Zitat 20.01.2016

„Wenn wir den Dharma denjenigen verkünden, die nur die illusorische Welt des Egos sehen, predigen wir vergeblich – wir könnten ebensogut den Toten predigen.“

Han Shan

Quelle:
http://zbohy.zatma.org/Dharma/zbohy/Literature/HanShan/hanshan-maxims.html

Zitat 18.10.2015

„Den ganzen Körper einzusetzen für das Universum ist unsere heilige Praxis. Ihn einzig für das Ego einzusetzen heißt, nur das zu tun, was die Vögel tun, die Hunde, die Katzen und die Fleischmaden.“

Taisen Deshimaru

Quelle:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3466343577/zenguide-21

Gefühl und Wertung

Wem ist das in der Meditation nicht auch schon passiert? Da sitzt man einfach so da und schon kommt der Gedanke „Sollte ich nicht irgend wie anders sitzen?“ Und schon lässt einen dieser Gedanke nicht mehr los. Ist dieser Gedanke denn nun schon eine Wertung? Nicht nur in der Meditation tritt diese Frage auf. Was ist Gefühl und was eine Wertung? Und wo ist der Unterschied?

Das Gefühl kommt ganz tief aus unserer Vergangenheit und ist die Grundlage für die Wertung. Am Anfang unserer Entwicklung hatten wir das Gefühl, dass uns zu etwas hinzog oder von etwas zurückweichen ließ. So eine Art von Urinstinkt, den wir mit allen Tieren gemeinsam haben, von gut und schlecht. Wenn wir unsere Katzen beobachten dann zeigen sie das jeden Tag. Das Körbchen ist momentan gut für mich, darum lege ich mich dort hinein und schlafe.

Mit unserem Ego und Verstand kam die Wertung auf. Die Wertung beruht darauf, dass etwas noch besser ist als etwas anderes, das auch gut ist. Unser inneres Ich entscheidet sich zwischen zwei guten Dingen und das ist schon die erste Wertung. Keiner weiß wie lange das schon so in unseren Genen drin steckt und wann der erste unsere Vorfahren sich dachte „Nehme ich den Apfel oder die Birne?“

Im Allgemeinsten Grundsatz ist eine Wertung nicht schlimm, sie hilft uns Dinge zu finden die für uns Gut sind, doch wenn wir der Wertung zu sehr die Zügel schießen lassen, dann kann eine Wertung uns auch blockieren und im schlimmsten Fall zerstören. Wenn wir immer auf der Suche nach etwas noch besseren sind, als das was wir schon haben, so werden wir nie mit dem zufrieden sein was gerade in diesem Moment da ist. Wenn ich das Gefühl habe etwas anderes ist besser, so sollte ich das andere machen und sehen ob es mir wirklich gut geht dabei.

Wenn ich der Meinung bin, ich sollte das linke Bein anziehen, so sollte ich das machen und versuchen, ob es gut für mich ist. Wenn ich in der Meditation ständig daran denke, ich könnte aber anders besser sitzen, so lenkt mich das nur ab. Wenn ich die Position wechsele und dann merke, die andere war doch besser, dann wechsele ich einfach zurück und fertig. Ich bin dann nur für eine Sekunde abgelenkt und kann mich dann wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Unser Gefühl hilft uns bei dieser Entscheidung und nur darauf sollten wir hören. Unsere Gefühl kann nicht sagen „Warte noch, vielleicht erhältst du morgen schon etwas noch besseres!“ sondern unser Gefühl sagt uns nimm das, das ist gut. Oder las das, das ist schlecht. In der Meditation über uns, wieder auf das Gefühl zu vertrauen und darauf zu hören was wir wirklich wollen. Nur dadurch entwickeln wir uns weiter und verhindern, dass wir zu großes Leid aus unsere Erwartungshaltung ziehen.

Vertraue auf den Gefühl und lass dein Ego schweigen.

Hinter die Dinge schauen…


Alles auf dieser Welt ist nur eine Illusion unseres Verstandes. Die Farben die wir sehen sind nicht real sie sind nur Reflektionen auf unserer Netzhaut. Das Bild was unsere Augen aufnehmen ist Seitenverkeht und auch noch gedreht.

Bei meiner ersten Augenoperation war das ganz schön gruselig zu sehen.Da wurde mir ein Mittel in die Augen gespritzt was diese Effekt ganz deutlich machte. Die Flüssigkeit lief sozusagen langsam von unten nach oben wie es schien. In der Realität aber, das sie schwerer war als die Glaskörperflüssigkeit, fiel sie langsam von oben nach unten nur das mein Auge das Bild gedreht hat.

In einer Zeitung habe ich mal gelesen das dass Farbsehen je nach Lebensraum stark abweicht. Das Rot welches wir in Europa bei einer Pflanze oder Blume sehen ist nicht dasselbe Rot das die Menschen in Afrika in derselben Blume erkennen. Da das Farbsehen aber eine Subjektive Erfahrung ist kann man das auch nur schwer Vergleichen. Wie beschreibt man eine Farbe?

So wie das mit den Augen ist so ist es auch mit anderen Sinnen. Kann man sich mit Tieren Unterhalten? Meine Frau kann das sehr gut indem sich sich mit der Seele des Tieres verbindet und so die Antwort fühlt. Ich denke mal das kann ein jeder wenn er entsprechend sensitiv ist und sich einfach darauf einlässt.

Leider steht das wieder unser Verstand im Wege der uns sagt:“das kannst du gar nicht.“, „Versuche das doch gar nicht erst.“ oder „Las es einfach sein.“. Sind wir offen und unsere Geist ist bereit so können wir hinter die Dinge schauen und ihr wahres Wesen erkennen. Schamanen praktizieren das schon seit tausenden von Jahren. Durch Meditation und Seelenreise schalten sie den Verstand aus und können so mit ihrer Umwelt kommunizieren. In früheren Zeiten konnten wir das alle noch selber nur leider verhindert unser Ego diese Verbindung.

Auch in der Zen Meditation legen wir unser Ego lahm und erhalten so die Antwort direkt aus der uns umgebenden Natur und das ohne das wir eine Frage stellen müssen. Einfach nur so.

Wenn wir also die Antwort auf eine wichtige Frage haben wollen müssen wir nur lernen zuzuhören und zulassen die Antwort auch zu verstehen. So wie bei meiner Frau. Vielleicht meinte Buddha das mit Erleuchtung.

Du bist Teil der Welt und kannst alles und jeden Verstehen.

Zitat 06.03.2015

„Den ganzen Körper einzusetzen für das Universum ist unsere heilige Praxis. Ihn einzig für das Ego einzusetzen heißt, nur das zu tun, was die Vögel tun, die Hunde, die Katzen und die Fleischmaden.“

Taisen Deshimaru

Zitat 05.12.2014

„Den ganzen Körper einzusetzen für das Universum ist unsere heilige Praxis. Ihn einzig für das Ego einzusetzen heißt, nur das zu tun, was die Vögel tun, die Hunde, die Katzen und die Fleischmaden.“

Taisen Deshimaru

Zitat 26.07.2014

„Wenn wir den Dharma denjenigen verkünden, die nur die illusorische Welt des Egos sehen, predigen wir vergeblich – wir könnten ebenso gut den Toten predigen.“

Han Shan

 

Das All-Eins-Sein und Zen

Im Zen spricht man gern vom Eins sein aller Dinge und Wesen doch was ist damit eigentlich gemeint? Ich habe mich dazu mal mit meiner Frau unterhalten die vom Zen noch nicht viel erfahren hat und auch nicht den Zugang dazu besitzt.

Wie kann denn nun alles Eins sein?

Sind wir denn nicht alle Unterschiedlich?

Ich denke mal das eins sein wird nur auf einer ganz tiefen, abstrakten Ebene zu realisieren sein. Diese Ebene entzieht sich unserem Verstand und unserem Ego. In der Meditation und der Trance kommen wir dieser Erkenntnis noch am nächsten. Ist dabei nicht alles wirklich eins? Bei der Meditation, wenn sie richtig tief ist, können wir uns mit allem und jeden Unterhalten.

Schamanen können in Trance mit Steinen, Tieren und Wesen aus der gegenseitigen Welt reden. Ein Medium kann sich mit einer Seele oder einem anderen Wesen vereinigen. Diese werden dann eins aber das Medium hat darauf keinen Einfluss. Wo der Verstand regiert ist das All-Eins-Sein nicht möglich nur wenn das Ego und der Verstand schweigen kann dieser Zustand erfahren werden.

In diesem Zustand gelten Formen und Farben nicht mehr, was Zählt ist nur das Gefühl der Seele und dieses ist für alle gleich. In diesem Zustand sind wir alle eins mit der Leere oder Fülle, je nachdem wie man es sehen will.

Wenn du also diesen Zustand des All-Eins-Sein erfahren möchtest so musst du dich von deinem Ego lösen und in der Meditation die Verbindung zu allen Seelen suchen.

Beschäftigen mit dem Ich


Zen – Meister Dogen sagte einmal „Beim Erlernen des Weges müsst ihr das Ich hinter euch lassen.“ In diesem kurzen Satz ist das Wesen des Zazen perfekt auf den Punkt gebracht. Das Beschäftigen mit dem Ich bringt uns nicht voran. Es bringt nur Leid mit sich. Entweder in dem Falle dass wir ein bestimmtes Ziel erreichen wollen das zu weit entfernt ist, oder indem wir etwas tun wollen was gegen unseren Willen ist.

Erst wenn wir dieses Ich als großes Hindernis erkannt haben sind wir in der Lage dieses ich zu überwinden und uns vollkommen auf die Lehre Buddhas einzulassen. im großen Ganzen, in der Leere, gibt es kein Ich. es gibt nur die Buddha Natur die alles umfasst und diese ist leer.

Zu diesem Beispiel fällt mir auch der Vergleich von Osho zwischen Selbst und Ego ein. Wir müssen uns unseres Selbst bewusst werden und das Ego so weit wie nur irgend möglich zurückdrängen. In unserer Gesellschaft wird das Ego an allen Ecken und Enden gefördert. Wer sich durchsetzen kann wird belohnt. Wer ohne Rücksicht auf andere seinen Weg geht wird befördert.

Es ist an der Zeit dieses negative Ego das auch im Wort Egoismus vorkommt zurückzudrängen und durch gegenseitige Hilfe und Verständnis zu ersetzen. Wenn wir in dieser Welt vorwärtskommen wollen geht das nur zusammen.

Diese Welt ist eins mit allen Wesen, wie könnte da also einer vermuten das es ihm besser geht wenn es anderen dadurch schlecht geht?

Buddhas Weg ist es das Leid zu vermindern. Wenn du diesem Weg folgen willst ist kein Platz für Egoismus nur für die Liebe zu allen Wesen ist dann noch Platz in dir. Das Herz überwindet das Ego. Stelle das Gefühl über die Gedanken und du wirst zu dir selbst finden. Dann wirst du Selbstbewusst im wahrsten Sinne.

Zitat 18.10.2013

„Den ganzen Körper einzusetzen für das Universum ist unsere heilige Praxis. Ihn einzig für das Ego einzusetzen heißt, nur das zu tun, was die Vögel tun, die Hunde, die Katzen und die Fleischmaden.“

Taisen Deshimaru

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