Meine neue romantische Geschichte „Weihnachten auf Schloss Wolfenfels“ erscheint demnächst …

Demnächst erscheint meine diesjährige Weihnachtsgeschichte …

„… Stundenlang saß Lissy jetzt schon an dem Tisch und grübelte nach. Sie stellte sich ihre ganze Verwandtschaft gerade bildlich vor. Das waren alles verstaubte und stocksteife Existenzen und sie schüttelte den Kopf in der Realisierung dessen, dass sie mal der Schwester nachgeeifert hatte.
Nie im Leben wollte sie gerade so sein, wie Franziska, aber nach Meinung der Familie hatte es die Schwester jetzt wohl geschafft und beim nächsten Besuch würde Lissy einen tiefen Knicks machen und »Königliche Hoheit« zu Franziska sagen müssen.
Wollte sie das wirklich?
Zumindest war jetzt schon mal klar, dass sie wohl unter keinerlei wie auch immer gearteten Umständen eine Einladung zur Vermählung und Krönung der Schwester erhalten würde.
Lissy setzte sich zurück und zog sich das Bild des Großvaters vom Tisch. Sie betrachtete das Foto und erschauerte dabei regelrecht. Seine Augen waren kalt!
Einzig und alleine vor ihm hatte sie Bammel!
Doch was konnte er ihr eigentlich tun? Die mehr als großzügigen Zuwendungen streichen! Ja, aber sonst?
Sie blickte sich in ihrem kleinen Reich um. Noch nie hatte sie Geldsorgen gehabt. Das Apartment hier kostete im Monat mehr, als ihre Freundin Britta im viertel Jahr verdiente!
Beim Gedanken an die Freundin fiel ihr ein, dass sie auch noch das Abendessen bei Giovanni bestellen musste.
Geschwind war die Nummer gewählt und der Auftrag abgegeben.
Auch das war etwas, was der pure Luxus war, wenn man es von Brittas Seite aus sehen würde.
Bisher hatte sie sich nie Gedanken ums Geld gemacht, diese verdammten Bilder und die Drohung des Vaters hatten da im Augenblick für ein Umdenken gesorgt.
Und wenn man es richtig nahm, so war auch gar nicht das Geld ihr größtes Problem, sondern diese verfluchten Fotos, denn die würden für immer irgendwo sein!
Das war unumkehrbar!
Erneut fiel ihr ihre Ahnherrin Giseldis ein, denn auch diese Frau hatte Schande über die Familie gebracht und es auf die einzige Art gelöst, die ihr damals möglich gewesen war.
Und sie?
Ein Sprung in die Tiefe und Ende?
Allerdings wäre das nicht die Lösung der Angelegenheit, denn die Fotografien würde es auch danach noch geben!
Und die würden auch mit sehr viel Geld nicht mehr aus der Welt geschafft werden können. Die Zeitung war ja bereits gedruckt!
Würde das mit der Zeit in Vergessenheit geraten? Das war wohl eine illusorische Vorstellung, denn das Internet vergaß nie etwas!
Lissy seufzte und zog das Handy zu sich.
Sie würde für Britta und sich noch das Hotel buchen müssen, denn auch die Freundin würde wohl kaum in diesem düsteren Kasten wohnen wollen. Sie selbst gruselte sich schon alleine beim bloßen Gedanken daran, dort zu schlafen.
Einen Anruf später war das beste Zimmer der ganzen Stadt für sie beide für den Rest des Jahres reserviert und auch schon im Voraus bezahlt. Man wusste ja nie!
Jetzt wartete sie nur noch auf Britta.
Immer wieder hob sie ihren Blick zum Fenster und irgendwann war dann der Moment erreicht, zu dem sie sich am Tage zuvor noch für die Party fertiggemacht hatte.
Fehlte ihr das jetzt schon? Ein bisschen Entzugserscheinungen hatte sie bereits, zumal die Fete sie eventuell von den unnützen Gedanken ablenken konnte.
Oder war sie die ganze Zeit schon einfach nur zu diesen Veranstaltungen gegangen, um nicht nachdenken zu müssen?
Das Schlafen, der schnelle Sex mit zufälligen Bekanntschaften und diese Feiern waren bisher ihre Lebensinhalte gewesen.
Und was kam jetzt?
Für ein paar Wochen würde sie da, nach diesen Bildern, höchstens maskiert hingehen können! Und Fasching war noch so lange hin!
Vor ihrem inneren Auge sah sie jetzt alle die flüchtigen Bekannten, die sie immerfort auf den Feiern ausgehalten hatte.
Keine und keiner davon würde sie in Schutz nehmen. Alle würden nur mit dem Finger auf sie zeigen, oder hämisch hinter ihrem Rücken über sie lachen und lästern.
Und dabei konnte es doch allen genauso passieren!
Wer wusste schon, wie vielen Frauen das täglich geschah? Tausenden? Die Dunkelziffer war sicherlich um ein Vielfaches höher, denn selbst sie hätte es ja ohne die Fotos nicht gewusst.
Erneut nahm Lissy das Telefon hoch und fragte, was es mit diesen Tropfen auf sich hatte.
Viele Frauen schilderten ähnliches und erneut lief ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Was hätte da alles geschehen können?
Falsch! Es war ihr passiert! Jemand hatte mit ihr ohne ihr Zutun und damit gegen ihren Willen Sex gehabt!
„Britta, wo bleibst du nur?“, sagte Lissy laut vor sich hin.
Jetzt konnte sie gerade die Einsamkeit ihrer Wohnung nicht mehr ertragen, aber nach draußen wollte sie auch nicht.
Und konnte nicht!
Genervt warf sie das Telefon von sich und wickelte sich in die Sofadecke. Es war wie ein kleiner Panzer um sie herum und gerade waren wieder die Anweisungen ihrer Therapeutin in ihrem Kopf.
Konnte das auch dieses Mal helfen? Zumindest würden die Übungen sie ablenken.
Atemübungen und Yoga hatte Margot ihr damals empfohlen. Und ihr auch die Telefonnummer dagelassen. Irgendwo war die Visitenkarte noch, aber konnte Lissy so einfach nach ein paar Jahren bei ihr anrufen?
Momentan warte sie, wie auf glühenden Kohlen darauf, dass doch Britta endlich wieder bei ihr wäre.
Und jetzt blickte Lissy abwechselnd zwischen dem Schränkchen mit der Karte und der Tür der Wohnung hin und her.
Draußen wurde es langsam dunkel!
Die Finsternis der Nacht senkte auch die Angst in ihr verletztes Herz.
„Britta! Ich brauche dich!“, stieß Lissy aus, als es an der Wohnungstür klingelte.
Mit einem Satz war sie vom Sofa gesprungen und rannte zur Tür. Sie warf einen Blick auf den Videomonitor und es war Britta!
Gott sei Dank! Endlich!
Gelassen öffnete sie die Wohnungstür und sagte: „Du hast dir ja ganz schön viel Zeit gelassen!“
Britta stand mit zwei riesigen Koffern vor dem Appartement.
„Wo willst du denn damit hin?“, fragte Lissy, als sie die Freundin in den Raum gelassen hatte.
Aller Zweifel war gerade fern, da sie ja momentan auch nicht mehr alleine war.
„Na zum Skilaufen! Da braucht man doch warme Sachen und auch mal was zum Wechseln!“, erklärte Britta und wickelte sich aus ihrem Anorak.
„Mir reicht da immer meine Kreditkarte. Ich habe nur einen Sportwagen! Da passt das alles doch gar nicht rein!“, versuchte sie möglichst cool zu antworten und dabei wäre sie Britta am liebsten gerade vor Erleichterung um den Hals gefallen!
Mit Brittas Ankunft waren die Zweifel fort und blieben hoffentlich auch dort, wo sie gerade waren!
„Die Zeitung habe ich weisungsgemäß verbrannt!“, erklärte Britta beim Weghängen der Jacke und gab ihr damit einen Stich ins Herz.
Die Erinnerung an diese unschönen Fotos hätte jetzt auch in der Versenkung bleiben können.
Eine Zeitung war verbrannt, aber tausende andere Exemplare gab es noch. …“

Weiter lesen in meinem Buch „Weihnachten auf Schloss Wolfenfels“ mit ISBN 978-3-7568-3661-1, 260 Seiten, demnächst als Buch für 9,49 Euro und auch als E-Book für nur 2,49 Euro.

Alle Informationen immer unter http://romantik.goeritz-netz.de/14.html

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Zitat 23.11.2022

„Wenn du dem Kreislauf von Geburt und Tod ein Ende setzen willst, solltest du alles wegwerfen, was du je in deinem Geist hochgehalten hast, dann sind deine sechs Sinne von sich aus rein und nackt.“

Ying an

Quelle:

http://www.zen-guide.de

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