,
  • Hochzeit des Lichts,
  • Geburt des Lichts,
  • Walpurgis.

Alle acht Feste wurden rituelle gefeiert. Jedes Fest war dabei einer bestimmten Gottheit geweiht die auch die rauffolgende Zeit herrschte. Die Übergänge oder auch Nahtstellen von einer Zeit zur anderen gleichen einem Niemandsland in dem weder Ordnung noch Gesetz herrschte. Diese Übergänge galten als magische Momente, als Zwischenzeit, in denen die Begegnung mit der Anderswelt möglich war.

Der keltische Jahreskreis besteht also aus den 4 Kardinalpunkten, den deutlichen Sonnenfeiern, wo es auch keine Mißverständnisse gibt:

  • Sommersonnwende, 21. Juni
  • Wintersonnwende, 21. Dezember
  • Frühjahrstagundnachtgleiche, 21. März
  • Herbsttagundnachtgleiche, 21. September

Und aus den vier Feiern zwischen diesen Sonnenfeiern.

  • Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
  • Imbolc, 2. Februar, “Geburt des Lichts”, “Lichtbrauchnacht”
  • Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
  • Lugnasad, 1. August, “Hochzeit des Lichts”.

Nach einem alten Fund geht man davon aus, dass die Kelten einen Kalender hatten, wo sie Sonnen- und Mondjahr in Übereinstimmung brachten. Sie rechneten in Großzyklen von 19 Sonnenjahren, die 235 Mondmonaten entsprachen. So vereinigten sowohl Sonnensystem als auch Mondsystem, denn alle 19 Jahre stehen Sonne und Mond wieder in gleicher Relation zueinander. Es waren immer 62 Mond-Monate zu einer Einheit zusammengezogen. Das entsprach 5 Sonnenjahren von ungleicher Länge: 3 Jahre zu 12 Monaten und 2 Jahre zu 13 Monaten. Der 13. Monat hatte keinen Namen.

Als Relikt des 13. Monats sind die Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar übrig geblieben. In der Volkskunde ist die Zeitdifferenz zwischen den 12 Mondmonaten und dem Sonnenjahr noch als “Zwölften” bekannt – entspricht genau den 12 Rauhnächten.

Die Feste bei den Kelten

  • Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
  • Imbolc, 2. Februar, “Geburt des Lichts”, „Lichtbrauchnacht”
  • Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
  • Lugnasad, 1. August, “Hochzeit des Lichts”.

Bei den Germanen wurden die Feste auch von der Feldarbeit mitbestimmt. So ist die Rune Jera, aus der sich der Name Jahr bei uns bildete, gleich zeitig für den Jahreskreis als auch für den Ablauf von Säen und Ernten im Gebrauch gewesen. Die Feste wurden dabei auch nur bedingt nach dem Datum ausgerichtet sondern meist nach der Arbeit auf dem Feld.

  • Jul 21.12
  • Disting um den14.2.
  • Ostera 21.3.
  • Walpurgis 1.5.
  • Mittsommer 21.6.
  • Thing – Zeit um den 23.8.
  • Erntedank / Herbstopfer 21.9.
  • Winternacht um den 15.10..

Die Feste haben dabei diese Bedeutung:

  • Disting: Vorbereitung auf die neue Saat
  • Ostera: Fruchtbarkeitsfest, aus diesem Fest wurde Ostern bei uns und aus dem Fruchtbarkeitsfest stammen noch der Hase und das Ei,
  • Walpurgis: die Nacht endet und der der Tag beginnt, daraus wurde dann der Tag der Arbeit weil man mit der Arbeit nun wieder begann
  • Mittsommer: die Sonne hat gesiegt – allen Göttern wird geopfert und sie werden geehrt
  • Thing – Zeit: Versammlungszeit, Beratungen und Gerichtsverhandlungen für Schlichtungen wurden abgehalten.
  • Erntedank: Dank an die Natur und die Götter für die reiche Ernte
  • Winternacht: das Ende der Erntezeit und des alten Jahres und der Beginn des neuen Jahres wurden gefeiert. Nun beginnt die Mittwinterzeit und damit die spirituellen und religiösen Zeit des Jahres
  • Jul – Fest: Verbindung zu den Göttern wird gesucht. Andersweltreisen sind möglich und die Rauhnächte beginnen.

blog-2012-07-06

Quellen:

  • Die Edda, Wilhelm Jordan, Arun
  • Germanische Magie, Gardenstone, Arun
  • Lexikon der keltischen Mythologie, Sylvia und Paul Botherroyd, Diederichs
  • Keltische Mythen, Ingeborg Clarus, Bechtermünz
  • Helrunar, Jan Fries
  • Nordische Magie: Schamanismus und die Runengeheimnisse, von Edred Thorsson von Königsfurt Urania
  • Germanische Mythologie, Wolfgang Golther von Marixverlag

Wieder mal Sommersonnenwende

Auch dieses Jahr feiern wir wieder die Sommersonnenwende. Wie immer am 21.06.. Heute ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Dieses Fest wird überall auf der Erde gefeiert. Man benutzt den langen hellen Tag für die Begrüssung des Sommers und der Natur.

Bei unseren Vorfahren, den Germanen und Kelten feierte man das Fest wie folgt: Zur Sommersonnenwende wurden Sunna und Baldr geehrt. Die Sonne (Baldr) befindet sich auf ihrem Höhepunkt, um danach zu “sterben”. Sie (die Sonne), oder er (Baldr), wird von Loki, dem Gott der Lügen und des Feuers, mit einem aus einer Mistel geschnitzten Pfeil umgebracht.

An diesem Tag wurden auch Teiche und Brunnen geschmückt, zu Ehren der Göttin des Wassers und der Weisheit. Dieser Brauch des Schmückens von Brunnen ist in einigen Teilen unseres Landes immer noch üblich wird aber nicht mehr mit den alten Göttern in Zusammenhang gebracht. Auch die in einigen Dörfern noch üblichen Sommerfeuer kommen aus den alten Festen zur Tag- und Nachtgleiche.

Ich werde am heutigen Tage wieder meinen Altar mit der Kraft der Sonne weihen und den Vorfahren danken so wie es bereits seit langer Zeit gemacht wurde. Damit ehre ich dann auch alle spirituellen Kräfte die mir die ganze Zeit geholfen haben und mir beistanden. Dabei ist es egal wie diese Wesen heißen.

Feiern im Jahreskreis


Bei den Germanen und Kelten bildete immer die Dunkelheit den Beginn eines Zyklus. Der Monat begann immer mit dem Neumond, der Tag begann mit dem Sonnenuntergang und das Jahr begann im November mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit. Im Laufe des Jahres wurden acht Feste gefeiert. Einige davon gibt es heute noch.

Damals waren das:
Sommersonnwende, Wintersonnwende, Frühjahstagundnachtgleiche, Herbsttagundnachtgleiche und die vier Feste dazwischen wie Allerheiligen, Hochzeit des Lichts, Geburt des Lichts, Walpurgis.


Alle acht Feste wurden rituelle gefeiert. Jedes Fest war dabei einer bestimmten Gottheit geweiht die auch die darauffolgende Zeit herrschte. Die Übergänge oder auch Nahtstellen von einer Zeit zur anderen gleichen einem Niemandsland in dem weder Ordnung noch Gesetz herrschte. Diese Übergänge galten als magische Momente, als Zwischenzeit, in denen die Begegnung mit der Anderswelt möglich war.

Der keltische Jahreskreis besteht also aus den 4 Kardinalpunkten, den deutlichen Sonnenfeiern, wo es auch keine Mißverständnisse gibt:


  •   Sommersonnwende, 21. Juni
  •   Wintersonnwende, 21. Dezember
  •   Frühjahrstagundnachtgleiche, 21. März
  •   Herbsttagundnachtgleiche, 21. September

Und aus den vier Feiern zwischen diesen Sonnenfeiern.

  •   Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
  •   Imbolc, 2. Februar, „Geburt des Lichts“, „Lichtbrauchnacht“
  •   Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
  •   Lugnasad, 1. August, „Hochzeit des Lichts“


Nach einem alten Fund geht man davon aus, dass die Kelten einen Kalender hatten, wo sie Sonnen- und Mondjahr in Übereinstimmung brachten. Sie rechneten in Großzyklen von 19 Sonnenjahren, die 235 Mondmonaten entsprachen. So vereinigten sowohl Sonnensystem als auch Mondsystem, denn alle 19 Jahre stehen Sonne und Mond wieder in gleicher Relation zueinander. Es waren immer 62 Mond-Monate zu einer Einheit zusammengezogen. Das entsprach 5 Sonnenjahren von ungleicher Länge: 3 Jahre zu 12 Monaten und 2 Jahre zu 13 Monaten. Der 13. Monat hatte keinen Namen. Als Relikt des 13. Monats sind die Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar übrig geblieben. In der Volkskunde ist die Zeitdifferenz zwischen den 12 Mondmonaten und dem Sonnenjahr noch als „Zwölften“ bekannt – entspricht genau den 12 Rauhnächten.


Feste bei den Kelten
Samhain, 1. November, Jahresbeginn der Kelten und Beginn des Winterhalbjahres
Imbolc, 2. Februar, „Geburt des Lichts“, „Lichtbrauchnacht“
Beltane, 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
Lugnasad, 1. August, „Hochzeit des Lichts“

Bei den Germanen wurden die Feste auch von der Feldarbeit mitbestimmt. So ist die Rune Jera, aus der sich der Name Jahr bei uns bildete, gleich zeitig für den Jahreskreis als auch für den Ablauf von Säen und Ernten im Gebrauch gewesen.

Die Feste wurden dabei auch nur bedingt nach dem Datum ausgerichtet sondern meist nach der Arbeit auf dem Feld.

  • Jul 21.12
  • Disting um den14.2.
  • Ostera 21.3.
  • Walpurgis 1.5.
  • Mittsommer 21.6.
  • Thing – Zeit um den 23.8.
  • Erntedank / Herbstopfer 21.9.
  • Winternacht um den 15.10.

Die Feste haben dabei diese Bedeutung:

  • Disting: Vorbereitung auf die neue Saat
  • Ostera: Fruchtbarkeitsfest, aus diesem Fest wurde Ostern bei uns und aus dem Fruchtbarkeitsfest stammen noch der Hase und das Ei,
  • Walpurgis: die Nacht endet und der der Tag beginnt, daraus wurde dann der Tag der Arbeit weil man mit der Arbeit nun wieder begann
  • Mittsommer: die Sonne hat gesiegt – allen Göttern wird geopfert und sie werden geehrt
  • Thing – Zeit: Versammlungszeit, Beratungen und Gerichtsverhandlungen für Schlichtungen wurden abgehalten.
  • Erntedank: Dank an die Natur und die Götter für die reiche Ernte
  • Winternacht: das Ende der Erntezeit und des alten Jahres und der Beginn des neuen Jahres wurden gefeiert. Nun beginnt die Mittwinterzeit und damit die spirituellen und religiösen Zeit des Jahres
  • Jul – Fest: Verbindung zu den Göttern wird gesucht. Andersweltreisen sind möglich und die Rauhnächte beginnen.

Quellen:
• Die Edda, Wilhelm Jordan, Arun
• Germanische Magie, Gardenstone, Arun
• Lexikon der keltischen Mythologie, Sylvia und Paul Botherroyd, Diederichs
• Keltische Mythen, Ingeborg Clarus, Bechtermünz
• Helrunar, Jan Fries
• Nordische Magie: Schamanismus und die Runengeheimnisse, von Edred Thorsson von Königsfurt Urania
• Germanische Mythologie, Wolfgang Golther von Marixverlag

Sommersonnenwende 2012


An heutigen Tag (den 21.06.) feiern wir die Sommersonnenwende. Heute ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Dieses Fest wird überall auf der Erde gefeiert, sowohl bei uns als auch in China. Man benutzt den langen hellen Tag auch für Ausflüge zu Tempeln und für Danksagungen an Buddha.

Bei unseren Vorfahren, den Germanen und Kelten feierte man das Fest wie folgt: Zur Sommersonnenwende wurden Sunna und Baldr geehrt. Die Sonne (Baldr) befindet sich auf ihrem Höhepunkt, um danach zu „sterben“. Sie (die Sonne), oder er (Baldr), wird von Loki, dem Gott der Lügen und des Feuers, mit einem aus einer Mistel geschnitzten Pfeil umgebracht.

An diesem Tag wurden auch Teiche und Brunnen geschmückt, zu Ehren der Göttin des Wassers und der Weisheit. Dieser Brauch des Schmückens von Brunnen ist in einigen Teilen unseres Landes immer noch üblich wird aber nicht mehr mit den alten Göttern in Zusammenhang gebracht.

Auch die in einigen Dörfern noch üblichen Sommerfeuer kommen aus den alten Festen zur Tag- und Nachtgleiche. Ich werde am heutigen Tage meinen Altar mit der Kraft der Sonne weihen und den Vorfahren danken so wie es bereits seit langer Zeit gemacht wurde. Damit ehre ich dann auch alle spirituellen Kräfte die mir die ganze Zeit geholfen haben und mir beistanden. Dabei ist es egal wie diese Wesen heißen.

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